Dr. Constanze Lohse
über die richtige Ernährung
für starken
Muskelaufbau
Dr. Lohse ist Allgemeinärztin mit Schwerpunkt Prävention. Sie erklärt,
wie Sie durch gezielte Ernährung die Proteinsynthese maximieren, den
Hormonhaushalt optimieren und effektiver Muskeln aufbauen als je
zuvor.
Muskeln wachsen nicht im Fitnessstudio, sondern in der Küche. Diese
20 Regeln sind der Bauplan für Ihren Körper, um Trainingsreize in
echte Muskelmasse zu verwandeln.
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Der Baustoff Nummer 1:
Wie viel Protein wirklich nötig
ist
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Der Baustoff Nummer 1:Wie viel Protein wirklich nötig ist
Warum: Protein (Eiweiß)
liefert die Aminosäuren, die der Körper braucht, um
Muskelfasern nach dem Training zu reparieren und dicker zu
machen (Hypertrophie). Ohne ausreichend Baustoff kann das Haus
nicht wachsen, egal wie hart Sie arbeiten.
Wie: Zielen Sie auf 1,6 bis
2,0 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich ab.
KONKRET
Verteilen Sie die Menge auf 4-5 Mahlzeiten. Beispiel: Bei 80kg
Körpergewicht brauchen Sie ca. 160g Eiweiß. Das sind z.B. 250g
Magerquark, 200g Hähnchen, 3 Eier und ein Shake pro Tag.
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Energie für Wachstum:
Der Kalorienüberschuss
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Energie für Wachstum:Der Kalorienüberschuss
Warum: Muskelaufbau ist ein
energetisch teurer Prozess. Der Körper baut nur ungern neue
Substanz auf, wenn er das Gefühl hat, Energie sparen zu
müssen. Sie müssen ihm mehr Energie geben, als er verbraucht
(anaboler Zustand).
Wie: Essen Sie täglich ca. 300
bis 500 Kalorien mehr als Ihren Tagesbedarf.
KONKRET
Fügen Sie einfach einen zusätzlichen "Mass-Snack" am Tag ein:
Eine Handvoll Walnüsse und eine Banane oder ein Shake mit
Haferflocken und Erdnussbutter liefern genau diese
Extra-Energie.
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Kraftstoff fürs Training:
Kohlenhydrate als
Turbo
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Kraftstoff fürs Training:Kohlenhydrate als Turbo
Warum: Kohlenhydrate füllen
die Glykogenspeicher im Muskel. Nur mit vollen Speichern
können Sie im Training maximales Gewicht bewegen. Zudem
schüttet der Körper Insulin aus – das stärkste aufbauende
(anabole) Hormon, das Nährstoffe in die Zellen schleust.
Wie: Essen Sie komplexe
Kohlenhydrate (Reis, Kartoffeln, Hafer) rund um das Training.
KONKRET
Essen Sie 2 Stunden vor dem Training eine Portion Reis oder
Pasta. Direkt nach dem Training hilft eine Banane, um das
Insulin zu pushen und den Muskelabbau (Cortisol) sofort zu
stoppen.
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Der unterschätzte Faktor:
Wasser für mehr Kraft
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Der unterschätzte Faktor:Wasser für mehr Kraft
Warum: Muskeln bestehen zu ca.
75% aus Wasser. Ein dehydrierter Muskel ist schwächer, pumpt
sich schlechter auf und regeneriert langsamer. Schon 2%
Flüssigkeitsverlust mindern die Kraftleistung messbar.
Wie: Trinken Sie mindestens
3-4 Liter an Trainingstagen.
KONKRET
Der Urin-Check: Ihr Urin sollte tagsüber fast klar sein. Ist
er dunkelgelb, trinken Sie zu wenig. Trinken Sie direkt nach
dem Aufstehen 0,5 Liter Wasser, um die Speicher zu füllen.
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Das "Anabole Fenster":
Versorgung nach dem Sport
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Das "Anabole Fenster":Versorgung nach dem Sport
Warum: Nach dem Training
schreit der Muskel nach Nährstoffen. Er ist wie ein Schwamm.
Zwar schließt sich das "Fenster" nicht sofort, aber eine
schnelle Versorgung startet die Reparatur früher und senkt
Stresshormone.
Wie: Eine Kombination aus
schnell verfügbarem Eiweiß und Kohlenhydraten.
KONKRET
Der Klassiker funktioniert: Ein Whey-Protein-Shake (Molke) mit
Wasser ist ideal, da er schon nach 30 Minuten im Blut ist.
Essen Sie dazu eine Banane oder Reiswaffeln für das Insulin.
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Hormon-Booster Fett:
Keine Angst vor Eigelb
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Hormon-Booster Fett:Keine Angst vor Eigelb
Warum: Testosteron ist das
wichtigste Hormon für Muskelaufbau. Der Körper baut
Testosteron aus Cholesterin und gesunden Fetten. Eine zu
fettarme Ernährung lässt den Testosteronspiegel sinken.
Wie: Essen Sie ganze Eier (mit
Eigelb!), Avocados, Nüsse und nutzen Sie gutes Olivenöl.
KONKRET
Werfen Sie das Eigelb nicht weg! Es enthält das meiste Protein
und wichtige Fette. 3 ganze Eier am Tag sind für gesunde
Sportler absolut unbedenklich und fördern den Hormonhaushalt.
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Der weiße Kraftstoff:
Warum Kreatin wirkt
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Der weiße Kraftstoff:Warum Kreatin wirkt
Warum: Kreatin ist das am
besten untersuchte Supplement der Welt. Es hilft dem Körper,
ATP (Schnellkraft-Energie) schneller nachzuproduzieren. Das
bedeutet: Sie schaffen 1-2 Wiederholungen mehr. Genau diese
letzten Wiederholungen setzen den Wachstumsreiz.
Wie: Nehmen Sie täglich
Kreatin-Monohydrat. Eine "Ladephase" ist nicht nötig.
KONKRET
3 bis 5 Gramm Pulver jeden Tag (auch an trainingsfreien Tagen)
in Wasser oder Saft. Der Zeitpunkt ist egal. Es zieht Wasser
in die Muskelzellen, was sie praller und leistungsfähiger
macht.
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Schutz im Schlaf:
Casein gegen den Abbau
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Schutz im Schlaf:Casein gegen den Abbau
Warum: Nachts fastet der
Körper 8 Stunden lang. Um Energie zu sparen, kann er beginnen,
Muskelprotein abzubauen (kataboler Zustand). Casein ist ein
"langsames" Eiweiß, das über Stunden hinweg Aminosäuren ins
Blut abgibt und den Muskel schützt.
Wie: Essen Sie vor dem
Schlafen Magerquark, körnigen Frischkäse oder trinken Sie
einen Casein-Shake.
KONKRET
250g Magerquark mit etwas Wasser cremig rühren, dazu ein paar
Beeren. Das versorgt Ihre Muskeln die ganze Nacht über mit
Baustoffen.
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Mikro-Manager:
Zink und Magnesium
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Mikro-Manager:Zink und Magnesium
Warum: Durch starkes Schwitzen
verliert der Körper Mineralstoffe. Zink ist wichtig für den
Testosteronspiegel, Magnesium für die Muskelentspannung. Ein
Mangel bremst den Fortschritt.
Wie: Essen Sie Kürbiskerne
(Zink) und Spinat (Magnesium) oder supplementieren Sie
gezielt.
KONKRET
Viele Sportler nutzen "ZMA" (Zink-Magnesium-Aspartat) vor dem
Schlafen. Es verbessert oft die Schlafqualität und unterstützt
die Regeneration über Nacht spürbar.
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Entzündung senken:
Omega-3 für die Regeneration
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Entzündung senken:Omega-3 für die Regeneration
Warum: Hartes Training
verursacht mikroskopische Verletzungen im Muskel
(Muskelkater). Das ist gut, aber zu viel Entzündung bremst die
Heilung. Omega-3-Fettsäuren helfen dem Körper, diese
Entzündungen schneller abzubauen und verbessern die
Insulinsensitivität.
Wie: Fettiger Fisch oder
Fischöl-Kapseln.
KONKRET
Nehmen Sie täglich 2-3g Omega-3 (EPA/DHA) zu sich. Das hilft
nicht nur den Muskeln, sondern schützt auch die Gelenke vor
Verschleiß durch schweres Training.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
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Progressive Overload:
Warum es immer schwerer werden
muss
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Progressive Overload:Warum es immer schwerer werden muss
Warum: Der Muskel ist faul.
Er wächst nur, wenn er dazu gezwungen wird. Wenn Sie immer
das gleiche Gewicht heben, hat er keinen Grund zur
Anpassung. "Progressive Overload" (stetige Steigerung) ist
das wichtigste Prinzip im Kraftsport.
Wie: Steigern Sie jede Woche
entweder das Gewicht, die Wiederholungen oder verkürzen Sie
die Pausen.
KONKRET
Führen Sie ein Trainingsbuch (App oder Papier). Schreiben
Sie alles auf. Wenn Sie letzte Woche 10x 50kg geschafft
haben, müssen es heute 11x oder 52,5kg sein. Nur was
gemessen wird, wird verbessert.
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Wachstum im Schlaf:
Warum 8 Stunden Pflicht
sind
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Wachstum im Schlaf:Warum 8 Stunden Pflicht sind
Warum: Im Gym setzen Sie nur
den Reiz (Sie "zerstören" Gewebe). Das eigentliche Wachstum
passiert im Bett. Im Tiefschlaf schüttet der Körper die
meisten Wachstumshormone (HGH) aus. Wer zu wenig schläft,
halbiert seinen Erfolg.
Wie: Priorisieren Sie 7-9
Stunden Schlaf.
KONKRET
Dunkeln Sie das Zimmer komplett ab und halten Sie es kühl
(18 Grad). Ein Schlafmangel von nur 2 Stunden kann den
Cortisolspiegel (Stress) am nächsten Tag so erhöhen, dass
Muskelaufbau blockiert wird.
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Die Pause macht den Muskel:
Regenerationstage
einhalten
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Die Pause macht den Muskel:Regenerationstage einhalten
Warum: Ein Muskel wächst
nicht, während Sie ihn trainieren, sondern in der Zeit
danach. Wenn Sie ihn zu früh wieder belasten
("Übertraining"), unterbrechen Sie die Reparatur. Der Muskel
wird schwächer statt stärker.
Wie: Geben Sie jeder
Muskelgruppe 48 Stunden Pause, bevor Sie sie wieder hart
trainieren.
KONKRET
Trainieren Sie im "Split" (z.B. Oberkörper am Montag, Beine
am Dienstag) oder machen Sie nach jedem Ganzkörpertraining
einen Tag Pause. Mehr ist nicht immer mehr.
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Time under Tension:
Warum langsam besser ist
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Time under Tension:Warum langsam besser ist
Warum: Nicht nur das Gewicht
zählt, sondern wie lange der Muskel unter Spannung steht.
Besonders das langsame Herablassen des Gewichts
(exzentrische Phase) verursacht die meisten Mikrorisse, die
für das Wachstum nötig sind.
Wie: Kontrollieren Sie das
Gewicht, lassen Sie es nicht fallen.
KONKRET
Zählen Sie im Kopf: 1 Sekunde hoch (explosiv), 3 Sekunden
runter (kontrolliert). Spüren Sie, wie der Muskel sich
dehnt. Das brennt mehr, bringt aber auch mehr.
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Die großen Drei:
Grundübungen für Hormone
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Die großen Drei:Grundübungen für Hormone
Warum: Übungen, die viele
Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen (Kniebeugen,
Kreuzheben, Bankdrücken), lösen die stärkste hormonelle
Antwort aus. Der Körper schüttet mehr Testosteron und
Wachstumshormone aus, wovon der ganze Körper profitiert.
Wie: Bauen Sie Ihr Training
um diese "Big Lifts" herum auf.
KONKRET
Starten Sie jedes Training mit einer schweren Grundübung,
solange Sie noch frisch sind. Isolationsübungen (wie
Bizeps-Curls) kommen erst ganz zum Schluss.
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Mind-Muscle-Connection:
Den Muskel wirklich
spüren
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Mind-Muscle-Connection:Den Muskel wirklich spüren
Warum: Es reicht nicht, das
Gewicht von A nach B zu bewegen. Sie müssen den Zielmuskel
aktiv ansteuern. Wer sich mental auf die Kontraktion
fokussiert, rekrutiert messbar mehr Muskelfasern.
Wie: Konzentrieren Sie sich
voll auf den Muskel, nicht auf die Umgebung.
KONKRET
Schließen Sie bei der Übung die Augen. Stellen Sie sich vor,
wie sich der Muskel zusammenzieht. Versuchen Sie, am
obersten Punkt der Bewegung den Muskel bewusst noch einmal
"festzuziehen".
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Die Kette nicht brechen:
Konsistenz schlägt
Intensität
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Die Kette nicht brechen:Konsistenz schlägt Intensität
Warum: Muskelaufbau ist ein
Marathon, kein Sprint. Ein mittelmäßiges Training, das Sie 3
Jahre lang durchziehen, bringt 1000-mal mehr als das
perfekte Training, das Sie nach 4 Wochen abbrechen.
Wie: Machen Sie Training zur
Gewohnheit wie Zähneputzen.
KONKRET
Hängen Sie einen Kalender auf. Kreuzen Sie jeden Tag an, an
dem Sie trainiert haben. Ihr einziges Ziel: Die Kette an
Kreuzen darf niemals abreißen.
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Stress ist Muskel-Gift:
Cortisol frisst
Proteine
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Stress ist Muskel-Gift:Cortisol frisst Proteine
Warum: Das Stresshormon
Cortisol ist katabol (muskelabbauend). Es wandelt
Muskelprotein in Energie um, um den Körper auf "Flucht"
vorzubereiten. Wer dauergestresst ist, kann kaum Muskeln
aufbauen.
Wie: Finden Sie aktive
Entspannung.
KONKRET
Planen Sie "Relax-Zeiten" fest ein. 10 Minuten Meditation
oder Spazierengehen nach der Arbeit senken den
Cortisolspiegel und schützen Ihre hart erarbeitete
Muskelmasse.
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Technik vor Gewicht:
Warum das Ego draußen
bleibt
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Technik vor Gewicht:Warum das Ego draußen bleibt
Warum: Wer mit Schwung
arbeitet ("abfälscht"), um mehr Gewicht zu bewegen, nimmt
die Belastung vom Muskel und verlagert sie auf die Gelenke.
Das Verletzungsrisiko steigt, der Muskelreiz sinkt.
Wie: Saubere Ausführung ist
wichtiger als die Zahl auf der Hantel.
KONKRET
Filmen Sie sich ab und zu mit dem Handy. Sieht die Bewegung
so aus wie im Lehrbuch? Wenn nicht: Gewicht reduzieren, bis
die Form perfekt ist.
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Der schwächste Link:
Warum Griffkraft wichtig
ist
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Der schwächste Link:Warum Griffkraft wichtig ist
Warum: Oft versagen bei
Rückenübungen (wie Klimmzügen) die Unterarme, bevor der
große Rückenmuskel erschöpft ist. Die Griffkraft ist oft der
limitierende Faktor.
Wie: Trainieren Sie Ihre
Hände und Unterarme.
KONKRET
Hängen Sie sich am Ende des Trainings einfach so lange an
eine Klimmzugstange, wie Sie können ("Dead Hang"). Das
stärkt den Griff und dehnt die Wirbelsäule.
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Viel hilft viel:
Die Gefahr von Overtraining
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Viel hilft viel:Die Gefahr von Overtraining
Das Problem: Wer jeden Tag
trainiert und nie Pausen macht, überlastet das ZNS
(Zentralnervensystem). Die Leistung sinkt, man wird
infektanfällig und baut sogar Muskeln ab.
Die Lösung: Planen Sie
Deload-Wochen ein.
KONKRET
Alle 8-10 Wochen sollten Sie eine Woche lang nur mit 50% des
Gewichts trainieren oder komplett pausieren, damit sich
Gelenke und Bänder erholen können.
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Dirty Bulking:
Fett statt Muskeln aufbauen
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Dirty Bulking:Fett statt Muskeln aufbauen
Das Problem: "Ich bin in der
Massephase, ich darf alles essen." Wer Pizza und Burger in
sich hineinstopft, baut zwar Gewicht auf, aber vor allem
Fett. Das führt zu Insulinresistenz und macht den späteren
Fettabbau zur Qual.
Die Lösung: "Lean Bulk"
(Sauberer Aufbau).
KONKRET
Ein Überschuss von 300 kcal reicht. Holen Sie sich die
Kalorien aus Haferflocken, Reis und Nüssen, nicht aus Fast
Food.
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Diskopumper-Syndrom:
Beintraining auslassen
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Diskopumper-Syndrom:Beintraining auslassen
Das Problem: Viele
trainieren nur Brust und Arme. Doch die Beinmuskulatur ist
die größte im Körper. Wer sie trainiert, schüttet massiv
Wachstumshormone aus, von denen auch der Oberkörper
profitiert.
Die Lösung: "Never skip leg
day."
KONKRET
Kniebeugen sind die Königin aller Übungen. Wenn Sie keine
Zeit haben: Machen Sie lieber Kniebeugen als Bizeps-Curls.
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Der Testosteron-Killer:
Alkohol nach dem Sport
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Der Testosteron-Killer:Alkohol nach dem Sport
Das Problem: Alkohol senkt
den Testosteronspiegel und stoppt die Proteinsynthese (den
Muskelaufbau) für viele Stunden. Das Training davor war dann
fast umsonst.
Die Lösung: Alkoholfreies
Bier ist okay (isotonisch).
KONKRET
Vermeiden Sie Alkohol an Trainingstagen komplett. An
Pausentagen ist ein Glas Wein weniger kritisch, aber für
maximalen Muskelaufbau ist Abstinenz der Turbo.
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Cardio-Konflikt:
Zu viel Ausdauertraining
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Cardio-Konflikt:Zu viel Ausdauertraining
Das Problem: Wer Muskeln
aufbauen will, aber jeden Tag 10km joggt, sendet dem Körper
widersprüchliche Signale ("Werde ausdauernd und leicht" vs.
"Werde stark und schwer"). Zudem verbrennt Cardio die
Kalorien, die für den Aufbau nötig wären.
Die Lösung: Cardio mit
Abstand oder moderat.
KONKRET
Machen Sie Cardio an trainingsfreien Tagen oder nutzen Sie
einfaches Spazierengehen (Low Impact) statt Joggen. Das
fördert die Regeneration, ohne den Muskelaufbau zu stören.
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Pulver-Glaube:
Supplemente statt Essen
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Pulver-Glaube:Supplemente statt Essen
Das Problem: Viele Anfänger
geben hunderte Euro für "Booster" und "BCAAs" aus, aber ihre
Basisernährung stimmt nicht. Supplemente machen maximal 5%
des Erfolgs aus.
Die Lösung: "Food First".
KONKRET
Investieren Sie Ihr Geld lieber in hochwertiges Essen
(Bio-Eier, gutes Fleisch, Nüsse). Ein Proteinshake ist
praktisch, ersetzt aber keine ausgewogene Mahlzeit.
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Plan-Hopping:
Ständig den Plan ändern
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Plan-Hopping:Ständig den Plan ändern
Das Problem: Wer jede Woche
einen neuen "Wunder-Plan" aus dem Internet probiert, gibt
dem Körper nie die Chance, sich an Übungen zu gewöhnen und
darin stärker zu werden.
Die Lösung: Bleiben Sie bei
einem Plan.
KONKRET
Ziehen Sie einen Trainingsplan mindestens 8-12 Wochen durch.
Erst dann können Sie beurteilen, ob er funktioniert hat.
Langeweile ist kein Grund zu wechseln.
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Ego-Lifting:
Zu viel Gewicht nehmen
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Ego-Lifting:Zu viel Gewicht nehmen
Das Problem: Wer das Gewicht
mit Schwung reißt, nur um die Hantel zu bewegen, trainiert
nicht den Muskel, sondern riskiert Verletzungen an Sehnen
und Gelenken.
Die Lösung: Lassen Sie das
Ego an der Tür.
KONKRET
Wenn Sie das Gewicht nicht 1 Sekunde lang am Umkehrpunkt
halten können, ist es zu schwer. Reduzieren Sie das Gewicht
und achten Sie auf das Muskelgefühl.
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Zu lange fasten:
Muskelabbau riskieren
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Zu lange fasten:Muskelabbau riskieren
Das Problem: Intervallfasten
ist gesund, aber wer Muskeln aufbauen will, macht es sich
schwerer, wenn er alle Kalorien in ein 4-Stunden-Fenster
presst. Der Körper kann nur eine begrenzte Menge Protein pro
Mahlzeit für den Muskelaufbau nutzen.
Die Lösung: Verteilen Sie
das Protein.
KONKRET
Versuchen Sie, mindestens 3 bis 4 Protein-Portionen über den
Tag zu verteilen, um die Proteinsynthese immer wieder neu zu
stimulieren ("Leucin-Trigger").
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Ungeduld:
Erwartungen vs. Realität
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Ungeduld:Erwartungen vs. Realität
Das Problem: Viele geben
nach 4 Wochen auf, weil sie noch nicht aussehen wie Arnold
Schwarzenegger. Muskelaufbau ist ein extrem langsamer
biologischer Prozess.
Die Lösung: Realistische
Ziele.
KONKRET
Für einen Anfänger ist eine Zunahme von 0,5 bis 1 kg reiner
Muskelmasse pro Monat ein sehr gutes Ergebnis. Machen Sie
Fotos statt nur auf die Waage zu schauen.