Dr. Constanze Lohse
über die richtige Ernährung
für den
Kinderwunsch
Dr. Lohse ist Allgemeinärztin mit Schwerpunkt Prävention. Sie erklärt,
wie Sie durch gezielte Ernährung Ihren Hormonhaushalt harmonisieren,
die Eizellqualität verbessern und den Körper optimal auf eine
Schwangerschaft vorbereiten.
Fruchtbarkeit ist ein Zeichen von Vitalität. Diese 20 Regeln
schaffen die biologische Basis, damit Hormone in Balance kommen und
neues Leben entstehen kann.
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Insulin im Griff:
Warum Blutzucker den Eisprung
stört
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Insulin im Griff:Warum Blutzucker den Eisprung stört
Warum: Wenn Sie viel Zucker
und Weißmehl essen, steigt Ihr Insulinspiegel stark an. Zu
viel Insulin signalisiert den Eierstöcken, Testosteron zu
produzieren. Dieses männliche Hormon kann den Eisprung
unterdrücken oder ganz verhindern (ein Hauptmechanismus bei
PCOS).
Wie: Essen Sie "langsame"
Kohlenhydrate (Vollkorn, Hülsenfrüchte) und kombinieren Sie
sie immer mit Fett und Eiweiß.
KONKRET
Trinken Sie vor jeder kohlenhydratreichen Mahlzeit ein Glas
Wasser mit einem Esslöffel Apfelessig. Die Säure flacht die
Blutzuckerkurve ab und entlastet die Eierstöcke.
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Hormon-Baustoff Fett:
Keine Angst vor Kalorien
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Hormon-Baustoff Fett:Keine Angst vor Kalorien
Warum: Sexualhormone
(Östrogen, Progesteron) werden aus Cholesterin und Fettsäuren
gebaut. Eine extrem fettarme Ernährung ("Low Fat") kann dazu
führen, dass der Zyklus unregelmäßig wird oder die Periode
ganz ausbleibt, weil dem Körper die Bausteine für Hormone
fehlen.
Wie: Integrieren Sie täglich
gesunde Fette: Olivenöl, Avocados, Nüsse und fetten Fisch.
KONKRET
Essen Sie jeden Tag eine halbe Avocado oder eine Handvoll
Walnüsse. Ihr Körper braucht dieses Fett, um den
Hormonhaushalt für eine Schwangerschaft hochzufahren.
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Der frühe Vogel:
Folsäure schon vor dem Start
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Der frühe Vogel:Folsäure schon vor dem Start
Warum: Das Neuralrohr des
Babys (aus dem Rückenmark und Gehirn entstehen) schließt sich
bereits in der 4. Schwangerschaftswoche – oft bevor Sie
wissen, dass Sie schwanger sind. Folsäuremangel ist der
Hauptgrund für Fehlbildungen ("offener Rücken").
Wie: Nehmen Sie Folsäure
(Folat), sobald Sie die Pille absetzen. Zusätzlich viel grünes
Blattgemüse essen.
KONKRET
Beginnen Sie heute mit einem Folsäure-Supplement (400-800 µg).
Essen Sie dazu täglich Spinat oder Feldsalat. Grüne Blätter
sind die reichste natürliche Quelle ("Folium" = Blatt).
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Pflanzen-Power:
Die Harvard-Erkenntnis
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Pflanzen-Power:Die Harvard-Erkenntnis
Warum: Die berühmte "Nurses'
Health Study" der Harvard Universität zeigte: Frauen, die mehr
pflanzliches Eiweiß (Linsen, Bohnen, Nüsse) und weniger
tierisches Eiweiß aßen, hatten ein deutlich geringeres Risiko
für Ovulationsstörungen. Zu viel Fleisch kann Entzündungen
fördern.
Wie: Ersetzen Sie
Fleischmahlzeiten öfter durch Hülsenfrüchte.
KONKRET
Machen Sie den Tausch: Linseneintopf statt Wurstbrot.
Kichererbsen-Curry statt Hähnchen. Versuchen Sie, 50% Ihres
Proteinbedarfs pflanzlich zu decken.
5
Eizell-Qualität:
Antioxidantien als Schutzschild
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Eizell-Qualität:Antioxidantien als Schutzschild
Warum: Eizellen reifen 3
Monate lang heran, bevor sie springen. In dieser Zeit sind sie
anfällig für Schäden durch freie Radikale. Antioxidantien
schützen die DNA der Eizelle und verbessern die Chance auf
eine Befruchtung.
Wie: Essen Sie den Regenbogen.
Je bunter das Gemüse und Obst, desto mehr Schutzstoffe.
KONKRET
Essen Sie täglich eine Handvoll dunkle Beeren (Heidelbeeren,
Brombeeren). Sie enthalten Anthocyane, die besonders effektiv
die Eizell-Gesundheit unterstützen.
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Eisprung sichern:
Warum Eisenmangel fatal ist
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Eisprung sichern:Warum Eisenmangel fatal ist
Warum: Frauen mit guten
Eisenspeichern haben seltener Probleme mit dem Eisprung. Eisen
ist essenziell für die Eireifung und den Aufbau der
Gebärmutterschleimhaut. Ein Mangel kann zu Zyklen ohne
Eisprung (Anovulation) führen.
Wie: Lassen Sie Ihr Ferritin
(Speichereisen) checken und essen Sie eisenreich.
KONKRET
Essen Sie Kürbiskerne, Sesam oder Fleisch. Wichtig: Immer
zusammen mit Vitamin C (z.B. Orangensaft oder Paprika), das
verdreifacht die Eisenaufnahme. Kaffee hemmt sie – also
Abstand halten!
7
Der Vollfett-Effekt:
Milchprodukte richtig
wählen
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Der Vollfett-Effekt:Milchprodukte richtig wählen
Warum: Studien deuten darauf
hin, dass fettarme Milchprodukte (Magerquark, Magermilch) das
Risiko für Unfruchtbarkeit erhöhen können, während
Vollfettprodukte es senken. Fettarme Produkte enthalten oft
mehr Androgene (männliche Hormone) im Verhältnis zu
Östrogenen.
Wie: Greifen Sie zur
Vollfett-Variante.
KONKRET
Kaufen Sie Joghurt mit mindestens 3,5% Fett oder griechischen
Joghurt (10%). Trinken Sie Vollmilch. Genießen Sie den
Geschmack und tun Sie Ihren Hormonen etwas Gutes.
8
Energie für die Zelle:
Coenzym Q10
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Energie für die Zelle:Coenzym Q10
Warum: Die Eizelle ist die
größte Zelle des Körpers und braucht riesige Mengen Energie
für die Befruchtung und Zellteilung. Diese Energie kommt aus
den Mitochondrien. Q10 ist der Brennstoff dafür. Besonders ab
35 Jahren sinkt der Q10-Spiegel.
Wie: Essen Sie Innereien,
fetten Fisch, Nüsse oder supplementieren Sie (nach Absprache).
KONKRET
Ein Spinatsalat mit Sesam und Walnüssen ist ein guter
Q10-Lieferant. Da Q10 fettlöslich ist, muss immer Öl im
Dressing sein, damit es aufgenommen wird.
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Versteckte Gefahr:
Transfette meiden
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Versteckte Gefahr:Transfette meiden
Warum: Transfette (in
Frittiertem, Chips, billigen Backwaren) fördern Entzündungen
im Körper und stören die Insulinrezeptoren. Studien zeigen:
Schon 2% mehr Kalorien aus Transfetten können das Risiko für
Unfruchtbarkeit verdoppeln.
Wie: Kochen Sie frisch. Meiden
Sie "gehärtete Fette" auf Zutatenlisten.
KONKRET
Ersetzen Sie Pommes und Donuts durch Ofenkartoffeln und
selbstgebackene Haferkekse. Nutzen Sie hochwertiges Olivenöl
statt billiger Frittierfette.
10
Schleimhaut-Qualität:
Wasser für den
Zervixschleim
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Schleimhaut-Qualität:Wasser für den Zervixschleim
Warum: Damit Spermien zur
Eizelle gelangen können, brauchen sie fruchtbaren
Zervixschleim ("spinnbar", wie Eiweiß). Dieser Schleim besteht
zu 90% aus Wasser. Wer dehydriert ist, produziert zu wenig
oder zu zähen Schleim – eine Barriere für Spermien.
Wie: Trinken Sie 2-3 Liter
Wasser täglich.
KONKRET
Achten Sie auf Ihren Urin: Er sollte hellgelb bis klar sein.
Trinken Sie morgens direkt nach dem Aufstehen zwei große
Gläser Wasser, um die Speicher aufzufüllen.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
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Der Progesteron-Dieb:
Warum Stress unfruchtbar
macht
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Der Progesteron-Dieb:Warum Stress unfruchtbar macht
Warum: Der Körper stellt das
Stresshormon Cortisol und das Schwangerschaftshormon
Progesteron aus demselben Grundbaustoff her (Pregnenolon).
Bei Dauerstress priorisiert der Körper das Überleben
(Cortisol) und "stiehlt" den Baustoff vom Progesteron
("Pregnenolon-Steal"). Ohne Progesteron keine Einnistung.
Wie: Aktive Entspannung ist
keine Wellness, sondern Therapie.
KONKRET
Machen Sie jeden Tag 10 Minuten Yoga oder Meditation. Dies
senkt den Cortisolspiegel messbar und gibt dem Körper das
Signal: "Es ist sicher, sich fortzupflanzen."
2
Schlaf im Dunkeln:
Melatonin schützt die
Eizelle
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Schlaf im Dunkeln:Melatonin schützt die Eizelle
Warum: Melatonin ist nicht
nur ein Schlafhormon, sondern auch ein starkes Antioxidans
im Eierstock. Es schützt die Eizelle vor Schäden.
Künstliches Licht am Abend (Handy, TV) unterdrückt die
Melatoninbildung.
Wie: Schlafen Sie in
absoluter Dunkelheit.
KONKRET
Verbannen Sie blaue Lichtquellen 1 Stunde vor dem Bett.
Nutzen Sie Verdunkelungsvorhänge oder eine Schlafmaske.
Guter Schlaf reguliert auch LH und FSH
(Fruchtbarkeitshormone).
3
Bewegung mit Maß:
Nicht zu viel, nicht zu
wenig
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Bewegung mit Maß:Nicht zu viel, nicht zu wenig
Warum: Moderate Bewegung
senkt Insulin und verbessert die Fruchtbarkeit. Extremes
Training (Marathon, tägliches CrossFit) kann den Körper
jedoch so stressen, dass der Eisprung ausbleibt, weil der
Körper Energie sparen will.
Wie: Finden Sie die goldene
Mitte.
KONKRET
3-4 Mal pro Woche 30-45 Minuten (Joggen, Schwimmen,
Radfahren) sind ideal. Wenn Sie nach dem Sport völlig
erschöpft statt energiegeladen sind, war es zu viel.
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Das BMI-Fenster:
Warum Gewicht wichtig ist
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Das BMI-Fenster:Warum Gewicht wichtig ist
Warum: Fettgewebe produziert
Östrogen. Zu viel Fett führt zu Östrogendominanz, zu wenig
Fett signalisiert "Hungersnot" und stoppt den Zyklus. Beide
Extreme stören die Fruchtbarkeit massiv.
Wie: Streben Sie einen BMI
zwischen 20 und 25 an.
KONKRET
Schon eine Gewichtsabnahme von 5-10% bei Übergewicht kann
den Eisprung wieder spontan auslösen. Keine Crash-Diäten,
sondern langsame Umstellung!
5
Chemie im Alltag:
Endokrine Disruptoren meiden
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Chemie im Alltag:Endokrine Disruptoren meiden
Warum: Weichmacher (BPA,
Phthalate) in Plastik wirken im Körper wie Hormone und
können den Zyklus durcheinanderbringen. Sie werden als
"Hormonstörer" bezeichnet.
Wie: Reduzieren Sie
Plastikkontakt bei Lebensmitteln.
KONKRET
Trinken Sie aus Glasflaschen. Erwärmen Sie Essen niemals in
Plastikdosen in der Mikrowelle (Hitze löst die Chemikalien).
Nutzen Sie Glasbehälter für die Aufbewahrung.
6
Zyklus kennen:
Das fruchtbare Fenster
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Zyklus kennen:Das fruchtbare Fenster
Warum: Eine Frau ist nur an
ca. 5-6 Tagen pro Zyklus fruchtbar. Wer das Timing verpasst,
muss wieder einen Monat warten. Apps berechnen das oft nur
statistisch und falsch.
Wie: Lernen Sie Ihren Körper
kennen (NFP, Temperatur, Zervixschleim).
KONKRET
Achten Sie auf den Zervixschleim: Wenn er glasig, spinnbar
und flüssig wird (wie rohes Eiweiß), sind Sie hochfruchtbar.
Das ist zuverlässiger als jeder Kalender.
7
Zahngesundheit:
Entzündungen blockieren
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Zahngesundheit:Entzündungen blockieren
Warum: Unbehandelte
Parodontitis (Zahnfleischentzündung) erhöht die
Entzündungswerte im ganzen Körper. Das Immunsystem ist
dauerhaft aktiviert, was die Einnistung einer Eizelle
erschweren kann.
Wie: Gehen Sie zum Zahnarzt,
bevor Sie schwanger werden.
KONKRET
Nutzen Sie täglich Zahnseide. Ein gesunder Mundraum erhöht
die Chancen auf eine Schwangerschaft – bei Frauen UND
Männern (Spermienqualität leidet auch unter Entzündungen).
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Durchblutung fördern:
Wärme für den Schoß
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Durchblutung fördern:Wärme für den Schoß
Warum: Eine gut durchblutete
Gebärmutter baut eine bessere Schleimhaut auf, was die
Einnistung erleichtert. In der traditionellen Medizin gilt
ein "kalter Uterus" als Ursache für Unfruchtbarkeit.
Wie: Halten Sie Becken und
Füße warm.
KONKRET
In der ersten Zyklushälfte (vor dem Eisprung): Machen Sie
warme Sitzbäder oder legen Sie eine Wärmflasche auf den
Unterbauch. Nach dem Eisprung keine Hitze mehr direkt auf
den Bauch!
9
Männersache:
Hitze schadet den Spermien
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Männersache:Hitze schadet den Spermien
Warum: Die Hoden liegen
außerhalb des Körpers, weil Spermien es kühl mögen.
Sitzheizung, Laptop auf dem Schoß, heiße Bäder oder enge
Hosen erhöhen die Temperatur und töten Spermien ab.
Wie: Der Partner sollte auf
"Coolness" achten.
KONKRET
Weite Boxershorts statt enger Slips. Sitzheizung im Auto
auslassen. Handy nicht in der Hosentasche tragen (Strahlung
und Wärme). Spermien brauchen 3 Monate zur Erneuerung – also
jetzt anfangen.
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Geduld haben:
Die 12-Monats-Regel
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Geduld haben:Die 12-Monats-Regel
Warum: Selbst bei gesunden
Paaren beträgt die Wahrscheinlichkeit pro Zyklus nur 20-30%.
Stress durch Ungeduld ("Es hat schon wieder nicht geklappt")
verschlechtert die Chancen weiter.
Wie: Entspannen Sie sich in
den ersten 12 Monaten.
KONKRET
Planen Sie schöne Aktivitäten, die nichts mit Baby zu tun
haben. Genießen Sie die Zweisamkeit. Erst wenn es nach einem
Jahr (bei Ü35 nach 6 Monaten) nicht klappt, ist ein
Arztbesuch nötig.
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Das falsche Gleitgel:
Spermien-Bremse im Bett
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Das falsche Gleitgel:Spermien-Bremse im Bett
Das Problem: Herkömmliche
Gleitgele (und auch Speichel!) verändern den pH-Wert in der
Scheide so, dass Spermien absterben oder sich nicht mehr
bewegen können. Sie wirken fast wie Verhütungsmittel.
Die Lösung:
Kinderwunsch-Gleitgel.
KONKRET
Nutzen Sie spezielle "fertilitätsfreundliche" Gleitgele
(Pre-Seed o.ä.) oder gar nichts. Lassen Sie Vaseline und Co.
weg.
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Rauchen:
Eizell-Alterung im Zeitraffer
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Rauchen:Eizell-Alterung im Zeitraffer
Das Problem: Rauchen lässt
die Eierstöcke vorzeitig altern. Die Eizellreserve sinkt
schneller, die DNA der Eizellen wird geschädigt. Bei Männern
führt Rauchen zu weniger und deformierten Spermien.
Die Lösung: Sofortiger
Stopp.
KONKRET
Wer aufhört, verbessert seine Chancen massiv. Das gilt für
beide Partner. Passivrauchen ist genauso schädlich.
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Alkohol trinken:
Hormon-Chaos
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Alkohol trinken:Hormon-Chaos
Das Problem: Schon moderate
Mengen Alkohol (1 Glas pro Tag) können bei Frauen den
Östrogenspiegel durcheinanderbringen und den Eisprung
stören. Bei Männern senkt Alkohol den Testosteronspiegel.
Die Lösung: Verzichten Sie
in der KiWu-Phase.
KONKRET
Besonders in der zweiten Zyklushälfte (nach dem Eisprung)
sollten Frauen komplett verzichten, da eine Einnistung schon
stattgefunden haben könnte.
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Koffein-Überdosis:
Risiko für Fehlgeburten
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Koffein-Überdosis:Risiko für Fehlgeburten
Das Problem: Studien deuten
darauf hin, dass sehr hoher Kaffeekonsum (über 300-500mg)
die Zeit bis zur Schwangerschaft verlängern und das Risiko
für frühe Fehlgeburten erhöhen kann.
Die Lösung: Maximal 1-2
Tassen.
KONKRET
Beschränken Sie sich auf 200mg Koffein am Tag. Das sind ca.
2 kleine Tassen Kaffee. Denken Sie auch an Cola und
Energydrinks.
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Low-Fat-Wahn:
Hormone brauchen Fett
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Low-Fat-Wahn:Hormone brauchen Fett
Das Problem: Wer extrem
fettarm isst, entzieht dem Körper den Baustoff für
Sexualhormone. "Light"-Produkte sind oft kontraproduktiv für
die Fruchtbarkeit.
Die Lösung: Vollfett statt
Magerstufe.
KONKRET
Essen Sie normalen Joghurt, Käse und trinken Sie Vollmilch.
Die fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K) sind essenziell für
den Zyklus.
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Zu viel Sport:
Der Körper spart Energie
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Zu viel Sport:Der Körper spart Energie
Das Problem: Extremes
Training signalisiert dem Körper: "Stress, keine Energie
übrig". Als Schutz schaltet der Körper die Fruchtbarkeit ab
(Amenorrhoe), weil eine Schwangerschaft zu viel Kraft kosten
würde.
Die Lösung: Moderate
Bewegung.
KONKRET
Wenn Sie sehr intensiv trainieren und nicht schwanger
werden: Fahren Sie das Pensum runter. Ersetzen Sie HIIT
durch Yoga oder Walken.
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Den Mann vergessen:
50% der Ursache
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Den Mann vergessen:50% der Ursache
Das Problem: Oft optimiert
nur die Frau ihre Gesundheit. Aber in 50% der Fälle liegt es
an der Spermienqualität. Wenn der Mann weiter raucht und
schlecht isst, sinken die Chancen drastisch.
Die Lösung: Teamarbeit.
KONKRET
Stellen Sie beide die Ernährung um. Zink, Selen und Vitamin
C sind für die Spermienproduktion genauso wichtig wie
Folsäure für die Frau.
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Sex nach Kalender:
Lustkiller Nummer 1
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Sex nach Kalender:Lustkiller Nummer 1
Das Problem: "Wir müssen
heute, mein Eisprung ist da." Sex nach Terminplan erzeugt
massiven Druck und Stress beim Partner (bis hin zu
Erektionsstörungen). Der Spaß geht verloren.
Die Lösung: Regelmäßigkeit
statt Punktlandung.
KONKRET
Haben Sie alle 2-3 Tage Sex. Das reicht völlig aus, um das
fruchtbare Fenster zu treffen, da Spermien bis zu 5 Tage im
Körper überleben können.
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Spätes Essen:
Melatonin gestört
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Spätes Essen:Melatonin gestört
Das Problem: Melatonin
(Schlafhormon) ist wichtig für die Eizellqualität. Spätes,
schweres Essen stört die Melatoninproduktion und den Schlaf.
Das schwächt die antioxidative Abwehr der Eierstöcke.
Die Lösung: Dinner
Cancelling oder leichtes Abendessen.
KONKRET
Essen Sie mindestens 3 Stunden vor dem Schlafengehen nichts
mehr, damit der Körper nachts regenerieren kann.
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Schmerzmittel:
Ibuprofen hemmt Eisprung
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Schmerzmittel:Ibuprofen hemmt Eisprung
Das Problem: Bestimmte
Schmerzmittel (NSAR wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen)
können den Eisprung verzögern oder verhindern, wenn sie um
den Zeitpunkt des Eisprungs herum eingenommen werden.
Die Lösung: Paracetamol oder
Hausmittel.
KONKRET
Wenn Sie Schmerzmittel brauchen, greifen Sie in der
Kinderwunschzeit eher zu Paracetamol (nach Rücksprache).
Vermeiden Sie die regelmäßige Einnahme von NSAR.