Dr. Constanze Lohse
über Ernährung als
Treibstoff für die
Seele
Dr. Constanze Lohse ist Allgemeinärztin in Norderstedt bei Hamburg,
spezialisiert auf Prävention, und bekannt als TV-Ärztin und
Buchautorin. Sie erklärt, wie Sie über den Darm ("das zweite Gehirn")
Ihre Stimmung positiv beeinflussen können und welche Nährstoffe die
Psyche dringend braucht.
Die Psyche sitzt nicht nur im Kopf, sondern auch im Bauch. 90%
unseres Glückshormons Serotonin werden im Darm gebildet. Was wir
essen, entscheidet direkt darüber, wie wir uns fühlen.
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Omega-3-Fette:
Baustoff für das Gehirn
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Omega-3-Fette:Baustoff für das Gehirn
Warum: Unser Gehirn besteht zu
einem großen Teil aus Fett. Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA)
sind essenziell für die Signalübertragung zwischen den
Nervenzellen. Ein Mangel wird oft mit Depressionen und
Angstzuständen in Verbindung gebracht. Sie wirken zudem
entzündungshemmend im Gehirn ("Neuroinflammation").
Wie: 2x pro Woche fetter Fisch
oder täglich Algenöl.
KONKRET
Nehmen Sie täglich einen Esslöffel hochwertiges Algenöl (z.B.
im Müsli) oder essen Sie Hering, Makrele oder Lachs. Leinöl
ist gut, reicht aber oft nicht aus, da der Körper es erst
umwandeln muss.
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Darm-Hirn-Achse:
Bakterien füttern
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Darm-Hirn-Achse:Bakterien füttern
Warum: Der Darm kommuniziert
über den Vagusnerv direkt mit dem Gehirn. Eine gesunde
Darmflora ("Psychobiotika") produziert Botenstoffe wie GABA
und Serotonin, die beruhigend und stimmungsaufhellend wirken.
Ein kranker Darm kann die Psyche belasten.
Wie: Fermentierte Lebensmittel
und Ballaststoffe.
KONKRET
Essen Sie täglich eine Portion Naturjoghurt, Kefir oder rohes
Sauerkraut. "Füttern" Sie die guten Bakterien mit Leinsamen,
Haferflocken oder Chicorée (Präbiotika).
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Vitamin D:
Das Sonnenhormon
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Vitamin D:Das Sonnenhormon
Warum: Vitamin D ist
eigentlich ein Hormon und steuert im Gehirn die Produktion von
Serotonin und Dopamin. Ein Mangel ist in unseren Breitengraden
sehr häufig und eng mit Winterdepressionen (SAD) verknüpft.
Wie: Supplementieren von
Oktober bis April.
KONKRET
Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel beim Hausarzt messen
(Zielwert: 40-60 ng/ml). Nehmen Sie das Vitamin immer zu einer
fetthaltigen Mahlzeit ein, damit es aufgenommen werden kann.
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B-Vitamine:
Nervennahrung
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B-Vitamine:Nervennahrung
Warum: Vitamin B6, B12 und
Folsäure sind unverzichtbar, um im Gehirn Neurotransmitter wie
Serotonin und Dopamin herzustellen. Ein Mangel an B12 kann zu
Antriebslosigkeit und Stimmungstiefs führen, die oft
fälschlich als reine Depression diagnostiziert werden.
Wie: Vollkornprodukte,
Hülsenfrüchte, grünes Gemüse (Folsäure) und tierische Produkte
(B12).
KONKRET
Wenn Sie sich vegetarisch oder vegan ernähren, müssen Sie B12
supplementieren. Essen Sie regelmäßig Haferflocken und Nüsse
für B-Vitamine.
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Blutzucker-Stabilität:
Keine
Stimmungsschwankungen
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Blutzucker-Stabilität:Keine Stimmungsschwankungen
Warum: Wenn der Blutzucker
nach Süßigkeiten oder Weißmehl steil ansteigt und dann
abstürzt, schüttet der Körper Stresshormone (Adrenalin,
Cortisol) aus. Das führt zu Gereiztheit, Angstgefühlen und
Müdigkeit ("Hangry").
Wie: Komplexe Kohlenhydrate
statt Zucker.
KONKRET
Kombinieren Sie Kohlenhydrate immer mit Eiweiß oder Fett (z.B.
Apfel mit Nüssen). Das bremst den Zuckeranstieg und hält die
Stimmung stabil.
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Tryptophan:
Vorstufe zum Glück
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Tryptophan:Vorstufe zum Glück
Warum: Die Aminosäure
Tryptophan wird im Körper zu Serotonin umgewandelt. Leider
konkurriert sie an der Blut-Hirn-Schranke mit anderen
Aminosäuren und zieht oft den Kürzeren.
Wie: Cashewkerne, Hähnchen,
Bananen, Kakao.
KONKRET
Essen Sie Tryptophan-Quellen (z.B. Cashews) am besten abends
mit einer kleinen Menge Kohlenhydrate (z.B. ein Stück Obst).
Das Insulin hilft, den Weg ins Gehirn freizumachen.
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Magnesium:
Nerven entspannen
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Magnesium:Nerven entspannen
Warum: Magnesium reguliert das
Nervensystem. Ein Mangel kann innere Unruhe, Schlafstörungen
und Angst verstärken. Bei Stress verbraucht der Körper zudem
massiv Magnesium.
Wie: Vollkorn, Kerne, Nüsse,
Kakao.
KONKRET
Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne sind ideale Snacks. Ein
Stück dunkle Schokolade (min. 70% Kakao) liefert Magnesium und
Tryptophan gleichzeitig.
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Mittelmeer-Küche:
Antientzündlich essen
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Mittelmeer-Küche:Antientzündlich essen
Warum: Studien zeigen immer
wieder: Die mediterrane Ernährung senkt das Risiko für
Depressionen. Sie ist reich an Pflanzenstoffen, gesunden
Fetten (Olivenöl) und arm an verarbeiteten Produkten, was
stille Entzündungen im Körper reduziert.
Wie: Viel Gemüse, Olivenöl,
Nüsse, Fisch.
KONKRET
Machen Sie Gemüse zur Hauptkomponente jeder Mahlzeit. Nutzen
Sie Olivenöl großzügig. Reduzieren Sie Fleisch und
Fertigprodukte.
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Eisen-Status:
Antrieb fehlt
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Eisen-Status:Antrieb fehlt
Warum: Eisenmangel führt zu
chronischer Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und
Antriebslosigkeit – Symptome, die einer Depression sehr
ähnlich sind oder diese verstärken können. Besonders Frauen
sind betroffen.
Wie: Ferritin-Wert
(Speichereisen) prüfen lassen.
KONKRET
Essen Sie eisenhaltige Lebensmittel (Hafer, Hirse, Fleisch,
Linsen) immer zusammen mit Vitamin C (Paprika, Orange), um die
Aufnahme zu verbessern. Meiden Sie Kaffee direkt zum Essen.
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Wasser:
Gehirn braucht Flüssigkeit
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Wasser:Gehirn braucht Flüssigkeit
Warum: Dehydrierung führt
sofort zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und Stimmungstiefs. Das
Gehirn reagiert empfindlich auf Wassermangel.
Wie: 2-2,5 Liter Wasser oder
Tee täglich.
KONKRET
Stellen Sie sich morgens eine volle Karaffe Wasser hin. Wenn
Sie sich schlapp fühlen, trinken Sie erst ein großes Glas
Wasser, bevor Sie zu Kaffee oder Süßem greifen.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
1
Bewegung:
Natürliches Antidepressivum
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Bewegung:Natürliches Antidepressivum
Warum: Sport setzt
Endorphine, Serotonin und Dopamin frei. Er fördert zudem den
Wachstumsfaktor BDNF, der hilft, neue Nervenzellen zu
bilden. Sport wirkt bei leichten Depressionen oft so gut wie
Medikamente.
Wie: 3x pro Woche 30
Minuten, die Spaß machen.
KONKRET
Es muss kein Marathon sein. Ein strammer Spaziergang, Tanzen
im Wohnzimmer oder Gartenarbeit reichen. Wichtig ist, dass
Sie überhaupt anfangen.
2
Lichttherapie:
Gegen den Winterblues
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Lichttherapie:Gegen den Winterblues
Warum: Lichtmangel drückt
auf die Stimmung (SAD). Helles Licht am Morgen signalisiert
dem Gehirn "Wachheit" und fördert die Serotoninproduktion.
Wie: Tageslichtlampe (10.000
Lux).
KONKRET
Setzen Sie sich morgens für 20-30 Minuten vor eine
Tageslichtlampe (z.B. beim Frühstück). Gehen Sie jeden Tag
mindestens 15 Minuten raus, auch bei Wolken.
3
Schlaf-Hygiene:
Psyche braucht Ruhe
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Schlaf-Hygiene:Psyche braucht Ruhe
Warum: Schlafmangel
verstärkt negative Gefühle und Reizbarkeit. Im Schlaf
verarbeitet das Gehirn Emotionen. Ein geregelter Rhythmus
gibt Sicherheit.
Wie: Feste Aufsteh- und
Bettgehzeiten.
KONKRET
Meiden Sie Handy und TV eine Stunde vor dem Schlafen.
Schaffen Sie ein Abendritual (Tee, Lesen), um dem Körper zu
signalisieren: Jetzt ist Ruhezeit.
4
Waldbaden:
Grün beruhigt
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Waldbaden:Grün beruhigt
Warum: Zeit in der Natur
senkt nachweislich Stresshormone (Cortisol) und Blutdruck.
Der Anblick von Bäumen und das Einatmen von Waldluft
(Terpene) wirken angstlösend.
Wie: Regelmäßig raus ins
Grüne.
KONKRET
Versuchen Sie, mindestens einmal pro Woche einen längeren
Spaziergang im Wald oder Park zu machen. Lassen Sie das
Handy dabei in der Tasche.
5
Soziale Kontakte:
Raus aus der Isolation
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Soziale Kontakte:Raus aus der Isolation
Warum: Depression führt oft
zum Rückzug, was die Symptome verstärkt. Positive soziale
Interaktionen setzen Oxytocin frei und senken Stress.
Wie: Kleine Verabredungen,
Telefonate.
KONKRET
Verabreden Sie sich zum Spazierengehen (weniger Druck als
ein Abendessen). Auch ein kurzes Telefonat mit einem guten
Freund hilft.
6
Struktur:
Halt im Alltag
6
Struktur:Halt im Alltag
Warum: Antriebslosigkeit
macht es schwer, den Tag zu beginnen. Eine feste Routine
gibt Sicherheit und verhindert das "Versumpfen".
Wie: Tagesplan erstellen.
KONKRET
Setzen Sie sich 3 kleine, machbare Ziele für den Tag (z.B.
Duschen, Spülmaschine ausräumen, 10 Min. spazieren). Haken
Sie diese ab – das gibt ein Erfolgsgefühl.
7
Achtsamkeit:
Gedankenkarussell stoppen
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Achtsamkeit:Gedankenkarussell stoppen
Warum: Grübeln über die
Vergangenheit oder Zukunft verstärkt Ängste. Achtsamkeit
holt den Fokus ins "Hier und Jetzt".
Wie: Meditation, Bodyscan.
KONKRET
Konzentrieren Sie sich 2 Minuten lang nur auf Ihren Atem
oder darauf, wie sich Ihre Füße auf dem Boden anfühlen.
Nutzen Sie Apps wie Headspace oder Calm.
8
Professionelle Hilfe:
Kein Alleingang
8
Professionelle Hilfe:Kein Alleingang
Warum: Ernährung und
Lifestyle sind wichtige Stützen, ersetzen aber bei einer
klinischen Depression keine Psychotherapie oder ärztliche
Behandlung.
Wie: Hausarzt ansprechen.
KONKRET
Scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu holen. Depression ist eine
Krankheit wie jede andere. Therapie ist "Hilfe zur
Selbsthilfe".
9
Kreativität:
Ausdruck finden
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Kreativität:Ausdruck finden
Warum: Kreative Tätigkeiten
können in den "Flow"-Zustand führen, in dem man Sorgen
vergisst. Es gibt dem Tag Sinn und schafft
Erfolgserlebnisse.
Wie: Malen, Schreiben,
Gärtnern, Handwerk.
KONKRET
Es geht nicht um das Ergebnis, sondern das Tun. Malen Sie
aus (Malbuch für Erwachsene), stricken Sie oder reparieren
Sie etwas.
10
Alkohol-Verzicht:
Keine Selbstmedikation
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Alkohol-Verzicht:Keine Selbstmedikation
Warum: Alkohol wirkt
kurzfristig entspannend, ist aber ein Depressivum. Er stört
den Schlaf und verstärkt Ängste und Depressionen langfristig
massiv.
Wie: Konsequenter Verzicht
oder Reduktion.
KONKRET
Nutzen Sie Alkohol nicht, um "runterzukommen" oder
einzuschlafen. Trinken Sie stattdessen Beruhigungstees
(Melisse, Baldrian).
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Zucker-Kick:
Das Stimmungstief folgt
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Zucker-Kick:Das Stimmungstief folgt
Das Problem: Süßigkeiten
geben kurz Energie, dann stürzt der Blutzucker ab. Dieser
Absturz führt zu Reizbarkeit, Müdigkeit und Heißhunger.
Die Lösung: Blutzucker
stabil halten.
KONKRET
Vermeiden Sie das "Trost-Essen" mit Süßkram. Wenn Sie Zucker
essen, dann immer in Kombination mit Eiweiß oder Fett, um
den Absturz zu bremsen.
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Alkohol als Hilfe:
Teufelskreis
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Alkohol als Hilfe:Teufelskreis
Das Problem: Alkohol betäubt
Gefühle kurzfristig, aber er stört die Schlafarchitektur und
senkt den Serotoninspiegel langfristig. Am nächsten Tag sind
die Depressionen schlimmer.
Die Lösung: Nüchtern
bleiben.
KONKRET
Suchen Sie andere Wege zur Entspannung (Bad, Sport, Tee).
Alkohol ist bei Depressionen ein Brandbeschleuniger.
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Fast Food:
Entzündung im Gehirn
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Fast Food:Entzündung im Gehirn
Das Problem: Transfette und
stark verarbeitete Lebensmittel fördern Entzündungen im
Körper ("Neuroinflammation"), die direkt mit Depressionen in
Verbindung stehen.
Die Lösung: Echtes Essen.
KONKRET
Meiden Sie Frittiertes und Fertiggerichte. Kochen Sie
einfache Gerichte (Kartoffeln mit Quark, Rührei) selbst.
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Zu viel Koffein:
Angst-Trigger
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Zu viel Koffein:Angst-Trigger
Das Problem: Koffein pusht
das Stresssystem (Adrenalin). Bei Menschen mit
Angststörungen oder innerer Unruhe kann das Panikattacken
begünstigen und den Schlaf stören.
Die Lösung: Reduktion.
KONKRET
Trinken Sie Kaffee nur morgens. Wechseln Sie nachmittags auf
Kräutertee. Achten Sie darauf, ob Sie ohne Kaffee ruhiger
sind.
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Mahlzeiten auslassen:
Antriebslosigkeit
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Mahlzeiten auslassen:Antriebslosigkeit
Das Problem: "Ich habe
keinen Appetit." Wer nicht isst, hat keine Energie. Der
Blutzucker sinkt, die Stimmung wird noch schlechter, der
Antrieb fehlt.
Die Lösung: Essen nach
Uhrzeit.
KONKRET
Essen Sie kleine Portionen zu festen Zeiten, auch ohne
Hunger. Sehen Sie Essen als "Medizin" und Energiequelle.
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Nährstoffmangel:
Körperliche Ursache
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Nährstoffmangel:Körperliche Ursache
Das Problem: Manchmal liegt
eine Depression an einem Mangel (B12, Eisen, Vitamin D,
Schilddrüse). Wer nur Antidepressiva nimmt, aber den Mangel
nicht behebt, wird nicht gesund.
Die Lösung: Blutbild.
KONKRET
Lassen Sie beim Arzt Vitamin D, B12, Folsäure, Eisen und
Schilddrüsenwerte checken. Füllen Sie Mängel gezielt auf.
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Isolation:
Der Rückzug
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Isolation:Der Rückzug
Das Problem: Depression
flüstert einem ein, man wolle niemanden sehen. Isolation
verstärkt aber die negativen Gedanken.
Die Lösung: Kleine Kontakte.
KONKRET
Zwingen Sie sich sanft zu kleinen Kontakten. Ein kurzer
Anruf, ein Spaziergang mit einem Freund. Sagen Sie: "Mir
geht es nicht gut, aber ich möchte dich kurz sehen."
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Antibiotika ohne Aufbau:
Darm vergessen
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Antibiotika ohne Aufbau:Darm vergessen
Das Problem: Antibiotika
schädigen die Darmflora. Da der Darm wichtig für die Psyche
ist, kann eine Antibiotika-Therapie depressive Stimmungen
begünstigen.
Die Lösung: Probiotika.
KONKRET
Nehmen Sie nach Antibiotika immer hochwertige Probiotika und
essen Sie ballaststoffreich, um die guten Bakterien wieder
anzusiedeln.
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Nur Tabletten:
Ernährung egal?
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Nur Tabletten:Ernährung egal?
Das Problem:
Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3, Vitamine) ersetzen keine
gesunde Ernährung. Sie wirken am besten im Verbund mit
echten Lebensmitteln.
Die Lösung: Food First.
KONKRET
Versuchen Sie, den Großteil der Nährstoffe über Gemüse,
Obst, Nüsse und Fisch zu decken. Nehmen Sie Pillen nur
ergänzend.
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Ungeduld:
Veränderung dauert
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Ungeduld:Veränderung dauert
Das Problem:
Ernährungsumstellung wirkt nicht wie eine
Kopfschmerztablette sofort. Das Gehirn und der Darm brauchen
Zeit für Veränderungen.
Die Lösung: Dranbleiben.
KONKRET
Geben Sie sich 4-6 Wochen Zeit, bis Sie Effekte spüren.
Feiern Sie kleine Erfolge (besserer Schlaf, etwas mehr
Energie).