Dr. Constanze Lohse
über Nahrung für die Seele und
emotionales
Gleichgewicht
Dr. Constanze Lohse ist Allgemeinärztin in Norderstedt bei Hamburg,
spezialisiert auf Prävention, und bekannt als TV-Ärztin und
Buchautorin. Sie erklärt, warum ein gesunder Darm für gute Laune sorgt
und wie Sie Wutanfälle durch stabilen Blutzucker vermeiden können.
Ein hungriges Kind ist ein wütendes Kind ('hangry'). Der kürzeste
Weg zu besserer Laune führt nicht über Schokolade, sondern über
einen stabilen Blutzucker und echte Zuwendung.
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Blutzucker stabilisieren: "Hangry" vermeiden
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Blutzucker stabilisieren: "Hangry" vermeiden
Warum: Wenn der Blutzucker
abstürzt, schüttet der Körper Stresshormone (Adrenalin,
Cortisol) aus. Das führt zu Reizbarkeit und Wutanfällen.
Zucker verstärkt dieses Auf und Ab.
Wie: Komplexe Kohlenhydrate
statt Süßkram.
KONKRET
Geben Sie Vollkornbrot, Haferflocken oder Nüsse statt Weißbrot
oder Kekse. Diese halten satt und die Laune stabil.
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Tryptophan: Baustoff für Glückshormone
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Tryptophan: Baustoff für Glückshormone
Warum: Tryptophan ist eine
Aminosäure, aus der der Körper das "Glückshormon" Serotonin
baut. Ein Mangel kann die Stimmung drücken.
Wie: Bananen, Kakao, Hafer,
Milch.
KONKRET
Ein warmes Porridge mit Banane und etwas ungesüßtem Kakao ist
ein echtes "Happy Meal".
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Omega-3: Gehirn in Balance
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Omega-3: Gehirn in Balance
Warum: Omega-3-Fettsäuren sind
entscheidend für die Nervenfunktion. Studien zeigen, dass sie
Stimmungsschwankungen und Aggressivität bei Kindern mindern
können.
Wie: Walnüsse, Leinöl, fetter
Fisch.
KONKRET
Mischen Sie täglich einen Teelöffel Leinöl in den Joghurt oder
geben Sie eine Handvoll Walnüsse als Snack.
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Magnesium: Nerven beruhigen
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Magnesium: Nerven beruhigen
Warum: Magnesium ist das
"Anti-Stress-Mineral". Es entspannt die Muskeln und das
Nervensystem. Ein Mangel macht dünnhäutig und reizbar.
Wie: Vollkornprodukte, Nüsse,
Hülsenfrüchte.
KONKRET
Ein Müsli mit Sonnenblumenkernen und Haferflocken ist ein
guter Magnesium-Start in den Tag.
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Darmgesundheit: Happy Gut = Happy Child
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Darmgesundheit: Happy Gut = Happy Child
Warum: 90% des Serotonins
(Glückshormon) werden im Darm gebildet. Eine gesunde Darmflora
beeinflusst die Stimmung direkt ("Bauchgefühl").
Wie: Probiotika (Joghurt) und
Ballaststoffe.
KONKRET
Bieten Sie täglich Naturjoghurt an. Vermeiden Sie zu viel
Zucker, da er die schlechten Bakterien füttert.
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Wasser trinken: Den Kopf klären
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Wasser trinken: Den Kopf klären
Warum: Dehydrierung führt zu
Kopfschmerzen, Müdigkeit und schlechter Laune. Kinder
vergessen oft das Trinken.
Wie: Wasser immer griffbereit.
KONKRET
Wenn das Kind quengelig wird: Erst mal ein Glas Wasser
anbieten. Oft hebt sich die Laune danach von selbst.
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B-Vitamine: Starke Nerven
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B-Vitamine: Starke Nerven
Warum: Vitamin B6 und B12 sind
essenziell für die Nervenfunktion und die Psyche. Ein Mangel
macht reizbar.
Wie: Vollkorn, Milchprodukte,
Eier, Fleisch.
KONKRET
Ein Käsebrot aus Vollkorn ist die perfekte Nervennahrung.
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Vitamin D: Das Sonnen-Vitamin
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Vitamin D: Das Sonnen-Vitamin
Warum: Vitamin-D-Mangel (im
Winter häufig) drückt auf die Stimmung ("Winterblues").
Wie: Rausgehen, Fisch oder
Supplemente.
KONKRET
Besprechen Sie mit dem Kinderarzt, ob Vitamin-D-Tropfen im
Winter sinnvoll sind. Nutzen Sie jeden Sonnenstrahl.
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Buntes Essen: Auge isst mit
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Buntes Essen: Auge isst mit
Warum: Psychologisch gesehen
heben bunte Farben die Stimmung. Ein grauer Brei macht keine
Freude.
Wie: Rotes, Gelbes, Grünes
kombinieren.
KONKRET
Legen Sie ein Gesicht aus Gemüse aufs Brot. Nutzen Sie bunte
Teller. Das macht Spaß und Vorfreude.
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Soul Food: Gesundes Lieblingsessen
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Soul Food: Gesundes Lieblingsessen
Warum: Essen soll Genuss sein.
Ein Lieblingsessen tröstet und macht glücklich. Es muss nicht
immer "super gesund" sein, aber man kann es aufwerten.
Wie: Kompromisse finden.
KONKRET
Wenn das Kind Nudeln liebt: Machen Sie eine leckere
Tomatensoße mit viel püriertem Gemüse dazu. Das ist Soul Food
mit Vitaminen.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE & ALLTAG
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Bewegung: Endorphine tanken
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Bewegung: Endorphine tanken
Warum: Sport und Toben
setzen Glückshormone (Endorphine) frei und bauen
Stresshormone ab. Ein ausgepowertes Kind ist ein
ausgeglichenes Kind.
Wie: Täglich raus und
rennen.
KONKRET
Gehen Sie auf den Spielplatz, spielen Sie Fangen oder
Fußball. 30 Minuten reichen oft schon.
2
Schlaf: Müde macht mürrisch
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Schlaf: Müde macht mürrisch
Warum: Schlafmangel ist der
Launenkiller Nummer 1. Das Gehirn kann Emotionen schlechter
regulieren.
Wie: Früh ins Bett.
KONKRET
Achten Sie auf feste Schlafzeiten. Wenn das Kind morgens
geweckt werden muss, geht es zu spät ins Bett.
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Licht: Sonne macht froh
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Licht: Sonne macht froh
Warum: Tageslicht fördert
die Serotonin-Produktion. Dunkle Zimmer drücken die
Stimmung.
Wie: Rausgehen, auch bei
Wolken.
KONKRET
Nutzen Sie die hellen Stunden des Tages für Aktivitäten.
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Kuscheln: Oxytocin tanken
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Kuscheln: Oxytocin tanken
Warum: Körperkontakt senkt
Stress und gibt Sicherheit. Ein Kind, das sich geborgen
fühlt, ist fröhlicher.
Wie: Umarmen, Knuddeln,
Massieren.
KONKRET
Nehmen Sie sich Zeit für körperliche Nähe, besonders wenn
das Kind quengelig ist (statt zu schimpfen).
5
Zuhören: Gefühle ernst nehmen
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Zuhören: Gefühle ernst nehmen
Warum: Frust entsteht oft,
weil Kinder sich nicht verstanden fühlen. Validierung ("Ich
sehe, dass du wütend bist") beruhigt.
Wie: Auf Augenhöhe gehen.
KONKRET
Spiegeln Sie die Gefühle des Kindes, statt sie wegzureden
("Ist doch nicht so schlimm").
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Kreativität: Flow erleben
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Kreativität: Flow erleben
Warum: Malen, Basteln oder
Bauen kann in einen meditativen Zustand ("Flow") führen, der
sehr zufrieden macht.
Wie: Material bereitstellen,
nicht bewerten.
KONKRET
Legen Sie Stifte und Papier hin. Lassen Sie das Kind einfach
machen, ohne das Ergebnis zu korrigieren.
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Natur: Stresspuffer
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Natur: Stresspuffer
Warum: Wald und Wiese
beruhigen das Nervensystem nachweislich.
Wie: Ab ins Grüne.
KONKRET
Ein Spaziergang im Wald senkt den Stresspegel oft in
Minuten.
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Musik & Tanz: Sofort-Hilfe
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Musik & Tanz: Sofort-Hilfe
Warum: Musik beeinflusst
Emotionen direkt. Tanzen baut Spannung ab.
Wie: Lieblingslied laut
anmachen.
KONKRET
Wenn die Stimmung kippt: "Stopp-Tanz" oder wildes Hüpfen zur
Musik.
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Struktur: Sicherheit
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Struktur: Sicherheit
Warum: Kinder brauchen
Vorhersehbarkeit. Chaos macht unsicher und launisch.
Wie: Feste Zeiten für Essen
und Schlaf.
KONKRET
Halten Sie Rituale ein, das gibt dem Kind einen sicheren
Rahmen.
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Lachen: Humor hilft
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Lachen: Humor hilft
Warum: Lachen baut Stress
ab. Man kann nicht gleichzeitig wütend sein und lachen.
Wie: Quatsch machen.
KONKRET
Erzählen Sie Witze oder schneiden Sie Grimassen, um eine
angespannte Situation zu lösen.
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Zucker als Trost: Sucht-Gefahr
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Zucker als Trost: Sucht-Gefahr
Das Problem: "Du hast dir
wehgetan, hier ist ein Bonbon." Das Kind lernt: Essen löst
emotionale Probleme.
Die Lösung: Emotionale
Zuwendung.
KONKRET
Trösten Sie mit Worten und Umarmungen, nicht mit Kalorien.
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Hunger übersehen: "Hangry"
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Hunger übersehen: "Hangry"
Das Problem: Eltern denken,
das Kind sei "zickig", dabei hat es nur Unterzucker.
Die Lösung: Snack anbieten.
KONKRET
Bevor Sie schimpfen, prüfen Sie: Wann hat das Kind zuletzt
gegessen?
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Medien als Babysitter: Reizüberflutung
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Medien als Babysitter: Reizüberflutung
Das Problem: Tablet und TV
stellen Kinder ruhig, aber danach sind sie oft überreizt und
aggressiv.
Die Lösung: Begrenzen.
KONKRET
Dosieren Sie Medienzeit sparsam.
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Gefühle verbieten: "Hör auf zu heulen"
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Gefühle verbieten: "Hör auf zu heulen"
Das Problem: Wenn negative
Gefühle unterdrückt werden müssen, staut sich Frust an, der
später explodiert.
Die Lösung: Zulassen.
KONKRET
Alle Gefühle sind okay, nur nicht jedes Verhalten (Hauen).
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Eigener Stress: Spiegelneuronen
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Eigener Stress: Spiegelneuronen
Das Problem: Wenn Eltern
gestresst sind, sind es die Kinder auch. Kinder spiegeln die
Laune der Eltern.
Die Lösung: Selbstfürsorge.
KONKRET
Sorgen Sie auch für Ihre eigene Entspannung.
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Dehydrierung: Schlechte Laune
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Dehydrierung: Schlechte Laune
Das Problem: Zu wenig Wasser
führt zu Kopfschmerzen und Reizbarkeit.
Die Lösung: Wasser anbieten.
KONKRET
Erinnern Sie das Kind regelmäßig ans Trinken.
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Zu viele Termine: Freizeitstress
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Zu viele Termine: Freizeitstress
Das Problem: Ein übervoller
Terminkalender (Musik, Sport, Englisch) überfordert Kinder.
Die Lösung: Langeweile.
KONKRET
Lassen Sie Lücken im Kalender für freies Spiel.
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Lichtmangel: Winterblues
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Lichtmangel: Winterblues
Das Problem: Kinder, die nur
drinnen sind, bekommen zu wenig Tageslicht. Das drückt die
Stimmung.
Die Lösung: Rausgehen.
KONKRET
Täglich mindestens eine Stunde ans Tageslicht.
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Kein Frühstück: Schlechter Start
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Kein Frühstück: Schlechter Start
Das Problem: Ohne Energie am
Morgen ist schlechte Laune vorprogrammiert.
Die Lösung: Kleinigkeit
essen.
KONKRET
Wenigstens eine Banane oder ein Glas Milch vor der
Kita/Schule.
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Perfektionismus: Druck
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Perfektionismus: Druck
Das Problem: Wenn Eltern
erwarten, dass das Kind immer "brav" und fröhlich ist,
entsteht Druck.
Die Lösung: Gelassenheit.
KONKRET
Akzeptieren Sie auch mal einen schlechten Tag.