Dr. Constanze Lohse
über die richtige Ernährung
bei
PCO-Syndrom
Dr. Lohse ist Allgemeinärztin mit Schwerpunkt Prävention. Sie erklärt,
wie Sie durch Blutzucker-Management die Hormonbalance
wiederherstellen, den Zyklus regulieren und typische PCOS-Symptome wie
Akne und Haarausfall lindern.
PCOS ist keine reine "Frauenkrankheit", sondern eine
Stoffwechselstörung. Wer das Insulin in den Griff bekommt, senkt
automatisch die männlichen Hormone und lindert die Symptome.
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Die Wurzel allen Übels:
Insulin senken ist
Pflicht
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Die Wurzel allen Übels:Insulin senken ist Pflicht
Warum: 70-80% aller
PCOS-Frauen haben eine Insulinresistenz. Das Problem: Ein
hoher Insulinspiegel signalisiert den Eierstöcken direkt, mehr
Testosteron zu produzieren. Das führt zu Akne, Haarausfall und
Zyklusstörungen. Insulinmanagement ist Therapie Nr. 1.
Wie: Essen Sie "Low Glycemic".
Meiden Sie Zucker und Weißmehl.
KONKRET
Kombinieren Sie Kohlenhydrate IMMER mit Fett, Eiweiß oder
Ballaststoffen. Essen Sie Brot nie "nackt", sondern dick mit
Avocado oder Käse belegt. Das flacht die Insulinkurve ab.
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Der Gamechanger:
Inositol für den Zyklus
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Der Gamechanger:Inositol für den Zyklus
Warum: Inositol ist ein
vitaminähnlicher Stoff, der die Signalübertragung von Insulin
verbessert. Bei PCOS ist der körpereigene Stoffwechsel von
Inositol oft gestört. Eine Supplementierung kann den Eisprung
fördern und die Eizellqualität verbessern.
Wie: Nehmen Sie täglich 4g
Myo-Inositol (oft in Kombi mit D-Chiro-Inositol).
KONKRET
Achten Sie beim Kauf auf das Verhältnis 40:1 (Myo-Inositol zu
D-Chiro-Inositol). Das entspricht dem natürlichen Verhältnis
im Blutplasma. Pulver ist meist günstiger als Kapseln.
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Feuer löschen:
Anti-entzündliche Ernährung
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Feuer löschen:Anti-entzündliche Ernährung
Warum: PCOS geht fast immer
mit chronischen, niedrigschwelligen Entzündungen im Körper
einher. Diese Entzündungen stimulieren die Eierstöcke
zusätzlich zur Androgenproduktion. Entzündungshemmung ist
Hormonregulation.
Wie: Essen Sie viel Omega-3
(Lachs, Algenöl), Beeren, Blattgemüse und Kurkuma.
KONKRET
Trinken Sie täglich eine "Goldene Milch" (Kurkuma-Latte) oder
würzen Sie Ihr Essen großzügig mit Kurkuma und schwarzem
Pfeffer. Das senkt Entzündungsmarker messbar.
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Der Anti-Bart-Tee:
Spearmint senkt Testosteron
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Der Anti-Bart-Tee:Spearmint senkt Testosteron
Warum: Studien haben gezeigt,
dass Grüne Minze (Spearmint, nicht Pfefferminze!) signifikant
den Spiegel an freiem Testosteron im Blut senken kann. Das
hilft gegen Hirsutismus (Damenbart) und hormonelle Akne.
Wie: Trinken Sie täglich 2
Tassen reinen Spearmint-Tee.
KONKRET
Kaufen Sie losen "Grüne Minze Tee" (Mentha spicata) in der
Apotheke oder online. Die Teebeutel im Supermarkt sind meist
Pfefferminze (Mentha piperita), die diesen Effekt nicht hat.
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Ballaststoffe:
Überschüssige Hormone binden
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Ballaststoffe:Überschüssige Hormone binden
Warum: Ballaststoffe sorgen
nicht nur für einen langsamen Blutzuckeranstieg, sie helfen
auch bei der Ausscheidung von "verbrauchtem" Östrogen und
Testosteron über den Stuhl. Ohne Fasern werden Hormone im Darm
recycelt und belasten den Körper erneut.
Wie: Leinsamen, Chiasamen,
Brokkoli und Beeren.
KONKRET
Starten Sie den Tag mit einem Esslöffel geschroteten Leinsamen
im Joghurt. Sie enthalten Lignane, die zusätzlich den
Hormonhaushalt ausbalancieren (SHBG erhöhen).
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Magnesium:
Gegen Krämpfe und Stress
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Magnesium:Gegen Krämpfe und Stress
Warum: Frauen mit PCOS haben
oft einen niedrigen Magnesiumspiegel. Magnesium verbessert die
Insulinsensitivität und lindert PMS-Symptome sowie
Regelschmerzen. Es beruhigt zudem das Nervensystem.
Wie: Grünes Gemüse, Nüsse,
Kerne oder Supplemente.
KONKRET
Nehmen Sie Magnesium-Bisglycinat (gut verträglich) abends vor
dem Schlafen. Es fördert den Schlaf und hilft dem Körper, über
Nacht den Blutzucker zu regulieren.
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Haut und Haare:
Zink als Retter
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Haut und Haare:Zink als Retter
Warum: Zink hemmt das Enzym
5-alpha-Reduktase, welches Testosteron in das viel stärkere
DHT umwandelt. DHT ist verantwortlich für Akne und Haarausfall
bei PCOS. Zink wirkt also wie ein natürlicher Hormonblocker.
Wie: Kürbiskerne,
Haferflocken, Rindfleisch, Linsen.
KONKRET
Eine Handvoll Kürbiskerne (ca. 30g) täglich liefert wichtiges
Zink. Weichen Sie Haferflocken über Nacht ein, um die
Phytinsäure abzubauen, die sonst die Zinkaufnahme hemmt.
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Power-Frühstück:
Protein am Morgen
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Power-Frühstück:Protein am Morgen
Warum: Studien zeigen: Frauen
mit PCOS, die den Großteil ihrer Kalorien und viel Protein zum
Frühstück essen, haben niedrigere Insulin- und
Testosteronwerte als Frauen, die abends viel essen. Ein
eiweißreiches Frühstück stabilisiert den Tag.
Wie: 30g Protein zum
Frühstück. Keine reinen Kohlenhydrate (Marmeladentoast).
KONKRET
Essen Sie Rührei mit Gemüse, griechischen Joghurt mit Nüssen
oder einen Protein-Porridge. Das hält lange satt und
verhindert Heißhunger am Nachmittag.
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Vorsicht bei Milch:
IGF-1 und Akne
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Vorsicht bei Milch:IGF-1 und Akne
Warum: Kuhmilch enthält den
Wachstumsfaktor IGF-1, der dem Insulin sehr ähnlich ist. Er
kann die Androgenproduktion stimulieren und Akne
verschlimmern. Viele PCOS-Patientinnen profitieren von einem
Milchverzicht.
Wie: Testen Sie 4 Wochen ohne
Kuhmilch.
KONKRET
Steigen Sie auf ungesüßte Mandel-, Kokos- oder Erbsenmilch um.
Achten Sie auf Ihre Haut: Wenn die Akne besser wird, bleiben
Sie dabei. Fermentierte Produkte (Käse/Joghurt) sind oft
weniger problematisch als reine Milch.
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Insulin-Sensitizer:
Zimt als süßer Helfer
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Insulin-Sensitizer:Zimt als süßer Helfer
Warum: Zimt kann die Zellen
aufnahmefähiger für Insulin machen. Das bedeutet, der Körper
muss weniger Insulin ausschütten, um den Blutzucker zu senken.
Weniger Insulin = weniger Testosteron.
Wie: Täglich 1 Teelöffel
Ceylon-Zimt (enthält weniger Cumarin als Cassia).
KONKRET
Streuen Sie Zimt in den Morgenkaffee, ins Porridge oder über
Apfelspalten. Es ist eine einfache, leckere Maßnahme mit
messbarer Wirkung auf den Stoffwechsel.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
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Muskeln als Medizin:
Krafttraining senkt
Insulin
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Muskeln als Medizin:Krafttraining senkt Insulin
Warum: Muskeln verbrennen
Glukose (Zucker) auch ohne viel Insulin. Je mehr Muskelmasse
Sie haben, desto besser ist Ihre Insulinsensitivität.
Krafttraining ist effektiver als Cardio für den
Hormonhaushalt.
Wie: 2-3 Mal pro Woche mit
Gewichten oder Eigengewicht.
KONKRET
Fokussieren Sie sich auf große Muskelgruppen (Beine,
Rücken). Kniebeugen sind die wichtigste Übung. Starten Sie
langsam, aber steigern Sie die Intensität stetig.
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Stress-Falle:
Cortisol macht dick & krank
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Stress-Falle:Cortisol macht dick & krank
Warum: Das Stresshormon
Cortisol kann an die gleichen Rezeptoren andocken wie
Progesteron und die Wirkung blockieren. Zudem treibt es den
Blutzucker hoch. Stressmanagement ist bei PCOS genauso
wichtig wie Ernährung.
Wie: Yoga, Meditation oder
einfaches Atmen.
KONKRET
Nutzen Sie die 4-7-8 Atmung: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden
halten, 8 Sekunden ausatmen. Machen Sie das 4-mal täglich,
um den Cortisolspiegel aktiv zu senken.
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Schlaf-Hygiene:
Hormone werden nachts gemacht
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Schlaf-Hygiene:Hormone werden nachts gemacht
Warum: Schlafmangel führt am
nächsten Tag sofort zu schlechterer Insulinverarbeitung und
mehr Heißhunger (Ghrelin steigt). Guter Schlaf ist die Basis
für jede PCOS-Therapie.
Wie: 8 Stunden Schlaf
priorisieren.
KONKRET
Legen Sie das Handy 1 Stunde vor dem Bett weg. Blaues Licht
stört die Melatoninproduktion. Ein dunkles, kühles Zimmer
hilft dem Hormonsystem bei der Regeneration.
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Giftstoffe meiden:
Endokrine Disruptoren
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Giftstoffe meiden:Endokrine Disruptoren
Warum: Chemikalien wie BPA
(in Plastik) oder Phthalate wirken im Körper wie falsche
Hormone und können das PCOS-Ungleichgewicht verstärken.
Wie: Reduzieren Sie Plastik
im Kontakt mit Essen.
KONKRET
Trinken Sie aus Glasflaschen. Erwärmen Sie Essen niemals in
Plastikdosen in der Mikrowelle (Hitze löst die Stoffe).
Nutzen Sie Glasbehälter zur Aufbewahrung.
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Sanftes Cardio:
Nicht ausbrennen
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Sanftes Cardio:Nicht ausbrennen
Warum: Zu intensives
HIIT-Training kann bei manchen PCOS-Frauen den
Cortisolspiegel zu stark ansteigen lassen ("Adrenal
Fatigue"). Sanfte Bewegung ist oft besser.
Wie: Walking, Schwimmen oder
Radfahren.
KONKRET
Zielen Sie auf 10.000 Schritte am Tag. Spazierengehen senkt
Cortisol und verbessert die Insulinsensitivität, ohne den
Körper zu stressen.
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Essenspausen:
Die Bauchspeicheldrüse schonen
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Essenspausen:Die Bauchspeicheldrüse schonen
Warum: Jedes Mal, wenn Sie
essen, wird Insulin ausgeschüttet. Wenn Sie ständig snacken,
ist der Insulinspiegel dauerhaft hoch. Die Eierstöcke werden
dauerhaft "befeuert", Testosteron zu bilden.
Wie: 3 Hauptmahlzeiten,
keine Snacks.
KONKRET
Lassen Sie 4-5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten.
Trinken Sie in der Zwischenzeit nur Wasser, ungesüßten Tee
oder schwarzen Kaffee.
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Hautpflege:
Akne sanft behandeln
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Hautpflege:Akne sanft behandeln
Warum: Hormonelle Akne
(Kinn/Kiefer) kommt von innen. Aggressives Waschen zerstört
nur die Hautbarriere, bekämpft aber nicht die Ursache.
Wie: Nicht-komedogene
Produkte und Zink.
KONKRET
Nutzen Sie milde Reinigungsmittel. Zinksalbe oder
Niacinamid-Seren können lokal helfen, Entzündungen zu
lindern, ohne die Haut auszutrocknen.
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Haarwuchs managen:
Geduld ist nötig
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Haarwuchs managen:Geduld ist nötig
Warum: Hirsutismus (Haare an
Kinn/Brust) ist belastend. Auch wenn die Hormone sinken,
fallen die Haare nicht sofort aus. Der Haarzyklus ist lang.
Wie: Spearmint-Tee plus
mechanische Entfernung.
KONKRET
Trinken Sie den Tee täglich. Erwarten Sie Ergebnisse erst
nach 3-6 Monaten. Bis dahin sind Rasieren, Zupfen oder
Lasern gute Optionen, um das Selbstwertgefühl zu stärken.
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Realistische Ziele:
Kleine Schritte wirken
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Realistische Ziele:Kleine Schritte wirken
Warum: Viele denken, sie
müssten Modelmaße erreichen, um PCOS zu "heilen". Das stimmt
nicht. Fettgewebe ist hormonell aktiv. Schon eine kleine
Reduktion entlastet den Stoffwechsel.
Wie: 5-10% Gewichtsverlust
anstreben.
KONKRET
Wenn Sie 100kg wiegen, reicht oft schon eine Abnahme auf
90-95kg, um den Zyklus wieder in Gang zu bringen und den
Eisprung auszulösen.
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Psyche stärken:
Sie sind nicht allein
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Psyche stärken:Sie sind nicht allein
Warum: Frauen mit PCOS haben
ein höheres Risiko für Ängste und Depressionen, teils durch
die Hormone, teils durch die Belastung (Unerfüllter
Kinderwunsch, Aussehen).
Wie: Austausch und
Offenheit.
KONKRET
Suchen Sie sich eine Selbsthilfegruppe oder
Online-Community. Der Austausch ("Cysters") hilft enorm,
sich nicht "falsch" oder "unweiblich" zu fühlen.
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Frühstück auslassen:
Cortisol-Spike am Morgen
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Frühstück auslassen:Cortisol-Spike am Morgen
Das Problem: Wer morgens
fastet, zwingt den Körper, Cortisol auszuschütten, um
Energie zu mobilisieren. Bei PCOS ist der Cortisolspiegel
oft ohnehin dereguliert. Das führt zu Heißhunger am Abend.
Die Lösung: Großes,
proteinreiches Frühstück.
KONKRET
Essen Sie innerhalb einer Stunde nach dem Aufwachen. Ein
Frühstück mit 30g Protein senkt das Testosteron über den
ganzen Tag.
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Zu viel Obst:
Fruktose ist auch Zucker
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Zu viel Obst:Fruktose ist auch Zucker
Das Problem: "Obst ist
gesund" – ja, aber in Maßen. Bananen, Trauben und Mangos
enthalten sehr viel Fruchtzucker, der den Insulinspiegel
ebenfalls treibt. Smoothie-Bowls sind oft Zuckerbomben.
Die Lösung: Beeren statt
Tropenfrüchte.
KONKRET
Beschränken Sie Obst auf 1-2 Portionen am Tag und wählen Sie
zuckerarme Sorten (Beeren, Äpfel). Essen Sie Obst immer mit
Nüssen oder Joghurt.
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Cardio-Exzess:
Stresshormone steigen
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Cardio-Exzess:Stresshormone steigen
Das Problem: Wer täglich
10km joggt, um abzunehmen, kann das Gegenteil erreichen.
Exzessives Ausdauertraining erhöht Cortisol. Da Cortisol und
Progesteron konkurrieren, verschlimmert das die
Hormonbalance.
Die Lösung: Krafttraining
und Walking.
KONKRET
Tauschen Sie das Laufband gegen Hanteln. Krafttraining
verbessert die Insulinsensitivität nachhaltiger und stresst
den Körper weniger.
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Nur Rohkost:
Der Blähbauch-Effekt
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Nur Rohkost:Der Blähbauch-Effekt
Das Problem: Viele
PCOS-Frauen haben auch Verdauungsprobleme oder ein
Reizdarmsyndrom. Zu viel Rohkost gärt im Darm, verursacht
Entzündungen und Blähungen ("PCOS Belly").
Die Lösung: Gekochtes
Gemüse.
KONKRET
Dünsten oder backen Sie Ihr Gemüse. Das macht es
bekömmlicher. Warme Mahlzeiten sind für den gestressten
PCOS-Darm oft wohltuender.
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Schilddrüse ignorieren:
Hashimoto checken
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Schilddrüse ignorieren:Hashimoto checken
Das Problem: PCOS und
Schilddrüsenerkrankungen (Hashimoto) treten oft gemeinsam
auf. Wer nur das PCOS behandelt, aber die Schilddrüse
ignoriert, wird nicht abnehmen.
Die Lösung: Umfassendes
Blutbild.
KONKRET
Lassen Sie TSH, fT3, fT4 und Antikörper messen. Bestehen Sie
darauf, nicht nur "alles okay" zu hören, sondern die Werte
zu sehen.
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Nur auf die Pille setzen:
Symptome maskieren
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Nur auf die Pille setzen:Symptome maskieren
Das Problem: Die Pille
unterdrückt die Symptome und sorgt für eine Blutung, heilt
aber nicht die Insulinresistenz. Nach dem Absetzen kommen
die Probleme oft schlimmer zurück ("Post-Pill-PCOS").
Die Lösung:
Ursachenforschung.
KONKRET
Nutzen Sie die Pille nur, wenn Sie sie wollen, nicht als
alleinige "Therapie". Die Ernährungsumstellung muss parallel
passieren.
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Plastikflaschen:
BPA stört Hormone
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Plastikflaschen:BPA stört Hormone
Das Problem: Endokrine
Disruptoren wie BPA in Plastik können wie Östrogene wirken
und das Hormonchaos verstärken. PCOS-Frauen reagieren oft
sensibler auf Umweltgifte.
Die Lösung: Glas und
Edelstahl.
KONKRET
Trinken Sie aus Glasflaschen. Verzichten Sie auf
Coffee-to-go-Becher (Beschichtung!) und Dosenessen.
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Spätes Snacken:
Insulin in der Nacht
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Spätes Snacken:Insulin in der Nacht
Das Problem: Wer abends vor
dem Fernseher snackt, geht mit hohem Insulinspiegel ins
Bett. Das blockiert die nächtliche Fettverbrennung und stört
die Melatoninproduktion. Der Schlaf wird schlechter.
Die Lösung: 3 Stunden Fasten
vor dem Bett.
KONKRET
Trinken Sie abends nur noch Tee. Wenn der Hunger quält: Eine
kleine Handvoll Mandeln ist besser als Chips oder Obst.
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Angst vor Fett:
Hormone brauchen Baustoff
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Angst vor Fett:Hormone brauchen Baustoff
Das Problem: Wer Fett
meidet, um abzunehmen, tut sich keinen Gefallen.
Sexualhormone werden aus Fettbausteinen gebaut. Zudem macht
Fett satt und hält das Insulin flach.
Die Lösung: Gesunde Fette
essen.
KONKRET
Integrieren Sie Avocado, Olivenöl und Nüsse in jede
Mahlzeit. Das hilft gegen Heißhunger und stabilisiert den
Zyklus.
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Aufgeben:
Hormone sind langsam
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Aufgeben:Hormone sind langsam
Das Problem: Viele erwarten
Ergebnisse nach 2 Wochen. Aber Eizellen brauchen ca. 3
Monate (100 Tage) zur Reifung. Was Sie heute tun,
beeinflusst den Zyklus in 3 Monaten.
Die Lösung: 100 Tage
Disziplin.
KONKRET
Geben Sie nicht auf. Bleiben Sie 3 Monate an der
Ernährungsumstellung dran. Erst dann können Sie beurteilen,
ob sich Haut, Haare und Zyklus verbessern.