Dr. Constanze Lohse
über das Chamäleon
der Intoleranzen
Dr. Constanze Lohse ist Allgemeinärztin in Norderstedt bei Hamburg,
spezialisiert auf Prävention, und bekannt als TV-Ärztin und
Buchautorin. Sie erklärt, warum Histaminintoleranz nicht nur vom Essen
kommt, sondern ein "volles Fass" ist, das durch Stress und Hormone zum
Überlaufen gebracht wird.
Histamin ist kein Gift, sondern ein wichtiger Botenstoff. Das
Problem ist nicht der Stoff selbst, sondern das Ungleichgewicht
zwischen Aufnahme und Abbau durch das Enzym DAO.
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Frische ist Trumpf:
Lagerung erzeugt Histamin
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Frische ist Trumpf:Lagerung erzeugt Histamin
Warum: Histamin entsteht, wenn
Bakterien die Aminosäure Histidin abbauen. Dieser Prozess
beginnt sofort nach der Ernte oder Schlachtung. Je länger ein
Lebensmittel lagert oder reift, desto mehr Histamin enthält
es. Ein aufgewärmtes Essen vom Vortag kann für Empfindliche
schon zu viel sein.
Wie: Kochen Sie frisch und
essen Sie es sofort.
KONKRET
Wenn Sie Reste haben: Nicht in den Kühlschrank stellen,
sondern sofort (!) einfrieren. Durch das Einfrieren wird die
Histaminbildung gestoppt. Nach dem Auftauen sofort verzehren.
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Die Tomaten-Falle:
Ein starker Liberator
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Die Tomaten-Falle:Ein starker Liberator
Warum: Tomaten enthalten
selbst nicht extrem viel Histamin, aber sie sind sogenannte
"Liberatoren". Sie sorgen dafür, dass körpereigenes Histamin
aus den Mastzellen freigesetzt wird. Konzentrierte Produkte
wie Ketchup oder Tomatenmark sind besonders aggressiv.
Wie: Meiden Sie Tomatensoßen,
Ketchup und Pizza.
KONKRET
Eine Paprikasoße (aus geschmorter roter Spitzpaprika) ist eine
hervorragende, verträgliche Alternative zur klassischen
Tomatensoße für Nudeln.
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Junger Käse:
Reifung vermeiden
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Junger Käse:Reifung vermeiden
Warum: Käse reift durch
Bakterienkulturen. Je länger er reift, desto härter und
würziger wird er – und desto mehr Histamin enthält er.
Parmesan und alter Gouda sind Histaminbomben.
Wie: Greifen Sie zu jungem
Käse, Butterkäse, jungem Gouda oder Frischkäse.
KONKRET
Machen Sie den "Riech-Test": Wenn ein Käse stark riecht, hat
er viel Histamin. Mozzarella, Hüttenkäse und Quark sind in der
Regel sicher und gut verträglich.
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Essig-Check:
Essenz statt Balsamico
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Essig-Check:Essenz statt Balsamico
Warum: Essig entsteht durch
Fermentation (Gärung). Rotweinessig und Balsamico enthalten
sehr viel Histamin. Balsamico enthält zudem oft Sulfite, die
zusätzlich Probleme machen.
Wie: Nutzen Sie Essigessenz
(verdünnt) oder Apfelessig.
KONKRET
Essigessenz (synthetisch hergestellt) ist chemisch rein und
enthält null Histamin. Verdünnen Sie sie mit Wasser (1:4) und
nutzen Sie sie für Salate. Verjus (Saft aus unreifen Trauben)
ist die Gourmet-Alternative.
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Fisch ist heikel:
Nur schockgefrostet
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Fisch ist heikel:Nur schockgefrostet
Warum: Fisch verdirbt extrem
schnell. Dabei bilden Bakterien riesige Mengen Histamin.
"Frischer" Fisch an der Theke liegt oft schon Tage auf Eis –
zu lange für Intolerante.
Wie: Kaufen Sie nur
Tiefkühlfisch, der noch auf dem Schiff gefrostet wurde.
KONKRET
Tauen Sie den Fisch schnell im kalten Wasserbad auf (nicht
langsam im Kühlschrank) und braten Sie ihn sofort.
Geräucherter Fisch, Marinaden und Thunfisch aus der Dose sind
absolut tabu.
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Brot und Hefe:
Die Backzeit entscheidet
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Brot und Hefe:Die Backzeit entscheidet
Warum: Hefe an sich ist oft
okay, aber Hefeextrakt (Geschmacksverstärker) ist sehr
histaminreich. Sauerteig ist verträglich, wenn er traditionell
lange geführt wurde.
Wie: Backen Sie mit
Weinstein-Backpulver oder fragen Sie den Bäcker.
KONKRET
Ein einfaches Irisches Sodabrot (mit Natron gebacken) gelingt
in 30 Minuten und ist garantiert histaminfrei, da keine Gärung
stattfindet. Meiden Sie Fertigbackwaren mit vielen
Zusatzstoffen.
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Alkohol:
Der doppelte Hammer
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Alkohol:Der doppelte Hammer
Warum: Alkohol ist ein
DAO-Blocker (hemmt das Abbauenzym) UND erweitert die Gefäße
(verstärkt Kopfschmerzen). Rotwein und Weizenbier enthalten
zusätzlich viel Histamin. Das ist der Super-GAU.
Wie: Wenn überhaupt, dann
klare Schnäpse (Gin, Wodka) oder trockener Weißwein.
KONKRET
Es gibt speziellen histaminarmen Wein ("histamingeprüft").
Trinken Sie zu jedem Schluck Alkohol ein Glas Wasser, um den
Effekt abzumildern.
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Schokolade:
Weiß statt Dunkel
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Schokolade:Weiß statt Dunkel
Warum: Kakao ist ein
Histaminliberator (setzt körpereigenes Histamin frei) und
enthält Tyramin, das Kopfschmerzen auslösen kann. Je dunkler
die Schokolade, desto problematischer.
Wie: Wechseln Sie zu weißer
Schokolade.
KONKRET
Weiße Schokolade enthält nur Kakaobutter, aber keine
Kakaomasse. Sie ist meist gut verträglich. Achten Sie darauf,
dass keine künstlichen Aromen oder Farbstoffe enthalten sind.
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Nüsse:
Macadamia ja, Walnuss nein
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Nüsse:Macadamia ja, Walnuss nein
Warum: Walnüsse, Cashews und
Erdnüsse sind starke Liberatoren und enthalten biogene Amine,
die das DAO-Enzym beschäftigen. Sie lösen oft Hautausschläge
aus.
Wie: Essen Sie Macadamias,
Pistazien oder Mandeln.
KONKRET
Mandeln sind meist gut verträglich, sollten aber ungeschält
(braune Haut) getestet werden. Macadamianüsse sind die
sicherste Wahl für Histamin-Patienten.
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Vitamin C:
Das natürliche Antihistamin
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Vitamin C:Das natürliche Antihistamin
Warum: Vitamin C hilft dem
Körper, Histamin schneller abzubauen. Da viele Obstsorten
(Zitrusfrüchte, Erdbeeren) bei HIT nicht gehen, ist die
Versorgung oft schwierig.
Wie: Paprika, Brokkoli,
Kartoffeln oder Ascorbinsäure-Pulver.
KONKRET
Reine Ascorbinsäure (Pulver aus der Drogerie) ist gut
verträglich, da sie keine Zusatzstoffe hat. Eine Messerspitze
mehrmals täglich in Wasser hilft, den Histaminspiegel zu
senken.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
1
Stress-Management:
Mastzellen beruhigen
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Stress-Management:Mastzellen beruhigen
Warum: Stresshormone
veranlassen die Mastzellen im Körper, gespeichertes Histamin
schlagartig freizusetzen. Ein stressiger Tag kann Symptome
auslösen, obwohl Sie "sauber" gegessen haben.
Wie: Yoga, Meditation,
Schlaf.
KONKRET
Planen Sie "Pufferzeiten" im Alltag ein. Hektik ist Gift.
Bauen Sie 5 Minuten Atemübungen ein, bevor Sie essen, um den
Körper in den Ruhemodus zu bringen.
2
Sport-Dosierung:
Nicht übertreiben
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Sport-Dosierung:Nicht übertreiben
Warum: Extremes
Ausdauertraining oder schweres Krafttraining bedeutet Stress
für den Körper und setzt Histamin frei. Viele Betroffene
bekommen nach dem Sport einen "Flush" (rotes Gesicht) oder
Kopfweh.
Wie: Moderates Training im
aeroben Bereich.
KONKRET
Walken, leichtes Joggen oder Yoga sind besser als HIIT oder
Marathon. Achten Sie auf Pausen, damit der Histaminspiegel
wieder sinken kann.
3
Darmgesundheit:
Dysbiose beheben
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Darmgesundheit:Dysbiose beheben
Warum: Fäulnisbakterien im
Darm produzieren selbst Histamin. Wenn die Darmflora gestört
ist ("Leaky Gut"), ist der Körper permanent mit Histamin
überflutet, unabhängig vom Essen.
Wie: Vorsichtige
Darmsanierung.
KONKRET
Achtung bei Probiotika: Viele Stämme (wie Lactobacillus
casei oder bulgaricus) produzieren Histamin! Nutzen Sie nur
spezielle Präparate für Histaminintoleranz (z.B. mit
Bifidobakterien).
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Medikamente:
DAO-Blocker meiden
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Medikamente:DAO-Blocker meiden
Warum: Viele gängige
Medikamente blockieren das Enzym DAO, das Histamin abbaut.
Dazu gehören Schmerzmittel (NSAR wie Diclofenac),
Schleimlöser (ACC) und manche Antibiotika.
Wie: Checken Sie Ihre
Hausapotheke.
KONKRET
Ibuprofen und Paracetamol sind bei HIT meist verträglicher
als Aspirin oder Novalgin. Sprechen Sie bei chronischer
Einnahme unbedingt mit Ihrem Arzt über Alternativen.
5
Schlaf & Rhythmus:
Regeneration
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Schlaf & Rhythmus:Regeneration
Warum: Histamin ist ein
"Wachmacher"-Hormon. Ein zu hoher Spiegel führt oft zu
Schlafstörungen (Einschlafen geht, Durchschlafen nicht).
Schlafmangel wiederum stresst den Körper -> mehr Histamin.
Wie: Abends histaminarm
essen.
KONKRET
Meiden Sie abends gereiften Käse, Wein oder Schokolade. Ein
histaminarmes Abendessen (z.B. Kartoffeln mit Quark) kann
die Schlafqualität deutlich verbessern.
6
Hormone:
PMS und Histamin
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Hormone:PMS und Histamin
Warum: Östrogen fördert die
Histaminausschüttung. Kurz vor der Periode (wenn Hormone
schwanken) sind viele Frauen viel empfindlicher.
Menstruationsbeschwerden sind oft eigentlich
Histaminbeschwerden.
Wie: Zyklus beobachten.
KONKRET
Seien Sie in der Woche vor der Periode besonders streng mit
der Diät. Was Sie sonst vertragen, kann in dieser Woche zu
viel sein.
7
Umweltfaktoren:
Düfte und Rauch
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Umweltfaktoren:Düfte und Rauch
Warum: Starke Gerüche,
Chemikalien, Zigarettenrauch oder Autoabgase können die
Mastzellen reizen und Histamin freisetzen, auch ohne Essen.
Wie: Meiden Sie Duftstoffe.
KONKRET
Nutzen Sie unparfümierte Waschmittel und Kosmetika. Lüften
Sie gut. Meiden Sie verrauchte Räume konsequent.
8
Hitze und Kälte:
Physikalischer Reiz
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Hitze und Kälte:Physikalischer Reiz
Warum: Plötzliche
Temperaturwechsel (Sauna, Eisbad) oder starke
Sonneneinstrahlung stressen den Körper und triggern
Histamin. "Sonnenallergie" ist oft Histamin.
Wie: Extreme meiden.
KONKRET
Duschen Sie lauwarm statt heiß/kalt. Seien Sie vorsichtig
mit der Sauna. Schützen Sie sich gut vor direkter Sonne.
9
DAO-Tabletten:
Die Krücke für Ausnahmen
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DAO-Tabletten:Die Krücke für Ausnahmen
Warum: Es gibt das Enzym DAO
als Nahrungsergänzungsmittel (aus Schweineniere). Es kann
helfen, Histamin im Darm abzubauen, wenn man mal sündigen
"muss" (Hochzeit, Reise).
Wie: 15 Minuten vor dem
Essen einnehmen.
KONKRET
Nutzen Sie DAO-Tabletten als Notfallschirm für soziale
Anlässe, aber nicht als Freifahrtschein für tägliche Pizza
und Rotwein. Sie wirken nur im Darm, nicht gegen
körpereigenes Histamin.
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Symptom-Tagebuch:
Das Chamäleon enttarnen
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Symptom-Tagebuch:Das Chamäleon enttarnen
Warum: Histamin wirkt oft
zeitverzögert. Die Kopfschmerzen am Morgen können vom Käse
am Vorabend kommen. Ohne Aufschreiben erkennt man den
Zusammenhang nie.
Wie: App oder Notizbuch.
KONKRET
Notieren Sie nicht nur Essen, sondern auch Stress, Periode
und Medikamente. Nur so finden Sie Ihre individuelle
"Toleranzgrenze".
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Aufwärmen:
Die 24-Stunden-Regel
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Aufwärmen:Die 24-Stunden-Regel
Das Problem: "Meal Prep" ist
gesund, aber nicht bei Histamin. Gekochte Speisen im
Kühlschrank entwickeln weiter Histamin. Ein Spinatgericht
vom Vortag kann heftige Symptome auslösen.
Die Lösung: Einfrieren.
KONKRET
Stellen Sie Reste niemals einfach in den Kühlschrank für
morgen. Frieren Sie sie sofort portionsweise ein und tauen
Sie sie erst kurz vor dem Essen auf.
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Fermentiertes:
Gesund, aber nicht für Sie
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Fermentiertes:Gesund, aber nicht für Sie
Das Problem: Sauerkraut,
Kimchi, Sojasauce und Kombucha sind fermentiert. Bakterien
haben dort gearbeitet – und dabei massenhaft Histamin
produziert.
Die Lösung: Frisches Gemüse.
KONKRET
Essen Sie frischen Weißkohl statt Sauerkraut. Würzen Sie mit
Salz und Kräutern statt mit Sojasauce.
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Schwarzer Tee:
Blockiert den Abbau
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Schwarzer Tee:Blockiert den Abbau
Das Problem: Schwarzer und
grüner Tee (sowie Mate) hemmen durch das enthaltene Tein und
andere Stoffe das Enzym DAO im Darm. Das Histamin aus der
Nahrung kann nicht abgebaut werden.
Die Lösung: Kräutertee.
KONKRET
Pfefferminze, Salbei, Kamille oder Rooibos sind sichere
Alternativen. Kaffee ist in Maßen meist okay (Espresso
besser als Filterkaffee).
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Avocado & Spinat:
Die "gesunde" Falle
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Avocado & Spinat:Die "gesunde" Falle
Das Problem: Avocado, Spinat
und Auberginen gelten als Superfoods, enthalten aber von
Natur aus viel Histamin oder wirken als Liberatoren. Sie
sind oft Auslöser für "unerklärliche" Beschwerden.
Die Lösung: Andere Sorten.
KONKRET
Greifen Sie zu Zucchini, Brokkoli, Spargel oder Gurke. Diese
sind histaminarm und sicher.
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Knochenbrühe:
Zu lange gekocht
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Knochenbrühe:Zu lange gekocht
Das Problem: Bone Broth ist
Trend, aber durch das stundenlange Auskochen von Knochen und
Fleisch entsteht extrem viel Histamin. Für Betroffene oft
unverträglich.
Die Lösung: Schnelle Suppen.
KONKRET
Machen Sie Gemüsesuppen oder kochen Sie Fleisch nur kurz
("Minutensteaks"). Meiden Sie lang geschmorte Gerichte wie
Gulasch.
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Weizenkeime:
Polyamide blockieren
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Weizenkeime:Polyamide blockieren
Das Problem: Weizenkeime
werden oft als gesundes Topping empfohlen, enthalten aber
viele biogene Amine (Polyamide), die das Abbauenzym DAO
besetzen.
Die Lösung: Haferflocken.
KONKRET
Nutzen Sie Haferflocken, Kokosflocken oder Chiasamen als
Topping für Ihr Müsli.
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Jodsalz:
Oft mit Zusatzstoffen
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Jodsalz:Oft mit Zusatzstoffen
Das Problem: Manche Jodsalze
oder Gewürzmischungen enthalten Rieselhilfen oder
Geschmacksverstärker (Glutamat), die bei Histaminintoleranz
Probleme machen können. Jod selbst kann bei manchen auch
triggern (umstritten).
Die Lösung: Reines Meersalz.
KONKRET
Kaufen Sie reines Meersalz oder Steinsalz ohne Zusätze.
Würzen Sie mit frischen Kräutern statt mit "Fix"-Produkten.
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Zu einseitig essen:
Nährstoffmangel
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Zu einseitig essen:Nährstoffmangel
Das Problem: Aus Angst vor
Symptomen essen viele nur noch Reis und Kartoffeln. Der
Nährstoffmangel (Vitamin C, B6, Kupfer) führt dazu, dass der
Körper noch weniger DAO produzieren kann. Ein Teufelskreis.
Die Lösung: Rotation.
KONKRET
Versuchen Sie, so vielfältig wie möglich innerhalb der
erlaubten Lebensmittel zu essen. Kochen Sie frisch und bunt.
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Erdbeeren:
Die Pseudo-Allergie
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Erdbeeren:Die Pseudo-Allergie
Das Problem: Erdbeeren und
Zitrusfrüchte sind klassische Liberatoren. Sie enthalten
kaum Histamin, sorgen aber für eine massive Ausschüttung im
Körper.
Die Lösung: Andere Früchte.
KONKRET
Greifen Sie zu Äpfeln, Kirschen, Aprikosen, Heidelbeeren
oder Mango. Diese sind meist gut verträglich.
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Backpulver vergessen:
Hefe-Unverträglichkeit
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Backpulver vergessen:Hefe-Unverträglichkeit
Das Problem: Viele reagieren
auf Hefegebäck. Nicht wegen der Hefe an sich, sondern wegen
der langen Gehzeit und Gärung, die Histamin bildet.
Die Lösung: Quark-Öl-Teig
oder Weinstein.
KONKRET
Backen Sie mit Weinstein-Backpulver. Das geht schneller und
ist histaminfrei. Irisches Sodabrot ist eine tolle
Alternative zu Hefebrot.