Dr. Constanze Lohse
über die richtige Ernährung
bei Diabetes
Typ 2
Dr. Constanze Lohse ist Allgemeinärztin in Norderstedt bei Hamburg,
spezialisiert auf Prävention, und bekannt als TV-Ärztin und
Buchautorin. Sie erklärt, wie Sie durch gezielte Ernährung die
Insulinresistenz durchbrechen und Ihre Blutzuckerwerte langfristig
normalisieren können.
Diabetes Typ 2 ist kein Schicksal, sondern oft umkehrbar. Wer seinen
Blutzucker versteht und richtig isst, kann die Krankheit nicht nur
stoppen, sondern oft sogar in Remission bringen.
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Der Gemüse-Trick:
Ballaststoffe zuerst essen
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Der Gemüse-Trick:Ballaststoffe zuerst essen
Warum: Die Reihenfolge, in der
Sie essen, entscheidet massiv über Ihren Blutzuckeranstieg.
Wenn Ballaststoffe (Gemüse) zuerst in den Magen gelangen,
bilden sie ein Netz im Darm, das die Aufnahme von Zucker und
Stärke verlangsamt. Das reduziert die Insulinspitze nach dem
Essen um bis zu 75%.
Wie: Starten Sie jede
Hauptmahlzeit mit einer Portion Gemüse oder Salat, bevor Sie
zu Kohlenhydraten greifen.
KONKRET
Wenn Sie im Restaurant sind: Bestellen Sie einen kleinen
grünen Salat oder gedünstetes Gemüse als Vorspeise. Essen Sie
diesen komplett auf, bevor Sie die Nudeln oder Kartoffeln
anrühren.
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Pausen für die Zellen:
Kein Snacking
zwischendurch
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Pausen für die Zellen:Kein Snacking zwischendurch
Warum: Jedes Mal, wenn Sie
essen (auch gesunde Snacks), schüttet die Bauchspeicheldrüse
Insulin aus. Bei Typ-2-Diabetes sind die Zellen
insulinresistent – die "Tür" klemmt. Nur wenn der
Insulinspiegel zwischen den Mahlzeiten komplett absinkt,
können die Zellen wieder sensibel werden und Fett verbrennen.
Wie: Halten Sie Essenspausen
von mindestens 4 bis 5 Stunden ein.
KONKRET
Essen Sie sich zu den drei Hauptmahlzeiten richtig satt (mit
viel Gemüse und Eiweiß), damit Sie dazwischen keinen Hunger
haben. Trinken Sie in den Pausen nur Wasser, ungesüßten Tee
oder schwarzen Kaffee.
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Die Säure-Bremse:
Apfelessig senkt den
Blutzucker
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Die Säure-Bremse:Apfelessig senkt den Blutzucker
Warum: Essigsäure hemmt das
Enzym Alpha-Amylase, das im Speichel und Dünndarm
Kohlenhydrate in Zucker zerlegt. Dadurch gelangt der Zucker
langsamer ins Blut. Zudem verbessert Essig die Aufnahme von
Glukose in die Muskulatur.
Wie: Trinken Sie vor einer
kohlenhydratreichen Mahlzeit verdünnten Apfelessig.
KONKRET
Mischen Sie 1 Esslöffel trüben Bio-Apfelessig in ein großes
Glas Wasser. Trinken Sie es ca. 15-20 Minuten vor dem Mittag-
oder Abendessen (am besten mit Strohhalm zum Zahnschutz).
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Eiweiß statt Kohlenhydrate:
Sättigung ohne
Insulin-Spike
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Eiweiß statt Kohlenhydrate:Sättigung ohne Insulin-Spike
Warum: Protein hat nur einen
minimalen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, macht aber
extrem satt. Es schützt zudem vor Muskelabbau beim Abnehmen.
Je mehr Muskelmasse Sie haben, desto mehr Glukose kann Ihr
Körper aus dem Blut aufnehmen.
Wie: Jede Mahlzeit sollte eine
hochwertige Proteinquelle enthalten (Fisch, Fleisch, Eier,
Quark, Hülsenfrüchte).
KONKRET
Ersetzen Sie das morgendliche Marmeladenbrötchen durch Rührei
mit Gemüse oder Magerquark mit Nüssen. Das hält den Blutzucker
stabil und verhindert Heißhungerattacken am Vormittag.
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Gewürz-Medizin:
Zimt senkt den Zucker
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Gewürz-Medizin:Zimt senkt den Zucker
Warum: Zimt enthält sekundäre
Pflanzenstoffe, die die Wirkung von Insulin an den Zellen
imitieren und verstärken können. Dadurch wird Glukose
schneller aus dem Blut in die Zellen transportiert.
Wie: Nutzen Sie täglich 1
Teelöffel hochwertigen Ceylon-Zimt (enthält weniger Cumarin
als Cassia).
KONKRET
Streuen Sie Zimt in Ihren Kaffee, über den Joghurt oder sogar
in herzhafte Gerichte wie Chili con Carne oder Linseneintopf.
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Getränke-Check:
Flüssiger Zucker ist Gift
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Getränke-Check:Flüssiger Zucker ist Gift
Warum: Zucker in flüssiger
Form (Limo, Saft, gesüßter Kaffee) schießt ungebremst ins
Blut, da er nicht verdaut werden muss. Das führt zu extremen
Insulinspitzen und belastet die Leber massiv (Fettleber-Risiko
durch Fruktose).
Wie: Trinken Sie Wasser,
ungesüßten Tee oder Kaffee.
KONKRET
Vorsicht bei Fruchtsäften! Ein Glas Orangensaft enthält so
viel Zucker wie Cola. Essen Sie die Orange lieber als ganze
Frucht – die Ballaststoffe bremsen den Zuckeranstieg.
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Magnesium:
Der unterschätzte Helfer
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Magnesium:Der unterschätzte Helfer
Warum: Menschen mit Diabetes
scheiden über den Urin vermehrt Magnesium aus. Ein
Magnesiummangel verschlechtert aber die Insulinwirkung weiter
– ein Teufelskreis. Magnesium ist der "Türöffner", damit
Insulin an der Zelle wirken kann.
Wie: Essen Sie Nüsse, Kerne,
Vollkorn und grünes Blattgemüse.
KONKRET
Integrieren Sie Kürbiskerne oder Hanfsamen in Ihren täglichen
Speiseplan. Sie sind extrem magnesiumreich. 2 Esslöffel pro
Tag über den Salat streuen genügt oft schon.
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Bitterstoffe:
Natürliche Appetitbremse
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Bitterstoffe:Natürliche Appetitbremse
Warum: Bitterstoffe regen die
Produktion von Verdauungssäften an, unterstützen die
Leberentgiftung und dämpfen nachweislich den Süßhunger. Unsere
modernen Lebensmittel sind leider oft "entbittert".
Wie: Chicorée, Radicchio,
Rucola, Artischocken oder Grapefruit essen.
KONKRET
Essen Sie vor dem Hauptgang einen kleinen Salat aus Radicchio
oder Chicorée. Alternativ helfen Bittertropfen (aus der
Apotheke) auf der Zunge, um akuten Heißhunger auf Süßes sofort
zu stoppen.
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Resistente Stärke:
Kartoffeln abkühlen lassen
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Resistente Stärke:Kartoffeln abkühlen lassen
Warum: Wenn man stärkehaltige
Lebensmittel (Kartoffeln, Nudeln, Reis) kocht und dann 12-24
Stunden abkühlen lässt, wandelt sich ein Teil der Stärke in
"resistente Stärke" um. Diese wird nicht verdaut, belastet den
Blutzucker nicht und füttert die guten Darmbakterien.
Wie: Kochen Sie vor (Meal
Prep).
KONKRET
Essen Sie Kartoffelsalat oder aufgewärmte Nudeln vom Vortag.
Der Effekt bleibt auch beim erneuten Erhitzen erhalten! Das
senkt die glykämische Last der Mahlzeit deutlich.
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Gute Fette:
Entzündungen löschen
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Gute Fette:Entzündungen löschen
Warum: Diabetes ist eine
chronisch-entzündliche Erkrankung. Omega-3-Fettsäuren wirken
stark entzündungshemmend und verbessern die
Insulinsensitivität. Transfette und zu viel Omega-6
(Sonnenblumenöl) fördern dagegen Entzündungen.
Wie: Nutzen Sie Olivenöl,
Leinöl, Algenöl und essen Sie fetten Fisch.
KONKRET
Ersetzen Sie Sonnenblumen- und Distelöl in Ihrer Küche
komplett durch Rapsöl (zum Braten) und hochwertiges Olivenöl
(für Salate). Nehmen Sie täglich 1 EL Algenöl oder Fischöl.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
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Der Verdauungsspaziergang:
Muskeln als
Zuckerschwamm
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Der Verdauungsspaziergang:Muskeln als Zuckerschwamm
Warum: Wenn Sie sich nach
dem Essen bewegen, benötigen Ihre Muskeln sofort Energie.
Sie ziehen den Zucker direkt aus dem Blut – und zwar ohne
dass dafür viel Insulin nötig ist ("insulinunabhängige
Glukoseaufnahme"). Das senkt die Blutzuckerspitze massiv.
Wie: Bewegen Sie sich
innerhalb von 30 Minuten nach dem Essen.
KONKRET
Ein 10-15 minütiger strammer Spaziergang nach dem Mittag-
oder Abendessen ist effektiver als Medikamente. Wer nicht
raus kann: Kniebeugen oder Treppensteigen im Haus tun es
auch.
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Krafttraining:
Speicherplatz schaffen
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Krafttraining:Speicherplatz schaffen
Warum: Muskeln sind der
größte Glukosespeicher des Körpers. Je mehr Muskelmasse Sie
haben, desto mehr Zucker können Sie aus dem Blut
"wegpacken". Krafttraining verbessert die
Insulinsensitivität langfristig.
Wie: 2x pro Woche
Muskeltraining.
KONKRET
Sie müssen nicht ins Fitnessstudio. Einfache Übungen mit dem
eigenen Körpergewicht (Liegestütze an der Wand, Kniebeugen,
Ausfallschritte) reichen aus. Trainieren Sie die großen
Muskelgruppen (Beine, Rücken).
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Stress reduzieren:
Cortisol treibt den Zucker
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Stress reduzieren:Cortisol treibt den Zucker
Warum: Bei Stress schüttet
der Körper Cortisol aus. Cortisol signalisiert der Leber,
gespeicherten Zucker ins Blut abzugeben, um Energie für
"Kampf oder Flucht" bereitzustellen. Wenn wir uns aber nicht
bewegen, bleibt der Zucker im Blut.
Wie: Aktive
Entspannungstechniken.
KONKRET
Nutzen Sie die 4-7-8 Atmung (4 Sek. einatmen, 7 halten, 8
ausatmen) mehrmals täglich. Das senkt den Cortisolspiegel
messbar innerhalb von Minuten.
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Schlaf-Hygiene:
Müde Zellen sind resistent
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Schlaf-Hygiene:Müde Zellen sind resistent
Warum: Schon eine einzige
Nacht mit zu wenig Schlaf (unter 6 Stunden) macht den Körper
am nächsten Tag insulinresistenter. Zudem steigt das
Hungerhormon Ghrelin, was zu Heißhunger auf Zucker führt.
Wie: 7-8 Stunden Schlaf
priorisieren.
KONKRET
Gehen Sie jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett. Vermeiden
Sie blaues Licht (Handy, TV) eine Stunde vor dem Schlafen,
um die Melatoninproduktion nicht zu stören.
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Bauchumfang messen:
Das gefährliche
Viszeralfett
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Bauchumfang messen:Das gefährliche Viszeralfett
Warum: Fett ist nicht gleich
Fett. Das Fett zwischen den Organen im Bauchraum
(Viszeralfett) ist hormonell aktiv und sendet Botenstoffe
aus, die Insulinresistenz verursachen. Der Bauchumfang ist
wichtiger als das Gewicht.
Wie: Maßband statt Waage.
KONKRET
Messen Sie auf Nabelhöhe. Zielwerte: Frauen unter 88cm
(besser 80cm), Männer unter 102cm (besser 94cm). Jeder
Zentimeter weniger verbessert den Stoffwechsel.
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Zahnfleisch-Check:
Entzündungen im Mund
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Zahnfleisch-Check:Entzündungen im Mund
Warum: Parodontitis
(Zahnfleischentzündung) und Diabetes beeinflussen sich
gegenseitig negativ. Chronische Entzündungen im Mund erhöhen
die Insulinresistenz und machen den Blutzucker schwer
einstellbar.
Wie: Professionelle
Zahnreinigung und Pflege.
KONKRET
Benutzen Sie täglich Zahnzwischenraumbürsten oder Zahnseide.
Gehen Sie zweimal im Jahr zur Kontrolle. Eine
Parodontitis-Behandlung kann den HbA1c-Wert verbessern.
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Rauchstopp:
Nikotin erhöht Resistenz
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Rauchstopp:Nikotin erhöht Resistenz
Warum: Rauchen macht die
Zellen unempfindlicher für Insulin und fördert Bauchfett.
Raucher haben ein 30-40% höheres Risiko, an Diabetes Typ 2
zu erkranken, als Nichtraucher.
Wie: Nutzen Sie jede Hilfe
zum Aufhören.
KONKRET
Schon 8 Wochen nach dem Rauchstopp beginnt sich die
Insulinsensitivität zu verbessern. Sprechen Sie mit Ihrem
Arzt über Entwöhnungsprogramme.
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Sonne tanken:
Vitamin D ist wichtig
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Sonne tanken:Vitamin D ist wichtig
Warum: Vitamin D ist an der
Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse beteiligt. Ein
Mangel an Vitamin D ist statistisch stark mit einem höheren
Diabetes-Risiko verknüpft.
Wie: Täglich rausgehen, im
Winter supplementieren.
KONKRET
Lassen Sie Ihren Spiegel beim Hausarzt messen. Nehmen Sie
Vitamin D immer zu einer fetthaltigen Mahlzeit ein (z.B.
Mittagessen), da es fettlöslich ist.
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Kälte nutzen:
Braunes Fett aktivieren
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Kälte nutzen:Braunes Fett aktivieren
Warum: Kältereize aktivieren
das "braune Fettgewebe". Dieses Gewebe verbrennt Zucker und
Fettsäuren, um Wärme zu produzieren. Es wirkt wie eine
"Heizung", die Glukose aus dem Blut zieht.
Wie: Wechselduschen und
kühles Schlafzimmer.
KONKRET
Duschen Sie morgens die letzten 30 Sekunden kalt (beginnen
Sie an den Beinen). Drehen Sie die Heizung im Schlafzimmer
auf 18 Grad runter.
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Füße pflegen:
Nervenschäden vorbeugen
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Füße pflegen:Nervenschäden vorbeugen
Warum: Hoher Blutzucker
schädigt die Nerven (Neuropathie) und die Durchblutung,
besonders an den Füßen. Kleine Wunden werden nicht gespürt
und heilen schlecht ("Diabetischer Fuß").
Wie: Tägliche Kontrolle.
KONKRET
Schauen Sie sich jeden Abend Ihre Füße an (auch die Sohlen,
evtl. mit Spiegel). Cremen Sie sie ein, um Risse zu
vermeiden. Gehen Sie regelmäßig zur medizinischen Fußpflege
(Podologie).
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Getränke-Falle:
Flüssiger Zucker
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Getränke-Falle:Flüssiger Zucker
Das Problem: Säfte,
Smoothies und Softdrinks enthalten Zucker in gelöster Form.
Er schießt ungebremst ins Blut, da keine Verdauungsarbeit
nötig ist. Ein Glas O-Saft wirkt fast wie Cola.
Die Lösung: Kalorien kauen,
nicht trinken.
KONKRET
Trinken Sie Wasser, ungesüßten Tee oder Kaffee. Essen Sie
das Obst am Stück. Die Fasern im Apfel bremsen den
Zuckeranstieg – im Apfelsaft fehlen sie.
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Diabetiker-Produkte:
Teuer und unnötig
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Diabetiker-Produkte:Teuer und unnötig
Das Problem: Spezielle
"Diabetiker-Schokolade" oder -Kekse enthalten oft Fruktose
(Fruchtzucker) oder Zuckeralkohole als Süßungsmittel.
Fruktose fördert die Fettleber, Zuckeralkohole verursachen
Blähungen.
Die Lösung: Normale
Lebensmittel.
KONKRET
Kaufen Sie keine speziellen Diät-Produkte. Essen Sie lieber
ein kleines Stück normale Zartbitterschokolade (70%+) mit
Genuss.
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Hungern und Schlemmen:
Der Jojo-Zucker
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Hungern und Schlemmen:Der Jojo-Zucker
Das Problem: Wer den ganzen
Tag hungert ("um Kalorien zu sparen") und abends riesige
Portionen isst, provoziert extreme Blutzuckerschwankungen.
Das belastet die Gefäße mehr als gleichmäßig hohe Werte.
Die Lösung: Regelmäßigkeit.
KONKRET
Verteilen Sie Ihre Kalorien auf 2-3 Mahlzeiten. Vermeiden
Sie riesige "Fressgelage" am Abend, da die
Insulinsensitivität nachts am schlechtesten ist.
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Obst-Irrtum:
"Viel hilft viel" stimmt nicht
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Obst-Irrtum:"Viel hilft viel" stimmt nicht
Das Problem: Obst ist
gesund, enthält aber viel Zucker (Fruktose/Glukose).
Weintrauben, Bananen und Mangos sind Zuckerbomben. Wer davon
1kg am Tag isst, treibt den Diabetes voran.
Die Lösung: Beeren
bevorzugen.
KONKRET
Beschränken Sie Obst auf 1-2 Portionen am Tag (eine Portion
= eine Handvoll). Greifen Sie zu zuckerarmen Sorten wie
Himbeeren, Heidelbeeren oder Äpfeln.
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Angst vor Fett:
Der falsche Feind
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Angst vor Fett:Der falsche Feind
Das Problem: Wer Fett
meidet, isst oft mehr Kohlenhydrate (Brot, Nudeln), um satt
zu werden. Das ist für Diabetiker fatal. Fett beeinflusst
den Blutzucker kaum und macht satt.
Die Lösung: Gesunde Fette
essen.
KONKRET
Haben Sie keine Angst vor Olivenöl, Nüssen, Avocado oder
fettem Fisch. Sie sättigen und bremsen sogar den
Zuckeranstieg der Kohlenhydrate.
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Nur Cardio:
Muskeln vergessen
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Nur Cardio:Muskeln vergessen
Das Problem: Spazieren und
Radfahren sind gut, aber Krafttraining ist der "Geheimtipp"
bei Diabetes. Muskeln verbrennen Zucker rund um die Uhr,
auch in Ruhe. Wer nur Cardio macht, verschenkt Potenzial.
Die Lösung: Hanteln und
Kniebeugen.
KONKRET
Machen Sie 2x die Woche Kraftübungen. Mehr Muskelmasse
bedeutet einen größeren "Tank" für Glukose, der den
Blutzuckerspiegel entlastet.
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Stress unterschätzen:
Warum der Wert nicht
sinkt
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Stress unterschätzen:Warum der Wert nicht sinkt
Das Problem: Sie essen
perfekt, aber der Blutzucker bleibt hoch? Schuld ist oft
Stress. Cortisol lässt die Leber Zucker ausschütten, egal
was Sie gegessen haben.
Die Lösung: Entspannung.
KONKRET
Sehen Sie Stressmanagement als Teil Ihrer Diabetes-Therapie
an, genauso wichtig wie die Ernährung.
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Light-Produkte:
Mogelpackungen
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Light-Produkte:Mogelpackungen
Das Problem: Wo "fettarm"
draufsteht, ist oft extra viel Zucker drin, damit es
schmeckt. Ein 0,1% Fett Joghurt hat oft mehr Kohlenhydrate
als die Vollfett-Variante.
Die Lösung: Zutatenliste
lesen.
KONKRET
Vergleichen Sie die Kohlenhydrat-Angaben auf der Rückseite.
Kaufen Sie naturbelassene Produkte (Naturjoghurt) und würzen
Sie selbst.
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Unregelmäßige Medikation:
Keine Basis
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Unregelmäßige Medikation:Keine Basis
Das Problem: "Heute habe ich
gut gegessen, da brauche ich die Tablette nicht." Falsch.
Viele Diabetes-Medikamente (wie Metformin) wirken
langfristig und bauen einen Spiegel auf.
Die Lösung: Treue zur
Therapie.
KONKRET
Ändern Sie die Dosis niemals eigenmächtig. Besprechen Sie
Veränderungen immer mit dem Arzt, auch wenn Ihre Werte
besser werden.
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Verdrängung:
Es tut ja nicht weh
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Verdrängung:Es tut ja nicht weh
Das Problem: Hoher
Blutzucker schmerzt nicht sofort. Die Schäden an Augen,
Nieren und Nerven passieren schleichend über Jahre. Wer die
Diagnose ignoriert, riskiert Spätschäden.
Die Lösung: Verantwortung
übernehmen.
KONKRET
Sehen Sie den HbA1c-Wert (Langzeitblutzucker) als Ihren
persönlichen Highscore an. Versuchen Sie, ihn beim nächsten
Arztbesuch zu unterbieten.