Dr. Constanze Lohse
über starke Knochen
und Stabilität
Dr. Constanze Lohse ist Allgemeinärztin in Norderstedt bei Hamburg,
spezialisiert auf Prävention, und bekannt als TV-Ärztin und
Buchautorin. Sie erklärt, wie Sie durch die richtige Ernährung den
Knochenabbau stoppen und Ihre Skelettstruktur bis ins hohe Alter
festigen können.
Knochen sind kein totes Gerüst, sondern lebendiges Gewebe. Sie bauen
sich ständig um. Wir müssen ihnen nur das Baumaterial und den
richtigen Reiz geben, um stark zu bleiben.
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Der Baustoff Calcium:
1000 mg täglich
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Der Baustoff Calcium:1000 mg täglich
Warum: Calcium ist der Zement
unserer Knochen. Wenn zu wenig über die Nahrung kommt, löst
der Körper Calcium aus den Knochen, um den Blutspiegel stabil
zu halten – die Knochen werden porös. Die Versorgung muss
täglich gesichert sein.
Wie: Milchprodukte, grünes
Gemüse und Mineralwasser.
KONKRET
Trinken Sie calciumreiches Mineralwasser (mind. 150 mg/l,
besser über 400 mg/l). Das ist eine kalorienfreie und sehr gut
verfügbare Quelle. Ein Liter deckt oft schon die Hälfte des
Tagesbedarfs.
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Das Taxi Vitamin D:
Ohne geht es nicht
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Das Taxi Vitamin D:Ohne geht es nicht
Warum: Calcium allein nützt
nichts, wenn es nicht im Darm aufgenommen wird. Vitamin D ist
das "Taxi", das Calcium aus der Nahrung ins Blut
transportiert. Ohne Vitamin D scheiden Sie das wertvolle
Calcium ungenutzt wieder aus.
Wie: Sonne tanken und
Supplemente (besonders im Winter).
KONKRET
Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel messen (Ziel: 40-60 ng/ml).
Nehmen Sie bei Mangel täglich ein Präparat (z.B. 1000-2000
I.E.) zu einer fetthaltigen Mahlzeit ein.
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Der Navigator Vitamin K2:
Ins Ziel lenken
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Der Navigator Vitamin K2:Ins Ziel lenken
Warum: Wenn Vitamin D das
Calcium ins Blut holt, sorgt Vitamin K2 dafür, dass es in den
Knochen eingebaut wird – und nicht in den Arterien verkalkt.
Es aktiviert das Protein Osteocalcin, das den Einbau steuert.
Wie: Fermentierte
Lebensmittel, grünes Gemüse, Eigelb.
KONKRET
Wenn Sie Vitamin D einnehmen, kombinieren Sie es immer mit
Vitamin K2 (als Kombi-Präparat). Natürliche Quellen sind
Sauerkraut, Käse und Eier.
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Eiweiß für die Matrix:
Das Gerüst stärken
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Eiweiß für die Matrix:Das Gerüst stärken
Warum: Knochen bestehen zur
Hälfte aus Protein (Kollagen). Dieses bildet das elastische
Gerüst, in das Calcium eingelagert wird. Ohne Eiweiß wird der
Knochen spröde. Der alte Mythos, viel Eiweiß schade den
Knochen, ist widerlegt.
Wie: 1,0 bis 1,2g Eiweiß pro
kg Körpergewicht täglich.
KONKRET
Essen Sie zu jeder Mahlzeit eine Proteinquelle (Quark, Fisch,
Hülsenfrüchte). Besonders wichtig im Alter, da die
Eiweißaufnahme im Darm schlechter wird.
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Grünes Wunder:
Vitamin K1 und Magnesium
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Grünes Wunder:Vitamin K1 und Magnesium
Warum: Grünes Blattgemüse ist
der beste Knochenfreund. Es liefert Vitamin K1 (wichtig für
die Knochendichte), Calcium und Magnesium in einer
basenbildenden Form.
Wie: Essen Sie täglich
Brokkoli, Grünkohl, Spinat oder Rucola.
KONKRET
Brokkoli ist der Star: Er liefert Calcium, das der Körper sehr
gut aufnehmen kann (besser als aus Milch!). Dünsten Sie ihn
nur kurz, um die Vitamine zu erhalten.
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Phosphat-Falle:
Der Knochenräuber
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Phosphat-Falle:Der Knochenräuber
Warum: Zu viel Phosphat im
Blut signalisiert dem Körper: "Wir brauchen Calcium zum
Ausgleich". Dieses Calcium wird dann aus den Knochen gelöst.
Phosphat steckt in Cola, Schmelzkäse und Wurst als
Zusatzstoff.
Wie: Meiden Sie Fertigprodukte
und Fast Food.
KONKRET
Achten Sie auf E-Nummern auf der Packung (E338, E339, E340,
E450). Wenn Sie diese sehen: Finger weg! Das ist pures Gift
für Ihre Knochendichte.
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Trockenpflaumen:
Der Geheimtipp
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Trockenpflaumen:Der Geheimtipp
Warum: Studien haben gezeigt,
dass der regelmäßige Verzehr von Trockenpflaumen die
Knochendichte signifikant verbessern kann. Sie enthalten Bor
und spezielle Polyphenole, die den Knochenabbau bremsen.
Wie: 5-6 Trockenpflaumen
täglich.
KONKRET
Essen Sie die Pflaumen als Snack oder schneiden Sie sie ins
Müsli. Fangen Sie langsam an (Verdauung!), um Blähungen zu
vermeiden.
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Salz sparen:
Nieren schonen
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Salz sparen:Nieren schonen
Warum: Kochsalz
(Natriumchlorid) fördert die Ausscheidung von Calcium über die
Nieren. Für jedes Gramm Salz, das Sie zu viel essen, verlieren
Sie wertvolles Calcium über den Urin.
Wie: Weniger als 6g Salz pro
Tag.
KONKRET
Würzen Sie mit Kräutern statt Salz. Meiden Sie Fertigsuppen,
Chips und gesalzene Nüsse. Das schont nicht nur den Blutdruck,
sondern erhält auch die Knochensubstanz.
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Omega-3:
Entzündungsschutz
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Omega-3:Entzündungsschutz
Warum: Chronische Entzündungen
im Körper beschleunigen den Knochenabbau (Osteoklasten werden
aktiviert). Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und
schützen so die Knochenstruktur.
Wie: Fetter Fisch, Leinöl,
Walnüsse oder Algenöl.
KONKRET
Essen Sie 2x die Woche Hering, Lachs oder Makrele. Nehmen Sie
täglich einen Löffel Leinöl zu Ihrem Quark (die Kombination
mit Eiweiß verbessert die Aufnahme).
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Magnesium:
Der Stabilisator
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Magnesium:Der Stabilisator
Warum: Etwa 60% des Magnesiums
im Körper sind in den Knochen gespeichert. Es stabilisiert die
Knochenkristalle. Ein Mangel macht die Knochen brüchig und
stört den Vitamin-D-Stoffwechsel.
Wie: Nüsse, Kerne, Kakao und
Vollkorn.
KONKRET
Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne sind ideale
Magnesium-Snacks. Essen Sie eine Handvoll täglich oder streuen
Sie sie über den Salat.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
1
Krafttraining:
Druck baut Knochen auf
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Krafttraining:Druck baut Knochen auf
Warum: Knochen wachsen nur
durch Belastung. Der Zug der Muskeln am Knochen und
Stoßbelastungen erzeugen elektrische Signale
(Piezoelektrizität), die den Knochenaufbauzellen
(Osteoblasten) sagen: "Hier wird Stabilität gebraucht!"
Wie: 2-3 Mal pro Woche
Krafttraining.
KONKRET
Schwimmen ist gesund, bringt aber für die Knochen wenig
(kein Aufprall). Gehen Sie Joggen, Wandern oder machen Sie
Hanteltraining. Der Knochen braucht Druck.
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Vibrationstraining:
Rütteln für die Dichte
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Vibrationstraining:Rütteln für die Dichte
Warum: Feine Vibrationen
simulieren Mikrostöße, die den Knochenaufbau extrem effektiv
anregen. Das ist besonders für Menschen gut, die keinen
schweren Sport mehr machen können.
Wie: 10 Minuten auf der
Rüttelplatte (Galileo-Training).
KONKRET
Viele Physiotherapeuten oder Fitnessstudios bieten das an.
Achten Sie auf seitenalternierende Vibration
(Wipp-Bewegung), das ist natürlicher für das Becken.
3
Sturzprophylaxe:
Balance üben
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Sturzprophylaxe:Balance üben
Warum: Der beste Schutz vor
Knochenbrüchen ist, gar nicht erst hinzufallen. Ein guter
Gleichgewichtssinn verhindert Stürze im Alltag.
Wie: Zähneputzen auf einem
Bein.
KONKRET
Machen Sie das Einbeinstand-Training zur Routine. Wenn das
zu leicht ist: Schließen Sie dabei die Augen oder stellen
Sie sich auf ein zusammengerolltes Handtuch (wackeliger
Untergrund).
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Stolperfallen entfernen:
Sicher wohnen
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Stolperfallen entfernen:Sicher wohnen
Warum: Die meisten
Oberschenkelhalsbrüche passieren zu Hause. Rutschende
Teppiche und Kabel sind lebensgefährlich für
Osteoporose-Patienten.
Wie: Gehen Sie mit
"Sicherheits-Blick" durch die Wohnung.
KONKRET
Fixieren Sie Teppichkanten mit Klebeband. Sorgen Sie für
gute Beleuchtung im Flur (Nachtlicht mit Bewegungsmelder),
damit Sie nachts auf dem Weg zur Toilette nicht stürzen.
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Rauchstopp:
Nikotin frisst Knochen
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Rauchstopp:Nikotin frisst Knochen
Warum: Rauchen verengt die
feinen Blutgefäße, die den Knochen versorgen. Zudem senkt
Nikotin den Östrogenspiegel (bei Frauen), was den
Knochenabbau nach den Wechseljahren massiv beschleunigt.
Wie: Sofortiger Rauchstopp.
KONKRET
Raucher haben ein fast doppelt so hohes Risiko für
Hüftfrakturen. Es ist nie zu spät aufzuhören – die
Durchblutung verbessert sich schnell.
6
Gewicht halten:
Nicht zu dünn sein
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Gewicht halten:Nicht zu dünn sein
Warum: Anders als bei
Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Untergewicht bei Osteoporose
ein Risikofaktor. Fettgewebe produziert etwas Östrogen
(Knochenschutz) und ein höheres Gewicht setzt mehr
Wachstumsreize.
Wie: BMI nicht unter 20
fallen lassen.
KONKRET
Vermeiden Sie Diäten im Alter. Ein paar Kilo "Polster"
schützen bei Stürzen wie ein Airbag die Hüftknochen.
7
Raus ins Licht:
Tageslicht nutzen
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Raus ins Licht:Tageslicht nutzen
Warum: UV-Licht ist nötig
für die Vitamin-D-Bildung in der Haut. Glas filtert UV-B
heraus, daher nützt sitzen am Fenster nichts.
Wie: Täglich 30 Minuten
spazieren gehen.
KONKRET
Gehen Sie um die Mittagszeit raus, wenn die Sonne am
höchsten steht. Krempeln Sie die Ärmel hoch. Im Winter
reicht die Sonne in Deutschland allerdings nicht aus
(Supplemente nötig).
8
Rücken stärken:
Buckel vermeiden
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Rücken stärken:Buckel vermeiden
Warum: Osteoporose führt oft
zu Wirbelbrüchen und dem typischen "Witwenbuckel" (Kyphose).
Starke Rückenmuskeln wirken wie ein Korsett, das die
Wirbelsäule aufrecht hält und Brüche verhindert.
Wie: Rückentraining 2x pro
Woche.
KONKRET
Legen Sie sich auf den Bauch, heben Sie Arme und Beine
leicht an ("Superman"). Halten Sie das 10 Sekunden.
Wiederholen Sie es täglich.
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Alkohol limitieren:
Zellgift für Osteoblasten
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Alkohol limitieren:Zellgift für Osteoblasten
Warum: Alkohol hemmt direkt
die Osteoblasten (Knochenaufbauzellen). Zudem erhöht
Betrunkenheit die Sturzgefahr drastisch.
Wie: Maximal 1 Glas Wein
gelegentlich.
KONKRET
Genießen Sie bewusst, aber selten. Übermäßiger Alkoholkonsum
ist einer der Hauptgründe für Osteoporose bei Männern.
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Sehtest machen:
Stolpern verhindern
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Sehtest machen:Stolpern verhindern
Warum: Viele Stürze
passieren, weil Stufen oder Hindernisse nicht gesehen
werden. Eine schlechte Brille ist ein unnötiges Risiko.
Wie: Jährlich zum Augenarzt.
KONKRET
Tragen Sie Ihre Brille konsequent. Achten Sie bei
Gleitsichtbrillen besonders auf Treppen – hier wird die
Distanz oft falsch eingeschätzt.
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Nur Calcium nehmen:
"Verkalkungs"-Gefahr
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Nur Calcium nehmen:"Verkalkungs"-Gefahr
Das Problem: Viele nehmen
hochdosierte Calcium-Tabletten ohne Vitamin D und K2. Das
Calcium landet nicht im Knochen, sondern in den Arterien
(Arteriosklerose) oder Nieren (Steine).
Die Lösung: Immer D3 + K2
kombinieren.
KONKRET
Versuchen Sie, Calcium primär über die Nahrung zu decken.
Tabletten nur nach ärztlicher Anweisung und immer im "Trio"
mit Vitamin D und K2.
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Schmelzkäse & Cola:
Phosphat-Falle
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Schmelzkäse & Cola:Phosphat-Falle
Das Problem: Phosphat ist
der größte Feind des Calciums. Es steckt in Cola,
Schmelzkäse (Toastkäse) und Wurst als Konservierungsmittel.
Es zieht Calcium aus dem Knochen.
Die Lösung: Zusatzstoffe
meiden.
KONKRET
Verzichten Sie auf Cola und "Scheiblettenkäse". Essen Sie
lieber richtigen Schnittkäse wie Gouda oder Emmentaler, die
sind phosphatärmer und calciumreich.
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Angst vor Bewegung:
"Glasknochen"
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Angst vor Bewegung:"Glasknochen"
Das Problem: Aus Angst vor
Brüchen schonen sich viele Patienten. Das Gegenteil ist
richtig: Ohne Belastung baut der Knochen noch schneller ab
(wie bei Astronauten im All).
Die Lösung: Mut zur
Belastung.
KONKRET
Der Knochen braucht Stoß und Zug. Gehen Sie spazieren,
tanzen Sie, heben Sie Gewichte. Nur "im Sessel sitzen" ist
gefährlich.
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Säureblocker (PPI):
Calcium wird nicht
aufgenommen
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Säureblocker (PPI):Calcium wird nicht aufgenommen
Das Problem:
Magensäureblocker (Omeprazol, Pantoprazol) senken die Säure,
die aber nötig ist, um Calcium aus der Nahrung zu lösen.
Langzeiteinnahme erhöht das Frakturrisiko.
Die Lösung: Arzt
konsultieren.
KONKRET
Prüfen Sie, ob Sie die Säureblocker wirklich dauerhaft
brauchen oder ausschleichen können. Wenn nicht, achten Sie
extrem auf Ihre Calciumzufuhr.
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Spinat und Milch:
Oxalsäure blockiert
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Spinat und Milch:Oxalsäure blockiert
Das Problem: Oxalsäure (in
Spinat, Rhabarber) bindet Calcium im Darm, sodass es nicht
aufgenommen werden kann. Der "gesunde" Spinat liefert also
kaum Calcium.
Die Lösung: Zeitlicher
Abstand.
KONKRET
Kombinieren Sie oxalsäurereiche Lebensmittel nicht direkt
mit Ihrer Haupt-Calciumquelle. Oder kochen Sie den Spinat
(und schütten das Wasser weg), das senkt die Oxalsäure.
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Vitamin A Überdosis:
Gefahr für den Knochen
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Vitamin A Überdosis:Gefahr für den Knochen
Das Problem: Zu viel Retinol
(Vitamin A), oft aus Multivitaminpräparaten oder Leber,
stimuliert die Osteoklasten (Knochenfresszellen).
Die Lösung: Beta-Carotin.
KONKRET
Essen Sie lieber Karotten (Beta-Carotin, Vorstufe) statt
Vitamin-A-Tabletten. Der Körper wandelt nur so viel um, wie
er braucht. Überdosierung ist hier unmöglich.
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Zu viel Kaffee:
Calcium-Verlust
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Zu viel Kaffee:Calcium-Verlust
Das Problem: Koffein erhöht
leicht die Ausscheidung von Calcium über den Urin. Wer
literweise starken Kaffee trinkt, verliert Mineralstoffe.
Die Lösung: Maßhalten (2-3
Tassen).
KONKRET
3 Tassen sind okay. Trinken Sie dazu immer ein Glas
calciumreiches Mineralwasser, um den Verlust direkt
auszugleichen.
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Radikaldiäten:
Raubbau am Knochen
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Radikaldiäten:Raubbau am Knochen
Das Problem: Wer hungert,
fährt den Stoffwechsel runter und baut Knochenmasse ab.
Magersucht in der Jugend ist einer der größten
Risikofaktoren für Osteoporose im Alter.
Die Lösung: Ausgewogen
essen.
KONKRET
Vermeiden Sie extreme Low-Calorie-Diäten. Der Körper braucht
Nährstoffe, um die Knochen zu erhalten.
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Schicksalsglaube:
"Das ist das Alter"
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Schicksalsglaube:"Das ist das Alter"
Das Problem: Viele denken,
Knochenschwund sei unvermeidlich. Falsch. Man kann bis ins
hohe Alter Knochendichte erhalten oder sogar leicht
aufbauen.
Die Lösung: Aktiv werden.
KONKRET
Starten Sie heute mit Training und Calcium. Der Knochen
reagiert in jedem Alter auf Reize. Geben Sie nicht auf.
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Salzige Snacks:
Die Natrium-Falle
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Salzige Snacks:Die Natrium-Falle
Das Problem: Chips und
Salzstangen sind doppelt schlecht: Sie enthalten oft
ungesunde Fette UND massenhaft Salz, das Calcium aus den
Knochen spült.
Die Lösung: Ungesalzene
Nüsse.
KONKRET
Ersetzen Sie Knabberzeug durch Mandeln oder Walnüsse. Sie
liefern Calcium und Magnesium statt Salzräuber.