Dr. Constanze Lohse
über die richtige Ernährung
für gute
Laune
Dr. Lohse ist Allgemeinärztin mit Schwerpunkt Prävention. Sie erklärt,
wie wir unsere Neurotransmitter mit der richtigen Nahrung beeinflussen
und die Darm-Hirn-Achse nutzen, um emotional stabil und positiv zu
bleiben.
Glück ist nicht nur Kopfsache, sondern auch Biochemie. Diese 20
Regeln liefern Ihrem Körper die Bausteine für Serotonin und Dopamin
und stärken Ihre emotionale Resilienz.
1
Der Glücks-Baustein:
Wie Tryptophan zu Serotonin
wird
1
Der Glücks-Baustein:Wie Tryptophan zu Serotonin wird
Warum: Serotonin ist unser
wichtigstes "Wohlfühl-Hormon". Der Körper kann es nicht
einfach so essen, er muss es bauen. Der wichtigste Rohstoff
dafür ist die Aminosäure L-Tryptophan. Fehlt dieser Baustein
in der Nahrung, sinkt der Serotoninspiegel und die Stimmung
kippt.
Wie: Essen Sie gezielt
Lebensmittel mit viel Tryptophan: Cashewkerne, Bananen,
Haferflocken, Pflaumen, Sonnenblumenkerne oder dunkle
Schokolade.
KONKRET
Der "Türöffner-Effekt": Tryptophan gelangt nur ins Gehirn,
wenn gleichzeitig Insulin ausgeschüttet wird. Kombinieren Sie
Tryptophan immer mit Kohlenhydraten (z.B. Cashews mit einem
Stück Banane oder Haferbrei).
2
Psychobiotika für den Bauch:
Die Darm-Hirn-Achse
stärken
2
Psychobiotika für den Bauch:Die Darm-Hirn-Achse stärken
Warum: Etwa 90% unseres
Serotonins werden im Darm gebildet, nicht im Kopf.
Darmbakterien kommunizieren über den Vagusnerv direkt mit dem
Gehirn. Ein gesundes Mikrobiom wirkt angstlösend und
stimmungsaufhellend. Man nennt diese Bakterien
"Psychobiotika".
Wie: Füttern Sie Ihren Darm
täglich mit fermentierten Lebensmitteln: Naturjoghurt, Kefir,
Sauerkraut, Kimchi oder Kombucha.
KONKRET
Essen Sie jeden Tag einen Becher Naturjoghurt (ohne Zucker!)
und rühren Sie einen Teelöffel Inulin (Ballaststoff aus der
Apotheke) oder Leinsamen hinein. Das ist das perfekte Futter
für Ihre "Gute-Laune-Bakterien".
3
Fett macht glücklich:
Omega-3 gegen Depressionen
3
Fett macht glücklich:Omega-3 gegen Depressionen
Warum: Das Gehirn besteht zu
60% aus Fett. Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) halten die
Zellmembranen geschmeidig, damit Botenstoffe andocken können.
Studien zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen
Omega-3-Mangel und depressiven Verstimmungen.
Wie: Fetter Seefisch (Lachs,
Hering) oder Algenöl sind die besten Quellen. Pflanzliche
Quellen wie Leinöl sind gut, reichen aber oft nicht aus.
KONKRET
Investieren Sie in ein hochwertiges Algenöl (schmeckt neutral
oder leicht nach Zitrone). Ein Esslöffel pro Tag über den
Salat oder ins Müsli ist die beste Investition in Ihre
psychische Stabilität.
4
Sonne zum Essen:
Vitamin D gegen den Winterblues
4
Sonne zum Essen:Vitamin D gegen den Winterblues
Warum: Vitamin D reguliert die
Enzyme, die Tryptophan in Serotonin umwandeln. Ein Mangel im
Winter führt oft zu Antriebslosigkeit und trüber Stimmung
("SAD" - Seasonal Affective Disorder).
Wie: Da wir es kaum über die
Nahrung aufnehmen, ist Sonnenlicht entscheidend. Von Oktober
bis März ist Supplementierung fast unumgänglich.
KONKRET
Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel beim Hausarzt messen
(kostet ca. 30€). Nehmen Sie im Winter täglich Tropfen (immer
zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit, sonst wirkt es
nicht).
5
Dunkle Verführung:
Warum Schokolade glücklich
macht
5
Dunkle Verführung:Warum Schokolade glücklich macht
Warum: Kakao enthält
Phenylethylamin (PEA), den gleichen Stoff, den das Gehirn
ausschüttet, wenn wir verliebt sind. Dazu kommen Theobromin
(macht wach) und Anandamid (entspannt). Ein echter
biochemischer Cocktail für gute Laune.
Wie: Je höher der Kakaoanteil,
desto besser. Milchschokolade enthält zu viel Zucker, der die
Wirkung verwässert.
KONKRET
Kaufen Sie Schokolade mit mindestens 85% Kakao. Lassen Sie ein
Stück ganz langsam auf der Zunge zergehen. Die Wirkstoffe
werden über die Mundschleimhaut schneller aufgenommen als über
den Magen.
6
Nerven aus Stahl:
B-Vitamine gegen Reizbarkeit
6
Nerven aus Stahl:B-Vitamine gegen Reizbarkeit
Warum: Die Vitamine B1, B6, B9
(Folsäure) und B12 sind essenziell für die Nervenfunktion. Ein
Mangel führt oft zu Reizbarkeit, Müdigkeit und "dünnen
Nerven". Sie sind Kofaktoren für die Bildung von
Glückshormonen.
Wie: Essen Sie Hülsenfrüchte
(Linsen, Bohnen), Vollkornprodukte, grünes Blattgemüse und
Nüsse.
KONKRET
Streuen Sie Hefeflocken ("Nährhefe") über Pasta oder Salat.
Sie schmecken würzig-käsig und sind eine absolute
B-Vitamin-Bombe. Ideal für Vegetarier.
7
Der innere Chill-Faktor:
Magnesium beruhigt
7
Der innere Chill-Faktor:Magnesium beruhigt
Warum: Magnesium blockiert die
Ausschüttung von zu viel Stresshormonen und entspannt die
Muskeln. Wer unter innerer Unruhe und Angstzuständen leidet,
hat oft einen Magnesiummangel.
Wie: Kürbiskerne, Mandeln,
Bananen und Spinat sind Top-Lieferanten.
KONKRET
Ein Bananen-Mandel-Shake ist der perfekte Anti-Stress-Drink.
Oder einfach eine Handvoll Mandeln (ungesalzen) als Snack am
Nachmittag, wenn die Laune sinkt.
8
Konstante Energie:
Blutzucker stabil halten
8
Konstante Energie:Blutzucker stabil halten
Warum: Wenn der Blutzucker
nach Süßigkeiten abstürzt, schüttet der Körper Adrenalin aus
und wir werden gereizt ("Hangry" = Hungry + Angry). Ein
stabiler Blutzucker ist die Basis für eine stabile Stimmung.
Wie: Essen Sie komplexe
Kohlenhydrate (Vollkorn, Hülsenfrüchte) statt Weißmehl und
Zucker.
KONKRET
Essen Sie nie Kohlenhydrate "nackt". Kombinieren Sie den Apfel
immer mit ein paar Nüssen oder das Brot mit Käse. Das Fett und
Eiweiß bremsen den Zuckeranstieg.
9
Das gelbe Gold:
Safran und Kurkuma
9
Das gelbe Gold:Safran und Kurkuma
Warum: Studien zeigen, dass
Safranextrakt bei leichten Depressionen ähnlich effektiv sein
kann wie Medikamente. Auch Kurkuma wirkt entzündungshemmend im
Gehirn und hebt die Stimmung.
Wie: Würzen Sie Reisgerichte
mit Safranfäden oder trinken Sie "Goldene Milch"
(Kurkuma-Latte).
KONKRET
Für die "Goldene Milch": Pflanzenmilch erwärmen, 1 TL Kurkuma,
Ingwer, Zimt und eine Prise schwarzen Pfeffer (wichtig für die
Aufnahme!) dazugeben. Ein Seelentröster am Abend.
10
Wasser gegen schlechte Laune:
Dehydration macht
reizbar
10
Wasser gegen schlechte Laune:Dehydration macht reizbar
Warum: Schon ein
Flüssigkeitsverlust von 1,5% führt messbar zu schlechterer
Laune, Kopfschmerzen und erhöhter Reizbarkeit. Oft sind wir
nicht wütend, sondern nur durstig.
Wie: Trinken Sie 2 Liter
Wasser oder ungesüßten Tee über den Tag verteilt.
KONKRET
Wenn Sie merken, dass Sie grundlos genervt sind: Trinken Sie
sofort ein großes Glas (0,3l) Wasser auf Ex. Oft hellt sich
die Stimmung nach 10 Minuten auf.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
1
Licht an, Stimmung an:
Warum Morgensonne glücklich
macht
1
Licht an, Stimmung an:Warum Morgensonne glücklich macht
Warum: Helles Tageslicht,
das morgens auf die Netzhaut trifft, ist der stärkste
Taktgeber für die Serotonin-Produktion. Ohne Licht bleibt
der Serotoninspiegel im Keller und wir fühlen uns trübe.
Wie: Gehen Sie in der ersten
Stunde nach dem Aufwachen nach draußen.
KONKRET
10-15 Minuten am offenen Fenster oder auf dem Balkon reichen
schon. Wichtig: Keine Sonnenbrille tragen, damit das Licht
ungefiltert ins Auge fällt (nicht direkt in die Sonne
schauen!).
2
Der "Runner's High" Effekt:
Bewegung setzt
Endorphine frei
2
Der "Runner's High" Effekt:Bewegung setzt Endorphine frei
Warum: Sport wirkt im Gehirn
ähnlich wie ein Antidepressivum. Es setzt Endorphine,
Dopamin und Serotonin frei und baut gleichzeitig
Stresshormone ab. Zudem wird BDNF produziert, das neue
Nervenzellen wachsen lässt.
Wie: Finden Sie eine
Bewegung, die Ihnen Spaß macht. Quälen Sie sich nicht.
KONKRET
Tanzen Sie 5 Minuten wild durchs Wohnzimmer zu Ihrer
Lieblingsmusik oder machen Sie einen zügigen Spaziergang.
Der Effekt tritt meist schon nach 10 Minuten ein.
3
Waldbaden (Shinrin Yoku):
Grün beruhigt die
Amygdala
3
Waldbaden (Shinrin Yoku):Grün beruhigt die Amygdala
Warum: Bäume strömen Terpene
(Duftstoffe) aus, die unser Immunsystem stärken und das
Angstzentrum im Gehirn (Amygdala) beruhigen. Ein Aufenthalt
im Wald senkt Blutdruck und Stresshormone messbar.
Wie: Gehen Sie am Wochenende
in den Wald, ohne Ziel und ohne Handy.
KONKRET
Atmen Sie tief ein. Versuchen Sie, 5 verschiedene Grüntöne
zu entdecken oder bewusst dem Rascheln der Blätter
zuzuhören. Achtsamkeit in der Natur verstärkt den Effekt.
4
Fake it till you make it:
Warum Lächeln das Gehirn
austrickst
4
Fake it till you make it:Warum Lächeln das Gehirn austrickst
Warum: Es gibt eine
Rückkopplung zwischen Gesichtsmuskeln und Gehirn (Facial
Feedback). Wenn wir die Mundwinkel hochziehen, denkt das
Gehirn: "Oh, wir sind glücklich!" und schüttet entsprechende
Hormone aus.
Wie: Lächeln Sie bewusst,
auch wenn Ihnen nicht danach ist.
KONKRET
Der Stift-Trick: Klemmen Sie einen Stift quer zwischen die
Zähne (nicht mit den Lippen berühren). Das zwingt die
Wangenmuskeln in ein Lächeln und hellt die Stimmung nach 60
Sekunden auf.
5
Dopamin auf Knopfdruck:
Die Macht der Musik
5
Dopamin auf Knopfdruck:Die Macht der Musik
Warum: Musik aktiviert das
Belohnungszentrum im Gehirn (Nucleus accumbens). Ein Song,
den wir lieben, sorgt für einen Dopamin-Ausstoß
("Gänsehaut-Moment") und kann Emotionen sofort verändern.
Wie: Nutzen Sie Musik aktiv
als Stimmungsmacher, nicht nur als Hintergrundberieselung.
KONKRET
Erstellen Sie eine "Notfall-Playlist" mit 5 Songs, bei denen
Sie nicht stillsitzen können oder die positive Erinnerungen
wecken. Wenn die Laune sinkt: Kopfhörer auf, Play drücken.
6
Gehirn umprogrammieren:
Das
Dankbarkeits-Tagebuch
6
Gehirn umprogrammieren:Das Dankbarkeits-Tagebuch
Warum: Unser Gehirn hat
einen "Negativity Bias" – es merkt sich Gefahren und Ärger
besser als Schönes. Dankbarkeit trainiert das Gehirn, aktiv
nach Positivem zu scannen. Das verändert die neuronale
Struktur nachhaltig.
Wie: Schreiben Sie es auf.
Gedanken verfliegen, Geschriebenes bleibt.
KONKRET
Legen Sie ein Heft an den Nachttisch. Schreiben Sie jeden
Abend 3 Dinge auf, für die Sie heute dankbar sind (z.B.
"leckerer Kaffee", "Sonne", "netter Anruf"). Ziehen Sie das
21 Tage durch.
7
Kontakt-Hormone:
Warum Umarmen hilft
7
Kontakt-Hormone:Warum Umarmen hilft
Warum: Bei Körperkontakt
wird Oxytocin ausgeschüttet. Dieses Hormon senkt Angst und
Stress und fördert Bindung und Vertrauen. Es ist der direkte
Gegenspieler zu Cortisol.
Wie: Umarmen Sie Ihren
Partner, Freunde oder kuscheln Sie mit Ihrem Haustier.
KONKRET
Die "20-Sekunden-Regel": Eine Umarmung entfaltet ihre volle
biochemische Wirkung erst nach ca. 20 Sekunden. Umarmen Sie
also länger, als es im Alltag üblich ist.
8
Emotionale Stabilität:
Schlaf als Therapie
8
Emotionale Stabilität:Schlaf als Therapie
Warum: Im REM-Schlaf
(Traumschlaf) verarbeitet das Gehirn emotionale Eindrücke.
Wer zu wenig schläft, ist am nächsten Tag dünnhäutig,
reizbar und sieht die Welt negativer. Die Amygdala
(Angstzentrum) ist dann überaktiv.
Wie: Priorisieren Sie 7-8
Stunden Schlaf.
KONKRET
Gehen Sie zu festen Zeiten ins Bett. Ein kühles Schlafzimmer
(18 Grad) und Dunkelheit sind wichtiger als eine teure
Matratze.
9
Adrenalin-Kick:
Kaltes Wasser belebt
9
Adrenalin-Kick:Kaltes Wasser belebt
Warum: Ein kurzer Kältereiz
sorgt für eine Ausschüttung von Noradrenalin und Dopamin im
Gehirn. Das wirkt stimmungsaufhellend und gibt Energie. Es
reißt einen aus dem Grübeln.
Wie: Kalt duschen oder
Gesicht waschen.
KONKRET
Beenden Sie Ihre Morgendusche mit 30 Sekunden kaltem Wasser.
Atmen Sie dabei ruhig weiter. Der Stolz, es geschafft zu
haben, gibt einen zusätzlichen Dopamin-Schub.
10
Ordnung im Außen:
Schafft Ruhe im Innen
10
Ordnung im Außen:Schafft Ruhe im Innen
Warum: Unordnung erhöht den
Cortisolspiegel. Das Gehirn scannt ständig das Chaos
("Visual Noise") und kann nicht entspannen. Aufräumen gibt
ein Gefühl von Kontrolle und Selbstwirksamkeit.
Wie: Nehmen Sie sich kleine
Bereiche vor.
KONKRET
Die "5-Minuten-Regel": Stellen Sie einen Timer und räumen
Sie 5 Minuten lang auf (z.B. den Schreibtisch oder die
Küche). Das Ergebnis hebt die Laune sofort.
!
Der Alkohol-Irrtum:
Warum "Trinken zum Vergessen"
nicht klappt
!
Der Alkohol-Irrtum:Warum "Trinken zum Vergessen" nicht klappt
Das Problem: Alkohol wirkt
zwar kurzzeitig entspannend, ist aber biochemisch ein
"Depressivum". Er dämpft das zentrale Nervensystem und
verstärkt am nächsten Tag Ängste und Niedergeschlagenheit
("Hangxiety").
Die Lösung: Verzichten Sie
in schlechten Phasen komplett auf Alkohol.
KONKRET
Trinken Sie Alkohol nur, wenn es Ihnen gut geht, um zu
feiern – niemals, um sich besser zu fühlen. Das ist eine
gefährliche Verknüpfung im Gehirn.
!
Die Zucker-Achterbahn:
Stimmungsschwankungen durch
Süßes
!
Die Zucker-Achterbahn:Stimmungsschwankungen durch Süßes
Das Problem: Ein
Blutzucker-Absturz nach Süßigkeiten löst im Körper Alarm
aus. Stresshormone werden ausgeschüttet, man wird gereizt,
ängstlich oder traurig. Instabiler Blutzucker = instabile
Stimmung.
Die Lösung: Zucker
reduzieren und immer mit Eiweiß/Fett kombinieren.
KONKRET
Essen Sie Süßes nie auf leeren Magen, sondern immer als
Dessert nach einer Hauptmahlzeit. Das puffert den
Insulinausstoß ab.
!
Doomscrolling:
Weltuntergang zum Frühstück
!
Doomscrolling:Weltuntergang zum Frühstück
Das Problem: Wer morgens als
Erstes negative Nachrichten liest oder durch Social Media
scrollt, programmiert sein Gehirn auf "Gefahr" und "Mangel".
Das senkt die Stimmung für den ganzen Tag.
Die Lösung:
Nachrichten-Diät.
KONKRET
Die erste Stunde des Tages gehört Ihnen, nicht dem
Weltgeschehen. Lassen Sie das Handy im Flugmodus, bis Sie
gefrühstückt haben.
!
Isolations-Falle:
Rückzug macht alles
schlimmer
!
Isolations-Falle:Rückzug macht alles schlimmer
Das Problem: Wenn es uns
schlecht geht, wollen wir niemanden sehen. Doch Isolation
verstärkt depressive Verstimmungen und Grübeln. Wir brauchen
das Spiegeln durch andere Menschen ("Co-Regulation").
Die Lösung: Gehen Sie raus,
auch wenn Sie keine Lust haben.
KONKRET
Rufen Sie jemanden an oder gehen Sie zumindest an einen Ort,
wo Menschen sind (Café, Park). Allein die Anwesenheit
anderer kann beruhigend wirken.
!
Transfette & Fast Food:
Entzündungen im Gehirn
!
Transfette & Fast Food:Entzündungen im Gehirn
Das Problem: Studien zeigen
einen Zusammenhang zwischen hohem Fast-Food-Konsum und
Depressionen. Transfette (in Frittiertem) fördern
Entzündungen, die auch die Stimmung drücken.
Die Lösung: Meiden Sie
"Ultra Processed Food".
KONKRET
Kochen Sie selbst, auch wenn es nur Pasta mit Tomatensoße
ist. Fertigprodukte enthalten oft Stoffe, die dem Mikrobiom
und damit der Psyche schaden.
!
Vergleichs-Falle:
Social Media als
Unglücksmotor
!
Vergleichs-Falle:Social Media als Unglücksmotor
Das Problem: "Comparison is
the thief of joy." Wer ständig die perfekten (und
gefilterten) Leben anderer auf Instagram sieht, fühlt sich
selbst unzulänglich und unzufrieden.
Die Lösung: Entfolgen Sie
Accounts, die Ihnen ein schlechtes Gefühl geben.
KONKRET
Machen Sie einen "Feed-Detox". Folgen Sie nur Kanälen, die
Sie inspirieren, zum Lachen bringen oder Ihnen etwas
beibringen.
!
Stubenhocker-Syndrom:
Zu wenig Tageslicht
!
Stubenhocker-Syndrom:Zu wenig Tageslicht
Das Problem: Wer den ganzen
Tag drinnen sitzt, bekommt nicht genug Lux (Lichtstärke) ab,
um Serotonin zu bilden. Kunstlicht reicht dafür nicht aus.
Das führt zu trüber Stimmung.
Die Lösung: Täglich 30
Minuten raus, egal bei welchem Wetter.
KONKRET
Machen Sie einen Spaziergang in der Mittagspause. Selbst bei
bedecktem Himmel ist das Licht draußen 10-mal stärker als im
Büro.
!
Toxische Positivität:
Gefühle unterdrücken
!
Toxische Positivität:Gefühle unterdrücken
Das Problem: Sich zu
zwingen, immer "happy" zu sein, ist anstrengend und
ungesund. Wer negative Gefühle wegdrückt, verstärkt sie
langfristig. Trauer oder Wut brauchen Raum.
Die Lösung: Gefühle annehmen
("fühlen, um zu heilen").
KONKRET
Erlauben Sie sich "schlechte 5 Minuten". Lassen Sie die Wut
oder Trauer raus (schreiben, weinen, meckern). Danach können
Sie sich wieder neu ausrichten.
!
Dehydration:
Gereizt durch Wassermangel
!
Dehydration:Gereizt durch Wassermangel
Das Problem: Dehydration
stresst den Körper und das Gehirn. Studien zeigen, dass
schon leichter Wassermangel zu Reizbarkeit, Kopfschmerzen
und Stimmungsschwankungen führt.
Die Lösung: Trinken Sie
genug (2-3 Liter).
KONKRET
Wenn Sie merken, dass Sie grundlos genervt sind: Trinken Sie
zwei große Gläser Wasser. Oft verbessert sich die Laune
danach schlagartig.
!
Multitasking:
Warum Chaos im Kopf unglücklich
macht
!
Multitasking:Warum Chaos im Kopf unglücklich macht
Das Problem: Das Gehirn
liebt Fokus. Multitasking erzeugt Stress und das Gefühl,
"nichts geschafft zu haben". Dieses Gefühl der
Unzulänglichkeit drückt die Stimmung.
Die Lösung: Eins nach dem
anderen (Singletasking).
KONKRET
Feiern Sie kleine Siege. Schreiben Sie eine "Done-Liste":
Was habe ich heute erledigt? Das Abhaken setzt Dopamin frei
und gibt ein gutes Gefühl.