Dr. Constanze Lohse
über die richtige Ernährung
bei Gicht
Dr. Constanze Lohse ist Allgemeinärztin in Norderstedt bei Hamburg,
spezialisiert auf Prävention, und bekannt als TV-Ärztin und
Buchautorin. Sie erklärt, wie Sie Harnsäurewerte natürlich senken und
schmerzhafte Anfälle vermeiden können.
Gicht ist eine Stoffwechselstörung, bei der sich scharfe Kristalle
in den Gelenken ablagern. Mit der richtigen Ernährung können Sie
diese Kristalle buchstäblich auflösen und die Nieren entlasten.
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Fleisch reduzieren:
Das Purin-Problem
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Fleisch reduzieren:Das Purin-Problem
Warum: Fleisch, Wurst und
Innereien enthalten viele Purine (Zellkerne). Wenn der Körper
diese Purine abbaut, entsteht Harnsäure. Ist zu viel davon im
Blut, kristallisiert sie aus und lagert sich als nadelförmige
Kristalle in den Gelenken ab – das verursacht die Schmerzen.
Wie: Essen Sie maximal 2 Mal
pro Woche Fleisch (150g). Meiden Sie Innereien komplett.
KONKRET
Streichen Sie vor allem "Haut" (Hähnchenhaut, Fischhaut) und
Innereien (Leber, Niere) vom Speiseplan, da diese die
allerhöchsten Purinwerte haben.
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Süße Gefahr:
Fruktose meiden
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Süße Gefahr:Fruktose meiden
Warum: Fruchtzucker (Fruktose)
ist für Gichtpatienten gefährlicher als Haushaltszucker. Beim
Abbau von Fruktose in der Leber wird massiv ATP verbraucht,
was direkt zur Bildung von Harnsäure führt. Softdrinks sind
oft schlimmer als ein Steak.
Wie: Meiden Sie Säfte,
Smoothies und gesüßte Getränke (auch mit Fruktose-Sirup).
KONKRET
Essen Sie Obst am Stück (die Ballaststoffe bremsen die
Aufnahme), aber trinken Sie es niemals. Zwei Äpfel am Tag sind
okay, ein Glas Apfelsaft (aus 4 Äpfeln) ist ein Risiko.
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Alkoholverzicht:
Besonders Bier ist tabu
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Alkoholverzicht:Besonders Bier ist tabu
Warum: Alkohol hemmt die
Harnsäureausscheidung über die Nieren. Bier (auch
alkoholfreies!) ist doppelt schädlich, da es zusätzlich extrem
viele Purine aus der Hefe enthält. Es ist der stärkste
Auslöser für Gichtanfälle.
Wie: Meiden Sie Bier und
hochprozentigen Alkohol.
KONKRET
Wenn Sie Alkohol trinken möchten, greifen Sie am ehesten zu
einem Glas trockenen Weißwein (geringster Puringehalt), aber
trinken Sie dazu immer die doppelte Menge Wasser.
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Der Milch-Effekt:
Harnsäure ausschwemmen
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Der Milch-Effekt:Harnsäure ausschwemmen
Warum: Milchprodukte sind
nicht nur purinarm, sie haben auch einen aktiven
therapeutischen Effekt. Die Milchproteine Casein und
Lactalbumin fördern die Ausscheidung von Harnsäure über die
Nieren (urikosurischer Effekt).
Wie: Essen Sie täglich
fettarme Milchprodukte (Joghurt, Quark, Milch).
KONKRET
Essen Sie jeden Tag 250g Naturjoghurt oder Quark. Fettarme
Varianten (1,5%) wirken hier oft besser, da Übergewicht Gicht
fördert und man so Kalorien spart.
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Nieren spülen:
Wasser gegen Kristalle
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Nieren spülen:Wasser gegen Kristalle
Warum: Harnsäure wird über den
Urin ausgeschieden. Wenn Sie zu wenig trinken, steigt die
Konzentration im Blut an, und das Risiko steigt, dass die
Harnsäure auskristallisiert. Viel Flüssigkeit hält die
Harnsäure in Lösung.
Wie: Trinken Sie 2,5 bis 3
Liter Wasser oder Kräutertee täglich.
KONKRET
Trinken Sie zu jedem Kaffee und zu jeder Mahlzeit ein großes
Glas Wasser. Achten Sie darauf, dass Ihr Urin hellgelb bis
klar ist. Dunkler Urin ist ein Warnsignal.
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Kaffee erlaubt:
Überraschender Schutz
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Kaffee erlaubt:Überraschender Schutz
Warum: Lange Zeit galt Kaffee
als schlecht bei Gicht. Neuere Studien zeigen das Gegenteil:
Regelmäßiger Kaffeekonsum senkt den Harnsäurespiegel. Die
enthaltenen Antioxidantien (Chlorogensäure) verbessern die
Insulinwirkung.
Wie: 3-4 Tassen Kaffee täglich
sind erlaubt und nützlich.
KONKRET
Trinken Sie den Kaffee schwarz oder mit fettarmer Milch, aber
ohne Zucker! Zucker würde den positiven Effekt zunichte
machen.
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Sauerkirschen:
Die natürliche Arznei
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Sauerkirschen:Die natürliche Arznei
Warum: Sauerkirschen
(Montmorency) enthalten Anthocyane, die ein Enzym hemmen
(Xanthinoxidase), das für die Harnsäurebildung verantwortlich
ist. Sie wirken ähnlich wie das Gicht-Medikament Allopurinol,
nur schwächer und natürlicher.
Wie: Trinken Sie
Sauerkirschsaft (Direktsaft) oder essen Sie Kirschen.
KONKRET
Bei einem akuten Gichtanfall oder zur Vorbeugung: Trinken Sie
täglich ein Glas Sauerkirschsaft. Achten Sie darauf, dass kein
Zucker zugesetzt ist.
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Vitamin C:
Hilfe für die Nieren
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Vitamin C:Hilfe für die Nieren
Warum: Vitamin C hilft den
Nieren, mehr Harnsäure auszuscheiden. Eine Supplementierung
von 500mg Vitamin C pro Tag kann den Harnsäurespiegel messbar
senken.
Wie: Essen Sie Paprika,
Zitrusfrüchte, Brokkoli oder Kohl.
KONKRET
Trinken Sie morgens ein Glas lauwarmes Wasser mit dem Saft
einer halben Zitrone. Das liefert Vitamin C und regt die
Nierenfunktion an.
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Pflanzen-Purine:
Erbsen und Linsen erlaubt?
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Pflanzen-Purine:Erbsen und Linsen erlaubt?
Warum: Früher waren
Hülsenfrüchte und Spinat wegen ihrer Purine verboten. Heute
weiß man: Pflanzliche Purine werden anders verstoffwechselt
und erhöhen das Gichtrisiko NICHT.
Wie: Sie dürfen Erbsen,
Linsen, Bohnen und Spinat essen.
KONKRET
Hülsenfrüchte sind die perfekte Proteinquelle, um Fleisch zu
ersetzen. Essen Sie lieber einen Linseneintopf als ein
Wurstbrot – es ist besser für Ihre Gelenke.
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Vorsicht beim Fasten:
Kein Nulldiät machen
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Vorsicht beim Fasten:Kein Nulldiät machen
Warum: Beim Fasten entstehen
Ketokörper. Diese konkurrieren in der Niere mit der Harnsäure
um die Ausscheidung. Die Niere scheidet lieber Ketone aus und
behält die Harnsäure. Fasten kann einen akuten Gichtanfall
auslösen.
Wie: Essen Sie regelmäßig,
nehmen Sie langsam ab.
KONKRET
Vermeiden Sie radikale Diäten und strenges Intervallfasten,
wenn Sie zu Gicht neigen. Essen Sie lieber 3-4 kleinere,
ausgewogene Mahlzeiten über den Tag verteilt.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
1
Gewicht reduzieren:
Das Fett muss weg
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Gewicht reduzieren:Das Fett muss weg
Warum: Übergewicht erhöht
die Harnsäureproduktion und hemmt gleichzeitig die
Ausscheidung. Eine langsame Gewichtsabnahme ist oft die
effektivste Maßnahme, um Gichtanfälle langfristig zu
verhindern.
Wie: Langsam abnehmen (max.
0,5kg pro Woche).
KONKRET
Fokussieren Sie sich auf den Bauchumfang. Viszerales Fett
(Bauchfett) ist hormonell aktiv und fördert Entzündungen,
die Gicht verschlimmern.
2
Kälte vs. Wärme:
Was hilft wann?
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Kälte vs. Wärme:Was hilft wann?
Warum: Im akuten Anfall ist
das Gelenk heiß und entzündet – hier hilft Kälte. Wärme
würde die Entzündung verschlimmern. Kälte betäubt den
Schmerz und verlangsamt die Entzündungsreaktion.
Wie: Kühlen Sie das
betroffene Gelenk (Eis, Quark).
KONKRET
Wickeln Sie ein Coolpack in ein Tuch (nie direkt auf die
Haut!) und kühlen Sie 10-15 Minuten mehrmals täglich. Ein
Quarkwickel entzieht zusätzlich Hitze und wirkt
abschwellend.
3
Bequeme Schuhe:
Druckstellen vermeiden
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Bequeme Schuhe:Druckstellen vermeiden
Warum: Das
Großzehengrundgelenk ist am häufigsten betroffen. Enge
Schuhe üben Druck aus und können Mikroverletzungen
verursachen, die einen Anfall triggern können, wenn die
Harnsäure bereits hoch ist.
Wie: Tragen Sie weite,
bequeme Schuhe.
KONKRET
Laufen Sie zu Hause so viel wie möglich barfuß oder in
weichen Socken, um das Gelenk zu entlasten und die
Durchblutung nicht abzuschnüren.
4
Bewegung:
Gelenke schmieren
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Bewegung:Gelenke schmieren
Warum: Moderate Bewegung
hilft, Übergewicht abzubauen und verbessert die
Stoffwechselleistung. Aber: Im akuten Anfall ist Ruhe
Pflicht!
Wie: Gelenkschonender Sport
(Radfahren, Schwimmen).
KONKRET
In der schmerzfreien Phase: Bewegen Sie sich täglich 30
Minuten. Das fördert die Durchblutung und hilft,
Harnsäurekristalle abzutransportieren.
5
Stress reduzieren:
Auslöser Nr. 2
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Stress reduzieren:Auslöser Nr. 2
Warum: Stress erhöht den
Cortisolspiegel. Cortisol fördert den Abbau von
körpereigenem Eiweiß, wobei Purine frei werden, die den
Harnsäurespiegel erhöhen können. Stress ist ein häufiger
Trigger für Anfälle.
Wie: Entspannungstechniken
lernen.
KONKRET
Nutzen Sie die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen.
Wenn Sie merken, dass Sie innerlich "unter Strom" stehen,
machen Sie eine bewusste Pause.
6
Bettdecke anheben:
Druckschmerz vermeiden
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Bettdecke anheben:Druckschmerz vermeiden
Warum: Im akuten Anfall ist
das Gelenk so empfindlich, dass selbst das Gewicht der
Bettdecke unerträgliche Schmerzen verursacht.
Wie: Bauen Sie einen
"Tunnel" im Bett.
KONKRET
Nutzen Sie einen Karton oder einen speziellen Bettbogen
unter der Decke, damit der Stoff den Fuß nicht berührt. Das
ermöglicht schmerzfreieren Schlaf.
7
Sauna mit Vorsicht:
Schwitzen konzentriert
Harnsäure
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Sauna mit Vorsicht:Schwitzen konzentriert Harnsäure
Warum: Starkes Schwitzen in
der Sauna entzieht dem Körper Wasser. Das Blutvolumen sinkt,
die Harnsäurekonzentration steigt relativ an. Das kann einen
Anfall auslösen.
Wie: Trinken Sie extrem viel
vor und während der Sauna.
KONKRET
Trinken Sie nach jedem Saunagang mindestens 0,5 Liter
Wasser. Wenn Sie sich unsicher sind, verzichten Sie lieber
auf die Sauna oder gehen Sie nur kurz rein.
8
Schlaf-Hygiene:
Cortisol senken
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Schlaf-Hygiene:Cortisol senken
Warum: Schlafmangel erhöht
den Cortisolspiegel und fördert Entzündungen im Körper. Ein
ausgeruhter Körper kann Stoffwechselprodukte besser
regulieren.
Wie: 7-8 Stunden Schlaf.
KONKRET
Versuchen Sie, vor Mitternacht ins Bett zu gehen. Die
Stunden vor Mitternacht gelten als besonders wertvoll für
die hormonelle Regeneration.
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Medikamenten-Check:
Wassertabletten prüfen
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Medikamenten-Check:Wassertabletten prüfen
Warum: Bestimmte
Medikamente, insbesondere Diuretika (Wassertabletten) und
Aspirin (in niedriger Dosierung), hemmen die
Harnsäureausscheidung der Niere und erhöhen den Spiegel.
Wie: Sprechen Sie mit Ihrem
Arzt.
KONKRET
Setzen Sie Medikamente nie eigenmächtig ab, aber fragen Sie
Ihren Arzt, ob es Alternativen gibt, die sich neutraler auf
die Harnsäure auswirken (z.B. Losartan bei Bluthochdruck).
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Regelmäßige Checks:
Werte kennen
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Regelmäßige Checks:Werte kennen
Warum: Sie spüren einen
hohen Harnsäurespiegel nicht, bis der Anfall kommt.
Regelmäßige Kontrolle hilft, rechtzeitig gegenzusteuern.
Wie: 2x jährlich Blutbild.
KONKRET
Zielwert ist in der Regel unter 6 mg/dl. Wenn Sie darüber
liegen, müssen Sie die Ernährung strenger anpassen oder über
Medikamente (Allopurinol) nachdenken.
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Nulldiät / Fasten:
Der sichere Anfall
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Nulldiät / Fasten:Der sichere Anfall
Das Problem: Wer fastet,
produziert Ketokörper. Diese konkurrieren in der Niere mit
der Harnsäure um die Ausscheidung. Die Niere scheidet lieber
Ketone aus und behält die Harnsäure. Fasten kann einen
akuten Gichtanfall auslösen.
Die Lösung: Langsam
abnehmen.
KONKRET
Machen Sie niemals Crash-Diäten oder totales Fasten, wenn
Sie Gicht haben. Essen Sie regelmäßig, um den Stoffwechsel
stabil zu halten.
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Aspirin bei Schmerzen:
Verschlimmert alles
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Aspirin bei Schmerzen:Verschlimmert alles
Das Problem:
Acetylsalicylsäure (Aspirin) hemmt schon in niedrigen Dosen
die Harnsäureausscheidung. Wer bei einem Gichtanfall Aspirin
nimmt, treibt den Spiegel noch höher.
Die Lösung: Andere
Schmerzmittel.
KONKRET
Nutzen Sie bei Schmerzen Ibuprofen oder Diclofenac (NSAR),
die zusätzlich entzündungshemmend wirken, aber die Harnsäure
nicht blockieren. Fragen Sie Ihren Arzt.
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Bier trinken:
Purine plus Alkohol
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Bier trinken:Purine plus Alkohol
Das Problem: Bier ist der
größte Feind bei Gicht. Es enthält Alkohol (hemmt
Ausscheidung) UND viele Purine aus der Hefe (erhöht
Produktion). Auch alkoholfreies Bier ist wegen der Hefe
problematisch.
Die Lösung: Verzicht.
KONKRET
Wechseln Sie zu alkoholfreiem Wein oder Schorlen. Bier
sollte die absolute Ausnahme bleiben.
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Smoothie-Wahn:
Fruktose-Bombe
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Smoothie-Wahn:Fruktose-Bombe
Das Problem: Viele trinken
Smoothies, um gesund zu leben. Aber die massierte Fruktose
treibt den Harnsäurespiegel sofort nach oben. Fruktoseabbau
verbraucht Energie, wobei Harnsäure als Abfallprodukt
entsteht.
Die Lösung: Obst essen,
nicht trinken.
KONKRET
Meiden Sie auch Softdrinks, die mit "Fruktose-Glukose-Sirup"
gesüßt sind. Das ist pures Gicht-Futter.
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Zu wenig trinken:
Kristalle bilden sich
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Zu wenig trinken:Kristalle bilden sich
Das Problem: Harnsäure muss
in Wasser gelöst werden, um ausgeschieden zu werden. Wer zu
wenig trinkt, erhöht die Konzentration im Blut – die Gefahr
der Kristallbildung steigt.
Die Lösung: 2-3 Liter
täglich.
KONKRET
Trinken Sie besonders abends noch ein großes Glas Wasser,
damit der Urin über Nacht nicht zu stark konzentriert.
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Hülsenfrüchte meiden:
Veraltetes Wissen
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Hülsenfrüchte meiden:Veraltetes Wissen
Das Problem: Viele
Gichtpatienten meiden Erbsen, Linsen und Spinat aus Angst
vor Purinen. Studien zeigen aber: Pflanzliche Purine erhöhen
das Gichtrisiko NICHT. Wer sie meidet, isst oft mehr
Ungesundes stattdessen.
Die Lösung: Pflanzen essen.
KONKRET
Sie dürfen Linseneintopf und Spinat essen. Die Vorteile
(Ballaststoffe, Vitamine) überwiegen bei weitem.
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Versteckte Innereien:
Leberwurst & Co.
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Versteckte Innereien:Leberwurst & Co.
Das Problem: Viele wissen,
dass Innereien (Leber, Niere) Purinbomben sind, vergessen
aber, dass Leberwurst oder Blutwurst genau daraus bestehen.
Ein Leberwurstbrot kann so viel Purin haben wie ein Steak.
Die Lösung: Aufschnitt
prüfen.
KONKRET
Greifen Sie zu gekochtem Schinken, Putenbrust oder
vegetarischen Aufstrichen. Lassen Sie Leberwurst im Regal.
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Schuhe ignorieren:
Druck löst Anfall aus
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Schuhe ignorieren:Druck löst Anfall aus
Das Problem: Gichtkristalle
lagern sich bevorzugt in Gelenken ab, die mechanisch gereizt
werden oder kalt sind. Enge Schuhe, die auf den großen Zeh
drücken, können einen Anfall provozieren.
Die Lösung: Bequeme Schuhe.
KONKRET
Tragen Sie weite Schuhe und halten Sie die Füße warm. Kälte
fördert das Auskristallisieren der Harnsäure.
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Medikamente absetzen:
Sobald Schmerz weg ist
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Medikamente absetzen:Sobald Schmerz weg ist
Das Problem: Allopurinol
senkt den Harnsäurespiegel langfristig. Viele setzen es ab,
wenn der Anfall vorbei ist. Das ist falsch: Die Kristalle
sind noch da und wachsen weiter, bis der nächste Anfall
kommt.
Die Lösung: Dauertherapie.
KONKRET
Harnsäuresenkung ist eine Daueraufgabe. Setzen Sie
Medikamente nie ohne Arzt ab, sonst riskieren Sie chronische
Gelenkschäden.
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Fischhaut essen:
Pure Purine
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Fischhaut essen:Pure Purine
Das Problem: Fisch ist
gesund (Omega-3), aber die Haut enthält extrem viele Purine.
Wer gebratenen Fisch mit Haut isst, nimmt unnötig viel
Harnsäure-Potential auf.
Die Lösung: Fisch ohne Haut.
KONKRET
Entfernen Sie die Haut vor oder nach dem Braten. Meiden Sie
Fischkonserven wie Sprotten oder Sardinen, die mit Haut und
Gräten gegessen werden.