Dr. Constanze Lohse
über gesunde Ernährung
in der
Schwangerschaft
Dr. Lohse ist Allgemeinärztin mit Schwerpunkt Prävention. Sie erklärt,
wie Sie Ihr Baby optimal versorgen, Mangelerscheinungen vorbeugen und
typische Beschwerden wie Übelkeit oder Sodbrennen lindern.
Sie müssen nicht für zwei essen, aber für zwei denken. Diese 20
Regeln sichern die optimale Entwicklung Ihres Kindes und schützen
Ihre eigenen Nährstoffspeicher.
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Der wichtigste Start:
Folsäure gegen
Fehlbildungen
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Der wichtigste Start:Folsäure gegen Fehlbildungen
Warum: Folsäure (Vitamin B9)
ist essenziell für die Zellteilung und die Schließung des
Neuralrohrs beim Embryo. Ein Mangel in den ersten Wochen kann
zu schweren Fehlbildungen ("offener Rücken") führen. Der
Bedarf steigt um 50%, was über Nahrung allein kaum zu decken
ist.
Wie: Nehmen Sie ein Supplement
(400-800 µg) und essen Sie viel Grünes.
KONKRET
Starten Sie mit Folsäure-Tabletten idealerweise schon bei
Kinderwunsch, spätestens aber, sobald Sie den positiven Test
in der Hand halten. Essen Sie dazu täglich Spinat, Brokkoli
oder Feldsalat.
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Das Blutvolumen steigt:
Eisenbedarf verdoppelt
sich
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Das Blutvolumen steigt:Eisenbedarf verdoppelt sich
Warum: Ihr Blutvolumen nimmt
in der Schwangerschaft um bis zu 50% zu, um die Plazenta und
das Baby zu versorgen. Dafür braucht der Körper massiv Eisen.
Ein Mangel führt zu Müdigkeit, Schwindel und
Infektanfälligkeit bei der Mutter.
Wie: Rotes Fleisch, Linsen,
Kürbiskerne oder Hirse.
KONKRET
Kombinieren Sie pflanzliches Eisen (z.B. Haferflocken) immer
mit Vitamin C (O-Saft, Paprika), um die Aufnahme zu
verdreifachen. Meiden Sie Kaffee/Tee direkt zum Essen, da
diese die Aufnahme blockieren.
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Intelligenz für das Baby:
Jod für die
Schilddrüse
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Intelligenz für das Baby:Jod für die Schilddrüse
Warum: Jod ist der Treibstoff
für die Schilddrüse, die das Wachstum und die
Gehirnentwicklung des Babys steuert. Ein Jodmangel in der
Schwangerschaft kann die geistige Entwicklung des Kindes
irreversibel beeinträchtigen.
Wie: Meeresfisch (2x pro
Woche), Milchprodukte und Jodsalz.
KONKRET
Verwenden Sie konsequent jodiertes Speisesalz beim Kochen. Da
viele Schwangere den Fischbedarf nicht decken, empfehlen Ärzte
oft zusätzlich 100-150 µg Jod als Tablette.
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Bausteine fürs Gehirn:
Omega-3 (DHA) ist Pflicht
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Bausteine fürs Gehirn:Omega-3 (DHA) ist Pflicht
Warum: DHA ist eine Fettsäure,
die sich in das Gehirn und die Netzhaut des Babys einbaut.
Besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft saugt das
Baby DHA aus den Speichern der Mutter. Ein Mangel kann das
Sehvermögen und die Kognition beeinträchtigen.
Wie: Fetter Seefisch (Lachs,
Hering, Makrele) oder Algenöl.
KONKRET
Achten Sie darauf, dass Ihr Schwangerschafts-Vitamin
mindestens 200mg DHA enthält, oder nehmen Sie täglich 1 EL
Algenöl. Leinöl reicht nicht aus, da der Körper es schlecht in
DHA umwandeln kann.
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Essen für zwei?
Der Mythos der Kalorien
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Essen für zwei?Der Mythos der Kalorien
Warum: Der Kalorienbedarf
steigt erst ab dem 4. Monat und nur minimal (ca. 250 kcal).
Das entspricht einem Käsebrot. Wer "für zwei" isst, riskiert
übermäßige Gewichtszunahme, Schwangerschaftsdiabetes und ein
zu großes Geburtsgewicht des Babys.
Wie: Fokus auf
Nährstoffdichte, nicht Kaloriendichte. Doppelt so gut, nicht
doppelt so viel.
KONKRET
Essen Sie sich an Gemüse, Salat und Proteinen satt. Wenn der
kleine Hunger kommt: Ein Naturjoghurt mit Obst oder eine
Handvoll Nüsse decken den Mehrbedarf perfekt ab.
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Knochengerüst bauen:
Calcium für Mutter und Kind
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Knochengerüst bauen:Calcium für Mutter und Kind
Warum: Das Baby braucht viel
Calcium, um sein Skelett aufzubauen. Bekommt es das nicht über
die Nahrung, holt es sich das Mineral rücksichtslos aus den
Knochen und Zähnen der Mutter.
Wie: Milchprodukte, Brokkoli,
Fenchel oder calciumreiches Mineralwasser.
KONKRET
Trinken Sie Mineralwasser, das mehr als 400mg Calcium pro
Liter enthält (steht auf dem Etikett). Das ist der einfachste
Weg, den Bedarf zu decken, ohne zusätzliche Kalorien.
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Träge Verdauung:
Ballaststoffe gegen Verstopfung
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Träge Verdauung:Ballaststoffe gegen Verstopfung
Warum: Das
Schwangerschaftshormon Progesteron entspannt die Muskulatur –
auch im Darm. Die Verdauung wird träge, Verstopfung ist sehr
häufig. Starkes Pressen sollte aber vermieden werden
(Hämorrhoiden, Beckenboden).
Wie: Vollkorn, Leinsamen, Obst
und viel trinken.
KONKRET
Rühren Sie morgens einen Esslöffel geschrotete Leinsamen oder
Flohsamenschalen in Ihren Joghurt. Wichtig: Dazu unbedingt ein
großes Glas Wasser trinken, damit es quellen kann.
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Wasser ist Leben:
Amnionflüssigkeit und Blut
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Wasser ist Leben:Amnionflüssigkeit und Blut
Warum: Sie bilden
Fruchtwasser, das alle paar Stunden erneuert wird, und haben
deutlich mehr Blut. Der Flüssigkeitsbedarf ist erhöht.
Dehydration kann zu vorzeitigen Wehen und Kopfschmerzen
führen.
Wie: Trinken Sie mindestens
2-3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee täglich.
KONKRET
Stellen Sie sich morgens drei 1-Liter-Flaschen bereit. Wenn
Sie Wasser pur nicht mögen, aromatisieren Sie es mit
Zitronenscheiben, Minze oder Beeren ("Infused Water").
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Wachstum braucht Substanz:
Genug Protein essen
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Wachstum braucht Substanz:Genug Protein essen
Warum: Das Baby, die Plazenta,
die wachsende Gebärmutter – alles besteht aus Eiweiß. Der
Proteinbedarf steigt im 2. und 3. Trimester an. Protein hilft
zudem, den Blutzucker stabil zu halten und Heißhunger zu
vermeiden.
Wie: Zu jeder Mahlzeit eine
Proteinquelle (Eier, Hülsenfrüchte, Quark, Fleisch/Fisch).
KONKRET
Hartgekochte Eier sind der perfekte Snack für unterwegs.
Linsen und Bohnen liefern zusätzlich Eisen und Folsäure – ein
echtes "Schwangerschafts-Superfood".
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Strategie gegen Übelkeit:
Häufig kleine
Portionen
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Strategie gegen Übelkeit:Häufig kleine Portionen
Warum: Ein leerer Magen
verstärkt die Übelkeit (besonders morgens). Später drückt das
Baby auf den Magen, was zu Sodbrennen führt, wenn man zu viel
auf einmal isst.
Wie: Essen Sie 5-6 kleine
Mahlzeiten statt 3 großer.
KONKRET
Legen Sie sich einen Zwieback oder Keks auf den Nachttisch und
essen Sie ihn *bevor* Sie morgens aufstehen. Bei Sodbrennen
helfen Mandeln (langsam zu Brei kauen), sie binden die
Magensäure.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
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Das Fundament stärken:
Beckenboden schon jetzt
trainieren
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Das Fundament stärken:Beckenboden schon jetzt trainieren
Warum: Das Gewicht des Babys
drückt monatelang auf den Beckenboden. Ein trainierter
Muskel erleichtert die Geburt und beugt Inkontinenz nach der
Schwangerschaft vor. Wahrnehmung ist der erste Schritt.
Wie: Tägliche
Anspannungs-Übungen.
KONKRET
Stellen Sie sich vor, Sie müssten dringend auf die Toilette
und halten es zurück. Ziehen Sie die Körperöffnungen nach
innen oben. Halten Sie kurz, lassen Sie los. Wiederholen Sie
das 10x an jeder roten Ampel.
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Links ist besser:
Die optimale Schlafposition
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Links ist besser:Die optimale Schlafposition
Warum: Im letzten Drittel
kann das Gewicht der Gebärmutter auf die große Hohlvene
(Vena Cava) drücken, wenn man auf dem Rücken liegt. Das kann
den Kreislauf der Mutter und die Versorgung des Babys stören
("Vena-Cava-Syndrom").
Wie: Gewöhnen Sie sich an
die linke Seite.
KONKRET
Kaufen Sie sich frühzeitig ein Stillkissen. Klemmen Sie es
zwischen die Knie und unter den Bauch. Das stabilisiert die
Seitenlage und entlastet den Rücken enorm.
3
Sanfte Bewegung:
Warum Sport gut tut
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Sanfte Bewegung:Warum Sport gut tut
Warum: Moderate Bewegung
verbessert die Durchblutung der Plazenta, senkt das Risiko
für Schwangerschaftsdiabetes und hilft gegen
Wassereinlagerungen. Sportliche Frauen haben oft leichtere
Geburten.
Wie: Spazieren, Schwimmen,
Schwangerschaftsyoga.
KONKRET
Hören Sie auf Ihren Körper: Wenn es zieht oder schmerzt,
Pause machen. Vermeiden Sie Sportarten mit Sturzgefahr
(Reiten, Skifahren) oder harten Stößen.
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Stress überträgt sich:
Cortisol und das Baby
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Stress überträgt sich:Cortisol und das Baby
Warum: Chronischer Stress
führt zu hohen Cortisolspiegeln, die die Plazentaschranke
passieren können. Entspannung ist daher aktive
Gesundheitsvorsorge für das Kind.
Wie: Bauen Sie Ruheinseln in
den Alltag ein.
KONKRET
Nehmen Sie sich täglich 10 Minuten nur für sich und den
Bauch. Atmen Sie tief in den Bauch, legen Sie die Hände auf
und nehmen Sie Kontakt zum Baby auf.
5
Zahnfleisch-Check:
Bakterien fernhalten
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Zahnfleisch-Check:Bakterien fernhalten
Warum: Durch die Hormone
wird das Zahnfleisch weicher und stärker durchblutet
("Schwangerschaftsgingivitis"). Bakterien haben leichtes
Spiel. Unbehandelte Parodontitis kann das Risiko für
Frühgeburten erhöhen.
Wie: 2x professionelle
Zahnreinigung in der Schwangerschaft.
KONKRET
Nutzen Sie täglich Zahnseide, auch wenn es blutet (das ist
ein Zeichen von Entzündung, die raus muss). Spülen Sie nach
Erbrechen (Übelkeit) nur mit Wasser, putzen Sie erst 30 Min.
später, um den Zahnschmelz zu schützen.
6
Hautpflege:
Dehnungsstreifen vorbeugen
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Hautpflege:Dehnungsstreifen vorbeugen
Warum: Das Bindegewebe
leistet Schwerstarbeit. Ob Streifen entstehen, ist oft
genetisch, aber Elastizität lässt sich fördern. Das Einölen
ist zudem ein schönes Ritual zur Kontaktaufnahme.
Wie: Tägliche Zupfmassage
mit Öl.
KONKRET
Nutzen Sie Mandelöl oder spezielles Schwangerschaftsöl.
Zupfen Sie die Haut am Bauch sanft hoch und lassen Sie sie
zurückschnellen (nicht bei vorzeitigen Wehen!).
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Venen entlasten:
Thrombosegefahr senken
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Venen entlasten:Thrombosegefahr senken
Warum: Das erhöhte
Blutvolumen und der Druck der Gebärmutter auf die
Beckenvenen belasten die Beine. Das Risiko für Krampfadern
und Thrombosen steigt.
Wie: Beine hoch,
Kompressionsstrümpfe tragen.
KONKRET
Vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen. Wippen Sie im
Sitzen mit den Füßen (Venenpumpe). Wenn Sie Wasser in den
Beinen haben: Kompressionsstrümpfe sind Gold wert (vom Arzt
verschreiben lassen).
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Rücken entlasten:
Haltung korrigieren
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Rücken entlasten:Haltung korrigieren
Warum: Der Bauch zieht den
Körper nach vorne, man fällt ins Hohlkreuz, um das
auszugleichen. Das führt zu Rückenschmerzen.
Wie: Bewusst aufrichten,
flache Schuhe tragen.
KONKRET
Vermeiden Sie High Heels, sie verstärken das Hohlkreuz und
die Sturzgefahr (der Schwerpunkt verlagert sich). Stehen Sie
hüftbreit und kippen Sie das Becken leicht nach vorne.
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Bonding:
Kontakt schon vor der Geburt
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Bonding:Kontakt schon vor der Geburt
Warum: Ab der 24. Woche kann
das Baby hören. Es lernt Ihre Stimme und Ihren Herzschlag
kennen. Kontakt fördert die Bindung schon im Bauch.
Wie: Sprechen oder singen
Sie mit dem Bauch.
KONKRET
Spielen Sie eine Spieluhr regelmäßig auf dem Bauch ab. Viele
Babys lassen sich nach der Geburt mit genau dieser Melodie
beruhigen, weil sie sie wiedererkennen.
10
Tempo rausnehmen:
Auf den Körper hören
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Tempo rausnehmen:Auf den Körper hören
Warum: Ihr Körper leistet
Hochleistungssport, auch wenn Sie auf dem Sofa sitzen.
Müdigkeit ist ein Signal, dass Energie für das Wachstum
benötigt wird.
Wie: Kein Perfektionismus.
Pausen machen.
KONKRET
Lassen Sie den Haushalt liegen. Sagen Sie Termine ab, wenn
Sie erschöpft sind. Jetzt ist die einzige Zeit im Leben, in
der "Faulsein" produktiv ist (Sie bauen ein Kind!).
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Rohes Risiko:
Toxoplasmose & Listerien
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Rohes Risiko:Toxoplasmose & Listerien
Das Problem: Rohes Fleisch
(Salami, Mett), Rohmilchkäse oder roher Fisch können
Bakterien oder Parasiten enthalten, die für das Baby
lebensgefährlich sind, auch wenn die Mutter nichts merkt.
Die Lösung: Alles gut
durchgaren.
KONKRET
Verzichten Sie 9 Monate auf Sushi, blutiges Steak,
Räucherlachs und Salami. Waschen Sie Salat und Gemüse extrem
gründlich (Erde kann Toxoplasmose übertragen).
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Alkohol:
Null Toleranz ist Pflicht
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Alkohol:Null Toleranz ist Pflicht
Das Problem: Alkohol gelangt
ungefiltert zum Baby. Es gibt keine sichere Untergrenze.
Alkohol kann zu FASD (Fetalem Alkoholsyndrom) führen, der
häufigsten Ursache für geistige Behinderung.
Die Lösung: 0,0 Promille.
KONKRET
Auch "ein Schluck Sekt" zum Anstoßen ist tabu. Nutzen Sie
alkoholfreie Alternativen, aber achten Sie auch dort auf das
Etikett (manche enthalten Restalkohol).
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Zu viel Koffein:
Bremse für das Wachstum
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Zu viel Koffein:Bremse für das Wachstum
Das Problem: Koffein
passiert die Plazenta, aber das Baby kann es nicht abbauen.
Es kann die Durchblutung der Plazenta verringern und das
Geburtsgewicht senken.
Die Lösung: Maximal 200mg
pro Tag.
KONKRET
Das entspricht etwa 2 Tassen Filterkaffee. Cola,
Energydrinks und schwarzer Tee zählen auch dazu. Steigen Sie
auf koffeinfreien Kaffee um, wenn Sie viel trinken.
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Vitamin A (Retinol):
Leberprodukte meiden
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Vitamin A (Retinol):Leberprodukte meiden
Das Problem: Zu viel
tierisches Vitamin A (Retinol) kann in den ersten 3 Monaten
Fehlbildungen verursachen. Leber enthält extrem hohe Mengen
davon.
Die Lösung: Keine Leber im
1. Trimester.
KONKRET
Beta-Carotin (aus Karotten, pflanzlich) ist hingegen völlig
ungefährlich, da der Körper es nur bei Bedarf umwandelt.
Vorsicht auch bei Anti-Aging-Cremes mit Retinol!
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Medikamente:
Nichts ohne Absprache
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Medikamente:Nichts ohne Absprache
Das Problem: Viele scheinbar
harmlose Medikamente (Schmerzmittel wie Ibuprofen im 3.
Trimester, Nasensprays) können dem Baby schaden.
Die Lösung: Immer Arzt oder
Apotheker fragen.
KONKRET
Nutzen Sie die Webseite "Embryotox" (Charité Berlin), um
nachzuschauen, welche Medikamente in der Schwangerschaft
sicher sind. Paracetamol ist meist Mittel der Wahl bei
Schmerzen.
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Diäten:
Giftstoffe für das Baby
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Diäten:Giftstoffe für das Baby
Das Problem: Wer in der
Schwangerschaft abnehmen will und Fett abbaut, setzt im
Fettgewebe gespeicherte Giftstoffe frei, die in den
Blutkreislauf des Babys gelangen können. Zudem droht
Nährstoffmangel.
Die Lösung: Gewicht halten
oder moderat zunehmen.
KONKRET
Essen Sie gesund und ausgewogen, aber hungern Sie niemals.
Die Kilos können Sie nach der Stillzeit wieder angehen.
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Katzenklo & Garten:
Toxoplasmose-Gefahr
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Katzenklo & Garten:Toxoplasmose-Gefahr
Das Problem: Toxoplasmose
wird durch Katzenkot übertragen. Eine Erstinfektion in der
Schwangerschaft kann das Gehirn des Babys schädigen.
Die Lösung: Hygiene und
Handschuhe.
KONKRET
Lassen Sie das Katzenklo von jemand anderem reinigen. Tragen
Sie bei der Gartenarbeit immer Handschuhe (Erde kann Kot
enthalten). Waschen Sie sich danach gründlich die Hände.
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Überhitzung:
Sauna und Whirlpool
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Überhitzung:Sauna und Whirlpool
Das Problem: Eine zu hohe
Körperkerntemperatur (über 39 Grad) in den ersten Wochen
kann das Risiko für Neuralrohrdefekte erhöhen. Zudem
belastet Hitze den Kreislauf stark.
Die Lösung: Nur moderate
Wärme.
KONKRET
Meiden Sie heiße Whirlpools. Sauna ist okay, wenn Sie es
gewohnt sind, aber: Kürzer, nicht so heiß und sofort raus,
wenn Ihnen schwindelig wird.
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Schwer heben:
Gefahr für den Beckenboden
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Schwer heben:Gefahr für den Beckenboden
Das Problem: Die Bänder
werden durch Hormone weicher. Schweres Heben belastet den
Rücken und drückt auf den ohnehin beanspruchten Beckenboden.
Die Lösung: Maximal 5 kg
(regelmäßig) oder 10 kg (selten).
KONKRET
Lassen Sie Getränkekisten tragen. Wenn Sie heben müssen
(z.B. ein Kleinkind): Immer aus den Knien heben, den Rücken
gerade halten und den Beckenboden dabei aktiv anspannen.
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Warnsignale ignorieren:
Präeklampsie-Gefahr
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Warnsignale ignorieren:Präeklampsie-Gefahr
Das Problem: Plötzliche
starke Kopfschmerzen, Flimmern vor den Augen,
Wassereinlagerungen im Gesicht oder Oberbauchschmerzen
können Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung sein.
Die Lösung: Sofort zum Arzt.
KONKRET
Lieber einmal zu viel kontrollieren lassen als einmal zu
wenig. Hoher Blutdruck in der Schwangerschaft muss immer
überwacht werden.