Dr. Constanze Lohse
über die besten Strategien
gegen
Erkältungsviren
Dr. Lohse ist Allgemeinärztin mit Schwerpunkt Prävention. Sie erklärt,
wie Sie Ihr Immunsystem gezielt aufrüsten, wenn der Hals kratzt, und
mit welchen Hausmitteln Sie die Virenlast effektiv senken.
Wenn die Viren angreifen, zählt jede Stunde. Diese 20 Regeln sind
Ihr Notfallplan, um die Abwehrkräfte zu aktivieren, Entzündungen zu
hemmen und schneller wieder fit zu werden.
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Der Klassiker wirkt:
Warum Hühnersuppe Medizin
ist
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Der Klassiker wirkt:Warum Hühnersuppe Medizin ist
Warum: Großmutters Hühnersuppe
ist keine Einbildung, sondern Wissenschaft. Beim Kochen von
Hühnerfleisch und Knochen wird der Eiweißstoff Cystein
freigesetzt. Dieser wirkt entzündungshemmend und lässt die
Schleimhäute abschwellen.
Wie: Essen Sie die Suppe so
heiß wie möglich. Die Dämpfe befeuchten zusätzlich die Nase.
KONKRET
Kochen Sie ein ganzes Suppenhuhn mit Karotten, Sellerie und
Zwiebeln für mindestens 90 Minuten aus. Essen Sie über den Tag
verteilt 3-4 Teller. Veganer nehmen eine kräftige Gemüsebrühe
mit viel Ingwer.
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Scharfmacher für die Durchblutung:
Ingwer gegen die
Virenlast
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Scharfmacher für die Durchblutung:Ingwer gegen die Virenlast
Warum: Ingwer enthält
Gingerole. Diese Scharfstoffe heizen dem Körper von innen ein,
fördern die Durchblutung der Schleimhäute (was Immunzellen
schneller an den Ort des Geschehens bringt) und wirken direkt
antibakteriell.
Wie: Trinken Sie Ingwertee
oder pure Ingwer-Shots.
KONKRET
Schneiden Sie ein daumengroßes Stück Ingwer in dünne Scheiben
(mit Schale, dort sitzen die meisten Wirkstoffe) und
übergießen Sie es mit heißem Wasser. Mindestens 10 Minuten
ziehen lassen.
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Munition für die Abwehr:
Natürliches Vitamin C
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Munition für die Abwehr:Natürliches Vitamin C
Warum: Bei einem Infekt sinkt
der Vitamin-C-Spiegel in den weißen Blutkörperchen rapide ab,
weil diese es im Kampf gegen die Viren verbrauchen. Sie müssen
jetzt dringend nachladen, um die Abwehr aufrechtzuerhalten.
Wie: Sanddornsaft, Paprika,
Kiwi oder Zitrusfrüchte.
KONKRET
Pressen Sie eine Zitrone erst aus, wenn der Tee auf
Trinktemperatur abgekühlt ist. Vitamin C ist extrem
hitzeempfindlich und wird durch kochendes Wasser zerstört.
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Virus-Bremse Zink:
Den Infekt abkürzen
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Virus-Bremse Zink:Den Infekt abkürzen
Warum: Zink kann verhindern,
dass sich Schnupfenviren an die Zellen der Nasenschleimhaut
andocken und vermehren. Wenn man es innerhalb der ersten 24
Stunden nimmt, kann es die Erkältung um einen Tag verkürzen.
Wie: Haferflocken, Kürbiskerne
oder – als Akuthilfe – Zink-Lutschtabletten aus der Apotheke
(ca. 10-15mg).
KONKRET
Zink wirkt am besten lokal im Rachen. Lassen Sie Zinktabletten
langsam auf der Zunge zergehen, damit der Wirkstoff direkt an
die befallenen Schleimhäute kommt.
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Gold gegen Bakterien:
Honig statt Hustensaft
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Gold gegen Bakterien:Honig statt Hustensaft
Warum: Guter Honig enthält
Enzyme und Inhibine, die antibakteriell wirken. Er legt sich
zudem wie ein Schutzfilm über die gereizten Schleimhäute im
Rachen und stillt den Hustenreiz oft besser als Medikamente.
Wie: Nehmen Sie einen Löffel
pur oder im lauwarmen Tee. Manuka-Honig ist besonders stark.
KONKRET
Lassen Sie einen Teelöffel Honig langsam im Mund zergehen,
bevor Sie ihn schlucken. Nicht in kochenden Tee rühren, da die
hitzeempfindlichen Enzyme sonst zerstört werden.
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Natürliches Antibiotikum:
Die Kraft von Zwiebeln &
Knoblauch
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Natürliches Antibiotikum:Die Kraft von Zwiebeln & Knoblauch
Warum: Zwiebelgewächse
enthalten Allicin. Dieser Schwefelstoff wirkt stark
antimikrobiell und bekämpft Bakterien und Pilze, die sich oft
als "Superinfektion" auf den Virus draufsetzen.
Wie: Essen Sie Knoblauch und
Zwiebeln so roh wie möglich oder nur kurz gedünstet.
KONKRET
Der "Allicin-Trick": Schneiden oder pressen Sie den Knoblauch
und lassen Sie ihn zwingend 10 Minuten an der Luft liegen,
bevor Sie ihn erhitzen oder essen. Erst durch den
Sauerstoffkontakt entsteht der Wirkstoff.
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Nase frei essen:
Warum Chili den Schleim löst
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Nase frei essen:Warum Chili den Schleim löst
Warum: Das Capsaicin in Chilis
reizt die Schleimhäute und sorgt dafür, dass sie stärker
durchblutet werden und mehr Flüssigkeit absondern. Das
verflüssigt zähen Schleim in den Nebenhöhlen und erleichtert
das Abfließen.
Wie: Würzen Sie Ihre Suppe mit
Cayennepfeffer, Chili-Flocken oder frischen Chilis.
KONKRET
Vorsicht bei empfindlichem Magen. Eine "scharfe" Hühnersuppe
wirkt doppelt: Die Wärme plus die Schärfe bringen die Nase
sofort zum Laufen – genau das wollen wir.
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Öle zum Trinken:
Salbei und Thymian
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Öle zum Trinken:Salbei und Thymian
Warum: Die ätherischen Öle in
Salbei und Thymian wirken desinfizierend. Thymian entspannt
zudem die Bronchien und hilft beim Abhusten. Salbei zieht die
Schleimhaut im Hals zusammen und lindert Schluckbeschwerden.
Wie: Trinken Sie über den Tag
verteilt 3-4 Tassen Arzneitee (aus der Apotheke, nicht den
aromatisierten aus dem Supermarkt).
KONKRET
Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten abgedeckt ziehen, damit die
Öle nicht verdampfen. Nutzen Sie den abgekühlten Salbeitee
auch zum Gurgeln (alle 2 Stunden).
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Hilfe aus dem Darm:
Probiotika für die Abwehr
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Hilfe aus dem Darm:Probiotika für die Abwehr
Warum: 70% unseres
Immunsystems sitzen im Darm. Eine gesunde Darmflora
unterstützt die Abwehrzellen dabei, Eindringlinge zu
bekämpfen.
Wie: Essen Sie während und
nach der Erkältung fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt,
Kefir oder Sauerkraut.
KONKRET
Wenn Sie Antibiotika nehmen müssen, essen Sie den Joghurt mit
mindestens 2 Stunden Abstand zur Tablette. Oder nehmen Sie ein
hochdosiertes Probiotikum aus der Apotheke.
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Zucker-Verbot:
Warum Süßes das Immunsystem lähmt
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Zucker-Verbot:Warum Süßes das Immunsystem lähmt
Warum: Studien zeigen, dass
der Verzehr von 100g Zucker (ca. 1 Liter Cola) die Fähigkeit
der weißen Blutkörperchen, Bakterien zu fressen, für bis zu 5
Stunden um 40% reduzieren kann. Zucker lähmt Ihre
Körperpolizei.
Wie: Verzichten Sie während
der Krankheit konsequent auf Süßigkeiten, Kuchen und
Limonaden.
KONKRET
Essen Sie Obst, wenn Sie Süßes brauchen. Der Fruchtzucker im
ganzen Apfel ist okay, Industriezucker ist während einer
Erkältung tabu.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
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Schlaf ist die beste Medizin:
Warum Ruhe jetzt alles
ist
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Schlaf ist die beste Medizin:Warum Ruhe jetzt alles ist
Warum: Im Schlaf arbeitet
das Immunsystem auf Hochtouren. Fieber entsteht oft abends,
weil der Körper dann die Viren bekämpft. Wer rumläuft, zieht
Energie vom Immunsystem ab.
Wie: Gehen Sie ins Bett.
Schlafen Sie 9, 10 oder 11 Stunden, wenn Ihr Körper das
verlangt.
KONKRET
Dunkeln Sie das Zimmer auch tagsüber ab. Jede Stunde Schlaf
spart Ihnen einen halben Tag Krankheit. Akzeptieren Sie die
Müdigkeit als Heilungsprozess.
2
Viren rauslüften:
Warum frische Luft Pflicht
ist
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Viren rauslüften:Warum frische Luft Pflicht ist
Warum: In stickiger
Heizungsluft trocknen die Schleimhäute aus (Viren dringen
leichter ein) und die Virenkonzentration im Raum steigt
extrem an. Sie atmen Ihre eigenen Keime immer wieder ein.
Wie: Stoßlüften. Fenster für
5 Minuten ganz aufreißen.
KONKRET
Lüften Sie jede Stunde für 5 Minuten. Verlassen Sie kurz den
Raum oder decken Sie sich dick zu. Die frische,
sauerstoffreiche Luft hilft den Schleimhäuten, sich zu
regenerieren.
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Feuchtigkeit marsch:
Schleimhäute feucht
halten
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Feuchtigkeit marsch:Schleimhäute feucht halten
Warum: Ihre Schleimhäute
sind die erste Barriere gegen Viren. Wenn sie durch
Heizungsluft austrocknen, bekommen sie Risse und Viren haben
freie Bahn. Nur feuchte Flimmerhärchen können Viren
abtransportieren.
Wie: Erhöhen Sie die
Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer auf 40-60%.
KONKRET
Hängen Sie feuchte Handtücher über die Heizung oder stellen
Sie eine Schale mit Wasser auf. Ein Hyaluron-Nasenspray
(ohne Gewöhnungseffekt) befeuchtet die Nase von innen.
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Dampfbad für den Kopf:
Inhalieren löst den
Schleim
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Dampfbad für den Kopf:Inhalieren löst den Schleim
Warum: Warmer Wasserdampf
befeuchtet die Atemwege bis tief in die Bronchien,
verflüssigt zähen Schleim und fördert die Durchblutung.
Wie: Klassisch mit Schüssel
und Handtuch oder mit einem Inhalator.
KONKRET
Geben Sie 2 Esslöffel Salz oder Kamillenblüten in eine
Schüssel mit heißem Wasser. Beugen Sie sich 10-15 Minuten
mit einem Handtuch über dem Kopf darüber. Atmen Sie tief
durch die Nase ein.
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Warme Füße, freie Nase:
Der Fußbad-Trick
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Warme Füße, freie Nase:Der Fußbad-Trick
Warum: Es gibt einen
Reflexbogen zwischen den Füßen und den Schleimhäuten im
Nasen-Rachen-Raum. Sind die Füße kalt, werden die
Schleimhäute schlechter durchblutet – die Abwehr sinkt.
Warme Füße = bessere Durchblutung in der Nase.
Wie: Machen Sie ein
ansteigendes Fußbad.
KONKRET
Starten Sie mit 35 Grad warmem Wasser. Gießen Sie über 15
Minuten immer heißeres Wasser dazu, bis ca. 40 Grad erreicht
sind. Danach dicke Wollsocken an und sofort ins Bett.
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Viren rausspülen:
Die Nasendusche nutzen
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Viren rausspülen:Die Nasendusche nutzen
Warum: Eine Nasendusche
spült Viren, Bakterien und Schleim mechanisch aus der Nase.
Das Salz wirkt zudem abschwellend und befeuchtend. Es ist
eines der effektivsten Mittel, um eine Nebenhöhlenentzündung
zu verhindern.
Wie: 1-2 Mal täglich mit
isotonischer Kochsalzlösung spülen.
KONKRET
Nutzen Sie lauwarmes Wasser und genau dosiertes
Nasenspülsalz (Päckchen aus der Drogerie), damit es nicht
brennt. Öffnen Sie dabei den Mund weit, damit kein Wasser in
den Rachen läuft.
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Desinfektion im Hals:
Warum Gurgeln hilft
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Desinfektion im Hals:Warum Gurgeln hilft
Warum: Die meisten Viren
sitzen im Rachenraum. Gurgeln befeuchtet die Schleimhaut und
senkt die Virenlast direkt am Ort des Geschehens.
Wie: Gurgeln Sie mit
Salzwasser oder starkem Salbeitee.
KONKRET
Lösen Sie einen halben Teelöffel Salz in einem Glas warmem
Wasser auf. Gurgeln Sie tief im Hals für 30-60 Sekunden und
spucken Sie es dann aus. Wiederholen Sie das alle 3 Stunden.
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Hoch hinaus:
Warum Sie nachts höher liegen
sollten
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Hoch hinaus:Warum Sie nachts höher liegen sollten
Warum: Im Liegen schwellen
die Schleimhäute stärker an, und der Schleim fließt nicht
ab. Das führt zu verstopfter Nase und Hustenreiz in der
Nacht.
Wie: Lagern Sie den
Oberkörper hoch.
KONKRET
Nehmen Sie ein zweites Kopfkissen oder erhöhen Sie das
Kopfteil der Matratze. Ein Winkel von ca. 30 Grad
erleichtert das Atmen und den Abfluss von Sekret aus den
Nebenhöhlen.
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Kühlen von außen:
Der Quarkwickel bei Halsweh
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Kühlen von außen:Der Quarkwickel bei Halsweh
Warum: Quark wirkt kühlend,
abschwellend und entzündungshemmend. Er entzieht dem
entzündeten Gewebe die Hitze. Ein alter, aber extrem
wirksamer Klassiker bei starken Halsschmerzen.
Wie: Streichen Sie
zimmerwarmen Quark fingerdick auf ein Küchentuch.
KONKRET
Legen Sie das Tuch mit der Quarkseite auf den Hals (nicht
auf die Wirbelsäule). Wickeln Sie einen Schal darüber.
Lassen Sie den Wickel so lange dran, bis der Quark trocken
und bröckelig wird (ca. 20-30 Min).
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Herz schonen:
Absolutes Sportverbot
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Herz schonen:Absolutes Sportverbot
Warum: Wer krank trainiert,
riskiert eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Die Viren
können das Herz angreifen, was lebensgefährlich sein kann.
"Ausschwitzen" beim Sport funktioniert nicht, es schwächt
den Körper nur zusätzlich.
Wie: 0% Sport, bis die
Symptome weg sind.
KONKRET
Faustregel: Sport erst wieder, wenn Sie 3 Tage komplett
symptomfrei sind und kein Fieber mehr haben. Starten Sie
dann nur mit 50% der gewohnten Intensität.
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Der Antibiotika-Reflex:
Warum sie oft nutzlos
sind
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Der Antibiotika-Reflex:Warum sie oft nutzlos sind
Das Problem: Über 90% der
Erkältungen werden durch Viren verursacht. Antibiotika
wirken aber NUR gegen Bakterien. Wer sie bei Schnupfen
nimmt, zerstört nur seine Darmflora, ohne den Infekt zu
heilen.
Die Lösung: Erst testen,
dann schlucken.
KONKRET
Bitten Sie Ihren Arzt, den CRP-Wert (Entzündungswert) im
Blut zu messen, bevor er ein Antibiotikum verschreibt. Das
zeigt, ob Bakterien im Spiel sind.
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Schnäuz-Panik:
Zu festes Naseputzen
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Schnäuz-Panik:Zu festes Naseputzen
Das Problem: Wer mit hohem
Druck ins Taschentuch trötet, presst den erregerhaltigen
Schleim in die Nebenhöhlen oder sogar ins Mittelohr. Das
kann eine schmerzhafte Nasennebenhöhlen- oder
Mittelohrentzündung auslösen.
Die Lösung: Sanft abtupfen
oder "hochziehen".
KONKRET
Schneuzen Sie immer nur ein Nasenloch zuhalten und mit ganz
wenig Druck. Tatsächlich ist das medizinisch verpönte
"Hochziehen" gesünder, da der Schleim in den Magen gelangt
und dort von der Magensäure neutralisiert wird.
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Nasenspray-Sucht:
Der Rebound-Effekt
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Nasenspray-Sucht:Der Rebound-Effekt
Das Problem: Abschwellendes
Nasenspray ist ein Segen für den Schlaf, aber ein Fluch bei
Dauernutzung. Nach 7 Tagen gewöhnt sich die Schleimhaut
daran und schwillt ohne Spray sofort wieder an
("Privinismus").
Die Lösung: Maximal 5-7 Tage
nutzen.
KONKRET
Nutzen Sie das Spray nur nachts zum Schlafen. Tagsüber
lieber Meerwasserspray oder Inhalieren. Wenn Sie aufhören,
entwöhnen Sie "einlochig": Erst ein Nasenloch sprayfrei
lassen, bis es sich erholt hat, dann das andere.
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Fieber sofort senken:
Die Abwehr sabotieren
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Fieber sofort senken:Die Abwehr sabotieren
Das Problem: Fieber ist
keine Krankheit, sondern die effektivste Waffe des Körpers.
Bei höheren Temperaturen können sich Viren schlechter
vermehren und Immunzellen arbeiten schneller. Wer bei 38
Grad sofort Tabletten nimmt, verlängert die Krankheit.
Die Lösung: Fieber zulassen
(wenn man sich stabil fühlt).
KONKRET
Senken Sie Fieber erst ab 39 Grad oder wenn Sie sich sehr
elend fühlen. Trinken Sie dafür umso mehr (Lindenblütentee
fördert das Schwitzen).
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Der Helden-Mythos:
Krank zur Arbeit gehen
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Der Helden-Mythos:Krank zur Arbeit gehen
Das Problem: Wer sich krank
ins Büro schleppt, arbeitet ineffektiv, macht Fehler,
verschleppt die Krankheit (Gefahr der Herzmuskelentzündung)
und steckt die Kollegen an. Niemandem ist geholfen.
Die Lösung: Bleiben Sie zu
Hause.
KONKRET
Melden Sie sich für 2-3 Tage krank, sobald Sie merken, dass
es losgeht. Oft reicht diese kurze Ruhepause, um das
Schlimmste abzuwenden.
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Zu wenig trinken:
Der Schleim bleibt fest
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Zu wenig trinken:Der Schleim bleibt fest
Das Problem: Bei Fieber und
durch Mundatmung verliert der Körper massiv Flüssigkeit.
Ohne Wasser wird der Schleim zäh und setzt sich in den
Nebenhöhlen fest. Kopfschmerzen sind die Folge.
Die Lösung: Trinken Sie 3
Liter am Tag.
KONKRET
Stellen Sie sich eine Thermoskanne Tee ans Bett. Jeder
Schleimlöser aus der Apotheke wirkt nur, wenn Sie dazu genug
trinken.
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Rauchen bei Husten:
Flimmerhärchen lähmen
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Rauchen bei Husten:Flimmerhärchen lähmen
Das Problem: Rauchen lähmt
die Flimmerhärchen in der Lunge, die den Schleim nach oben
transportieren sollen. Der "Dreck" bleibt liegen, Bakterien
vermehren sich. Eine Bronchitis wird so zur
Lungenentzündung.
Die Lösung: Absoluter
Rauchstopp bei Krankheit.
KONKRET
Nutzen Sie die Krankheit als Chance für den Entzug. Wenn es
Ihnen eh schlecht geht, schmeckt die Zigarette meist ohnehin
nicht.
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Alkohol trinken:
Der "Grog"-Irrtum
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Alkohol trinken:Der "Grog"-Irrtum
Das Problem: Ein heißer Grog
soll gesund schwitzen lassen? Falsch. Alkohol entzieht dem
Körper Wasser (dehydriert) und unterdrückt das Immunsystem.
Sie fühlen sich kurz wärmer, werden aber langsamer gesund.
Die Lösung: Heiße Zitrone
oder Ingwertee statt Rum.
KONKRET
Wenn Sie schwitzen wollen, trinken Sie Lindenblüten- oder
Holunderblütentee. Das wirkt schweißtreibend ganz ohne
Alkoholbelastung.
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Stress im Kopf:
Cortisol stoppt Heilung
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Stress im Kopf:Cortisol stoppt Heilung
Das Problem: Wer im Bett
liegt, aber ständig Mails checkt und sich Sorgen um die
Arbeit macht, produziert Stresshormone. Cortisol unterdrückt
das Immunsystem. Die Heilung dauert länger.
Die Lösung: Digital Detox.
KONKRET
Schalten Sie das Arbeitshandy aus. Die Welt dreht sich
weiter. Hören Sie Hörbücher oder schlafen Sie.
Stressvermeidung ist Teil der Therapie.
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Die Ansteckungs-Falle:
Familie nicht schützen
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Die Ansteckungs-Falle:Familie nicht schützen
Das Problem: Viele
vergessen, dass sie auch zu Hause ansteckend sind. Husten
ohne Hand vor dem Mund oder benutzte Taschentücher auf dem
Tisch verteilen Viren an die ganze Familie.
Die Lösung: Hygiene.
KONKRET
Niesen Sie in die Armbeuge, nicht in die Hand. Werfen Sie
Taschentücher sofort in den Müll. Lüften Sie häufig. Nutzen
Sie getrennte Handtücher.