Dr. Constanze Lohse
über Klimaschutz
auf dem Teller
Dr. Lohse ist Allgemeinärztin mit Schwerpunkt Prävention. Sie erklärt,
warum das, was gut für den Planeten ist, meistens auch gut für unseren
Körper ist und wie man mit kleinen Änderungen Großes bewirkt.
Wir essen dreimal am Tag. Jede Mahlzeit ist eine Entscheidung für
unsere Gesundheit und für die Umwelt. Diese 20 Regeln machen
Nachhaltigkeit einfach und lecker.
1
Der Saison-Kalender:
Geschmack statt
Transportwege
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Der Saison-Kalender:Geschmack statt Transportwege
Warum: Erdbeeren im Dezember
müssen eingeflogen werden oder kommen aus beheizten
Gewächshäusern. Das verursacht extrem viel CO2. Saisonal
geerntetes Gemüse darf in der Sonne reifen, schmeckt
intensiver und enthält mehr Vitamine.
Wie: Kaufen Sie, was gerade
wächst (Saisonkalender nutzen).
KONKRET
Im Winter: Kohlsorten, Wurzelgemüse (Karotten, Rote Bete),
Äpfel. Im Sommer: Tomaten, Beeren, Salate. Das spart Geld und
Emissionen.
2
Pflanzen-Power:
Weniger Tier, mehr Leben
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Pflanzen-Power:Weniger Tier, mehr Leben
Warum: Die Produktion von
Fleisch verbraucht riesige Mengen an Wasser, Land und
Futtermitteln. Ein Kilo Rindfleisch verursacht so viel CO2 wie
eine Autofahrt von 100km. Pflanzliche Proteine schonen die
Ressourcen massiv.
Wie: Werden Sie "Flexitarier".
Fleisch als Beilage, nicht als Hauptsache.
KONKRET
Ersetzen Sie Hackfleisch in der Bolognese zur Hälfte durch
Linsen oder nutzen Sie Haferflocken für Frikadellen. Sie
werden den Unterschied kaum schmecken, aber die Umwelt dankt
es.
3
Leitungswasser:
Plastikflaschen sparen
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Leitungswasser:Plastikflaschen sparen
Warum: Mineralwasser wird in
Plastikflaschen abgefüllt und oft hunderte Kilometer mit LKWs
durchs Land gefahren. Leitungswasser ist in Deutschland streng
kontrolliert, verpackungsfrei und hat einen extrem kleinen
CO2-Fußabdruck.
Wie: Trinken Sie aus dem Hahn.
Nutzen Sie ggf. einen Sprudler.
KONKRET
Investieren Sie in eine hochwertige Glas- oder
Edelstahlflasche für unterwegs. Füllen Sie sie zu Hause auf.
Das spart Geld und tausende Plastikflaschen im Jahr.
4
Bio ist Bodenschutz:
Pestizide vermeiden
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Bio ist Bodenschutz:Pestizide vermeiden
Warum: Ökologische
Landwirtschaft verzichtet auf synthetische Pestizide und
Kunstdünger. Das schützt das Grundwasser, fördert die
Artenvielfalt (Insekten!) und erhält die Fruchtbarkeit der
Böden für zukünftige Generationen.
Wie: Achten Sie auf Bio-Siegel
(EU-Bio, besser noch Demeter/Bioland).
KONKRET
Kaufen Sie besonders die Lebensmittel in Bio-Qualität, die Sie
mit Schale essen (Äpfel, Trauben, Paprika) oder die tierischen
Ursprungs sind (Milch, Eier). Bei Bananen oder Avocados ist es
weniger kritisch.
5
Respect the Bean:
Hülsenfrüchte statt
Import-Soja
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Respect the Bean:Hülsenfrüchte statt Import-Soja
Warum: Hülsenfrüchte (Erbsen,
Bohnen, Lupinen) können Stickstoff aus der Luft im Boden
binden – sie düngen sich quasi selbst. Sie sind die
nachhaltigste Proteinquelle überhaupt und wachsen auch in
Deutschland.
Wie: Integrieren Sie heimische
Hülsenfrüchte in den Speiseplan.
KONKRET
Nutzen Sie Süßlupinen-Schrot oder -Mehl. Es wird in
Deutschland angebaut, ist gentechnikfrei und hat genauso viel
Eiweiß wie Soja, aber ohne den Regenwald-Import.
6
Fisch mit Siegel:
Überfischung stoppen
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Fisch mit Siegel:Überfischung stoppen
Warum: Viele Meere sind
leergefischt. Schleppnetze zerstören den Meeresboden.
Aquakulturen belasten oft das Wasser mit Antibiotika.
Nachhaltiger Fischkonsum ist essenziell, wenn wir in Zukunft
noch Fisch essen wollen.
Wie: Achten Sie auf MSC
(Wildfang) oder ASC (Zucht) Siegel.
KONKRET
Karpfen oder Forelle aus heimischer Teichwirtschaft sind oft
die ökologisch beste Wahl. Meiden Sie bedrohte Arten wie Aal
oder Rotbarsch komplett.
7
Selber kochen:
Verpackungsmüll sparen
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Selber kochen:Verpackungsmüll sparen
Warum: Fertiggerichte sind
meist mehrfach in Plastik und Pappe verpackt. Wer Rohwaren
(Reis, Gemüse) kauft, spart Unmengen an Müll. Zudem verbraucht
die industrielle Verarbeitung (Kochen, Frosten, Lagern) viel
Energie.
Wie: Kochen Sie frisch und
nutzen Sie "Unverpackt"-Optionen.
KONKRET
Kaufen Sie loses Gemüse ohne Plastikhülle. Nutzen Sie
wiederverwendbare Obstnetze. Ein selbstgemachter Joghurt im
Glas spart hunderte Plastikbecher im Jahr.
8
Resteverwertung:
Food Waste vermeiden
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Resteverwertung:Food Waste vermeiden
Warum: Weltweit wird ein
Drittel aller Lebensmittel weggeworfen. Das ist eine
Verschwendung von Wasser, Energie und Ackerland. Lebensmittel
im Müll verrotten zudem oft unter Freisetzung von Methan
(Klimagas).
Wie: "Leaf-to-Root" kochen
(alles verwerten).
KONKRET
Werfen Sie das Grün von Radieschen oder Möhren nicht weg!
Daraus lässt sich hervorragendes Pesto machen. Aus
Gemüse-Schalen kann man eine Brühe kochen.
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Die Hafermilch-Wahl:
Besser als Mandel?
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Die Hafermilch-Wahl:Besser als Mandel?
Warum: Kuhmilch hat einen
hohen CO2-Fußabdruck. Pflanzliche Alternativen sind besser,
aber nicht alle gleich. Mandeln brauchen extrem viel Wasser
(oft aus Kalifornien). Hafer wächst in Europa und braucht
wenig Wasser.
Wie: Bevorzugen Sie Hafer-
oder Erbsenmilch aus Europa.
KONKRET
Hafermilch lässt sich auch leicht selbst machen: Haferflocken
mit Wasser mixen und durch ein Tuch sieben. Das spart den
Tetrapack und Transport.
10
Fairer Handel:
Sozial nachhaltig
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Fairer Handel:Sozial nachhaltig
Warum: Nachhaltigkeit bedeutet
auch faire Arbeitsbedingungen. Bei Kaffee, Kakao und Bananen
werden Bauern oft ausgebeutet. Wer Fairtrade kauft,
unterstützt soziale Standards und Umweltschutz in den
Anbauländern.
Wie: Achten Sie auf das
Fairtrade-Siegel bei Importware.
KONKRET
Kaufen Sie Schokolade und Kaffee bewusst seltener, dafür aber
fair gehandelt. Der Preisunterschied ist oft geringer als
gedacht, die Wirkung für die Bauern riesig.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
1
Der Einkaufszettel:
Die Waffe gegen
Verschwendung
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Der Einkaufszettel:Die Waffe gegen Verschwendung
Warum: Spontankäufe landen
am häufigsten im Müll, weil sie nicht verplant sind. Wer
strikt nach Plan einkauft, wirft fast nichts weg. Das spart
Geld und Ressourcen.
Wie: Planen Sie die
Wochengerichte vor dem Einkauf.
KONKRET
Machen Sie vor dem Einkauf ein Foto vom Kühlschrankinhalt.
So kaufen Sie nicht versehentlich den dritten Becher Sahne,
der dann schlecht wird.
2
Lagerung im Kühlschrank:
Länger frisch halten
2
Lagerung im Kühlschrank:Länger frisch halten
Warum: Viele Lebensmittel
verderben, weil sie falsch gelagert werden. Äpfel strömen
Ethylen aus und lassen Bananen daneben schneller faulen.
Tomaten verlieren im Kühlschrank Aroma.
Wie: Lernen Sie die
Klimazonen Ihres Kühlschranks kennen.
KONKRET
Lagern Sie Kartoffeln und Zwiebeln dunkel, aber niemals
zusammen (sie lassen sich gegenseitig keimen). Lagern Sie
Brot nicht im Kühlschrank (wird altbacken), sondern im
Brotkasten.
3
Mehrweg to go:
Den Müllberg stoppen
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Mehrweg to go:Den Müllberg stoppen
Warum: Einwegbecher für
Kaffee sind innen beschichtet und kaum recycelbar. Allein in
Deutschland landen stündlich 320.000 Becher im Müll.
Wie: Eigener Becher und
Lunchbox.
KONKRET
Deponieren Sie einen "Notfall-Becher" und Löffel im Auto
oder der Handtasche. Viele Bäckereien geben sogar Rabatt,
wenn Sie den eigenen Becher mitbringen.
4
Klimafreundlich kochen:
Deckel drauf!
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Klimafreundlich kochen:Deckel drauf!
Warum: Kochen verbraucht
Energie. Wer ohne Deckel kocht, verschwendet 30% Energie.
Wer den falschen Herdplatten-Durchmesser nutzt, heizt die
Luft.
Wie: Nutzen Sie Restwärme
und Schnellkochtöpfe.
KONKRET
Schalten Sie den Herd 5-10 Minuten vor Ende der Garzeit aus.
Die Restwärme reicht völlig, um Nudeln oder Reis fertig zu
garen.
5
Urban Gardening:
Balkon als Garten
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Urban Gardening:Balkon als Garten
Warum: Selbst angebautes
Essen hat Null Transportwege und Null Verpackung. Zudem
fördert es die Wertschätzung für Nahrungsmittel.
Wie: Kräuter, Tomaten oder
Pflücksalat auf dem Fensterbrett.
KONKRET
Fangen Sie mit Basilikum oder Schnittlauch an. Die wachsen
fast von alleine. Pflücksalat wächst nach, wenn man nur die
äußeren Blätter erntet.
6
Fermentieren:
Haltbar ohne Strom
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Fermentieren:Haltbar ohne Strom
Warum: Fermentation
(Sauerkraut, Kimchi) ist eine uralte Methode, Gemüse haltbar
zu machen, ohne Energie für das Einfrieren zu verbrauchen.
Zudem entstehen gesunde Probiotika für den Darm.
Wie: Gemüse in Salzlake
einlegen.
KONKRET
Überschüssiges Gemüse (Karotten, Kohl) klein schneiden,
salzen, kneten bis Saft austritt und in ein sauberes Glas
drücken. 1 Woche bei Raumtemperatur stehen lassen.
7
Teilen statt wegwerfen:
Foodsharing nutzen
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Teilen statt wegwerfen:Foodsharing nutzen
Warum: Wenn Sie in den
Urlaub fahren und der Kühlschrank noch voll ist, muss das
Essen nicht in den Müll. Es gibt Netzwerke, um Essen zu
retten.
Wie: Foodsharing-Apps oder
"Fairteiler".
KONKRET
Stellen Sie Lebensmittel, die Sie nicht mehr essen werden,
bei "Foodsharing" ein oder geben Sie sie den Nachbarn. Auch
Apps wie "Too Good To Go" retten Essen vor dem Müll.
8
Kompostieren:
Der Kreislauf schließt sich
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Kompostieren:Der Kreislauf schließt sich
Warum: Bio-Abfälle sind kein
Müll, sondern Rohstoff. Im Restmüll verfaulen sie oft falsch
oder werden verbrannt (zu feucht). Als Kompost werden sie zu
wertvoller Erde.
Wie: Biotonne oder
Wurmkiste.
KONKRET
Sammeln Sie Küchenabfälle konsequent getrennt. Wer keinen
Garten hat: Eine "Wurmkiste" in der Wohnung ist geruchlos
und verwandelt Abfall in besten Dünger.
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Wochenmarkt:
Direkt und unverpackt
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Wochenmarkt:Direkt und unverpackt
Warum: Auf dem Markt kaufen
Sie oft direkt beim Erzeuger. Das spart Zwischenhändler und
lange Lagerung in Kühlhäusern. Zudem ist fast alles
unverpackt.
Wie: Eigene Taschen und
Dosen mitbringen.
KONKRET
Gehen Sie kurz vor Marktschluss hin. Oft sind die Preise
dann günstiger, und Sie helfen, dass die Händler nichts
wegwerfen müssen.
10
Meal Prep:
Planung ist alles
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Meal Prep:Planung ist alles
Warum: Wer vorkocht, wirft
weniger weg. Sie kaufen nur das, was Sie brauchen, und
verbrauchen alles. Außerdem sparen Sie Verpackungsmüll vom
"To-Go"-Essen in der Mittagspause.
Wie: Einmal kochen, mehrmals
essen.
KONKRET
Nutzen Sie Glasbehälter statt Plastikboxen für Ihr Meal
Prep. Glas ist langlebiger, verfärbt sich nicht und gibt
kein Mikroplastik ans Essen ab.
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Der Avocado-Hype:
Wasserfresser in der Wüste
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Der Avocado-Hype:Wasserfresser in der Wüste
Das Problem: Avocados sind
gesund, aber ökologisch oft problematisch. Sie werden in
wasserarmen Regionen (Peru, Chile) angebaut und brauchen bis
zu 1000 Liter Wasser pro Kilo.
Die Lösung: Als Luxusgut
behandeln.
KONKRET
Essen Sie Avocado nicht täglich, sondern selten. Kaufen Sie
europäische Ware (z.B. aus Spanien) zur Saison, um
Transportwege zu verkürzen.
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Mandelmilch:
Bienensterben in Kalifornien
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Mandelmilch:Bienensterben in Kalifornien
Das Problem: 80% der
weltweiten Mandeln kommen aus Kalifornien. Der Anbau in
Monokulturen belastet die Bienen und verbraucht extrem viel
Wasser in einem Dürregebiet.
Die Lösung: Hafermilch.
KONKRET
Hafermilch (aus Europa) hat eine deutlich bessere Ökobilanz
als Mandelmilch. Sie verbraucht weniger Wasser und kurze
Transportwege.
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Plastik-Bio:
Absurder Verpackungswahn
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Plastik-Bio:Absurder Verpackungswahn
Das Problem: Im Supermarkt
sind Bio-Gurken oft in Plastik eingeschweißt, um sie von
konventionellen zu unterscheiden. Das führt den
Umweltgedanken ad absurdum.
Die Lösung: Laser-Branding
oder Markt.
KONKRET
Bevorzugen Sie Supermärkte, die Bio-Ware "lasern" (Stempel
auf der Schale) oder kaufen Sie lose Ware. Im Zweifel:
Konventionell unverpackt kann besser sein als Bio in
Plastik.
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MHD-Panik:
Viel zu früh wegwerfen
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MHD-Panik:Viel zu früh wegwerfen
Das Problem: Das
Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein "Tödlich ab"-Datum.
Joghurt, Nudeln und Konserven sind oft Wochen oder Monate
länger gut. Wer nur auf das Datum schaut, verschwendet
Lebensmittel.
Die Lösung: Sinne nutzen.
KONKRET
Schauen, riechen, schmecken. Wenn kein Schimmel zu sehen ist
und es normal riecht, ist es meist essbar. Vorsicht nur bei
"Verbrauchsdatum" (Fleisch/Fisch).
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Regionales Gewächshaus:
Tomaten im Winter
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Regionales Gewächshaus:Tomaten im Winter
Das Problem: "Regional" ist
nicht immer gut. Eine Tomate aus einem beheizten deutschen
Gewächshaus im Winter verbraucht mehr Energie als eine
Freiland-Tomate, die mit dem LKW aus Spanien kommt.
Die Lösung: Saison schlägt
Region.
KONKRET
Essen Sie im Winter lieber Lagergemüse (Kohl, Karotten) oder
Tomaten aus der Dose (die wurden reif im Sommer geerntet),
statt frische Winter-Tomaten.
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Tiefkühl-Falle:
Stromfresser im Keller
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Tiefkühl-Falle:Stromfresser im Keller
Das Problem: Einfrieren ist
gut gegen Verschwendung, aber eine alte, vereiste
Gefriertruhe verbraucht extrem viel Strom. Das macht die
Ökobilanz des geretteten Essens zunichte.
Die Lösung: Abtauen und
pflegen.
KONKRET
Tauen Sie das Gefrierfach regelmäßig ab. Schon 2mm
Eisschicht erhöhen den Stromverbrauch deutlich. Überprüfen
Sie die Dichtungen.
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Kokosöl-Boom:
Lange Reise, Monokulturen
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Kokosöl-Boom:Lange Reise, Monokulturen
Das Problem: Kokosöl wird
als Superfood gefeiert, muss aber um die halbe Welt
transportiert werden. Der Anbau findet oft in Monokulturen
statt, die die Artenvielfalt bedrohen.
Die Lösung: Raps- und
Leinöl.
KONKRET
Heimisches Rapsöl ist genauso gesund (gute Omega-3-Bilanz)
und wächst vor der Haustür. Nutzen Sie Kokosöl nur sparsam
für den Geschmack, nicht als Hauptfett.
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Alles auf einmal:
Perfektionismus lähmt
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Alles auf einmal:Perfektionismus lähmt
Das Problem: Wer versucht,
von heute auf morgen "Zero Waste", vegan und 100% regional
zu leben, ist schnell überfordert und gibt auf.
Nachhaltigkeit ist ein Weg, kein Schalter.
Die Lösung: Ein Schritt nach
dem anderen.
KONKRET
Fangen Sie mit einer Sache an: Z.B. "Kein Wasser mehr in
Plastikflaschen kaufen". Wenn das sitzt, nehmen Sie den
nächsten Schritt (z.B. Fleisch reduzieren).
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Billigfleisch:
Die wahren Kosten
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Billigfleisch:Die wahren Kosten
Das Problem: Fleisch für 3€
pro Kilo kann nicht nachhaltig sein. Die "versteckten
Kosten" (Nitrat im Wasser, Antibiotika-Resistenzen,
Tierleid) zahlen wir alle später über Steuern und
Gesundheit.
Die Lösung: Weniger, aber
besser.
KONKRET
Kaufen Sie Fleisch nur am Wochenende und dann vom
Bio-Metzger oder Hofladen. Der Geschmack ist besser, und das
Gewissen ist reiner.
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Coffee-to-go:
Der Müllberg für 10 Minuten
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Coffee-to-go:Der Müllberg für 10 Minuten
Das Problem: Ein Pappbecher
wird durchschnittlich 15 Minuten genutzt und dann
weggeworfen. Die Beschichtung macht Recycling fast
unmöglich. Das ist Ressourcenverschwendung pur.
Die Lösung: Mehrwegbecher.
KONKRET
Haben Sie immer einen leichten Mehrwegbecher in der Tasche.
Oder nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und trinken Sie den
Kaffee vor Ort aus der Tasse. Das ist auch entspannter.