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Sirtfood Diät

Dr. Constanze Lohse
über die Aktivierung der
Schlank-Gene

Dr. Constanze Lohse ist Allgemeinärztin in Norderstedt bei Hamburg, spezialisiert auf Prävention, und bekannt als TV-Ärztin und Buchautorin. Sie erklärt, wie spezielle pflanzliche Lebensmittel ("Sirtfoods") Enzyme aktivieren, die den Stoffwechsel auf Hochtouren bringen und Zellen reparieren.
Bestimmte Lebensmittel wirken wie ein Schalter für unsere Gene. Sie aktivieren die 'Sirtuine', die uns schlank und jung halten – und das Beste: Schokolade und Rotwein gehören dazu.
1
Der "Grüne Saft": Das Herzstück
Warum: Sirtuine sind Enzyme, die den Stoffwechsel steuern. Der grüne Saft liefert eine extrem hohe Dosis an Polyphenolen, die diese Enzyme aktivieren. Er ist Pflicht, besonders in Phase 1 (den ersten 7 Tagen).
Wie: Täglich frisch entsaften (nicht mixen!).
KONKRET
Das Originalrezept: Grünkohl, Rucola, Petersilie, Liebstöckel, Stangensellerie, ½ grüner Apfel, Zitrone und eine Prise Matcha. Trinken Sie ihn sofort nach der Zubereitung.
2
Dunkle Schokolade: Genuss erlaubt
Warum: Kakao ist eines der stärksten Sirtfoods. Die enthaltenen Flavonoide schützen die Gefäße und aktivieren den Stoffwechsel. Milchschokolade zählt aber nicht (Zucker!).
Wie: Mindestens 85% Kakaoanteil.
KONKRET
Essen Sie täglich 1-2 Stückchen (ca. 15-20g) sehr dunkle Schokolade als "Dessert". Je bitterer, desto besser für die Sirtuine.
3
Kurkuma & Chili: Die Gewürz-Booster
Warum: Curcumin (in Kurkuma) und Capsaicin (in Chili) sind potente Entzündungshemmer und Sirtuin-Aktivatoren. Sie machen einfache Gerichte zu "Sirtfoods".
Wie: In jedes Gericht integrieren.
KONKRET
Trinken Sie morgens "Golden Milk" (Pflanzenmilch, Kurkuma, Pfeffer). Würzen Sie Hähnchen oder Gemüsepfannen großzügig mit Chili (Vogelaugenchili ist top).
4
Buchweizen: Das Super-Korn
Warum: Buchweizen ist kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs. Er ist glutenfrei und enthält viel Rutin – ein starker Sirtuin-Aktivator. Normaler Weizen hat diesen Effekt nicht.
Wie: Als Soba-Nudeln oder gepufft im Müsli.
KONKRET
Kochen Sie asiatische Soba-Nudeln (aus 100% Buchweizen) statt Pasta. Oder nutzen Sie Buchweizenflocken für Ihr Porridge.
5
Walnüsse: Hirnnahrung
Warum: Walnüsse sind die "Sirt-Nuss". Sie liefern Omega-3 und spezifische Polyphenole. Studien zeigen, dass Walnuss-Esser schneller abnehmen.
Wie: Als Snack oder Topping.
KONKRET
Eine Handvoll (ca. 30g) Walnüsse täglich ist Pflicht. Geben Sie sie über den Salat oder essen Sie sie pur, wenn der kleine Hunger kommt.
6
Liebstöckel & Petersilie: Grüne Power
Warum: Diese Kräuter enthalten extrem viel Quercetin und Apigenin. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die direkt auf die Sirtuine wirken.
Wie: Große Mengen in den Saft oder Salat.
KONKRET
Nutzen Sie Petersilie wie Gemüse (Tabbouleh-Salat), nicht nur als Deko. Liebstöckel ("Maggikraut") gehört in jede Sirt-Suppe.
7
Kaffee & Grüner Tee: Die besten Getränke
Warum: Koffein und die Catechine im grünen Tee (besonders Matcha) sind hervorragende Sirtuin-Aktivierer. Sie kurbeln die Fettverbrennung an.
Wie: Schwarz oder mit wenig Milch (kein Zucker!).
KONKRET
Trinken Sie morgens schwarzen Kaffee. Geben Sie einen halben Teelöffel Matcha-Pulver in Ihren grünen Saft, um den Effekt zu verstärken.
8
Zwiebeln & Knoblauch: Die gesunde Basis
Warum: Rote Zwiebeln enthalten viel Quercetin. Sie wirken antibiotisch und aktivieren den Stoffwechsel. Knoblauch schützt das Herz.
Wie: Täglich in jedem herzhaften Gericht.
KONKRET
Essen Sie Zwiebeln vorzugsweise roh im Salat (höchster Wirkstoffgehalt). Rote Zwiebeln sind besser als weiße oder gelbe.
9
Soja & Miso: Asiatische Sirtfoods
Warum: Sojaprodukte (Tofu, Edamame) und Miso-Paste (fermentiert) sind reich an Isoflavonen. Diese Pflanzenstoffe ähneln Hormonen und aktivieren Sirtuine.
Wie: Als Suppe oder Fleischersatz.
KONKRET
Eine Miso-Suppe mit Tofuwürfeln ist ein perfektes leichtes Abendessen. Tofu nimmt den Geschmack von Chili und Ingwer wunderbar an.
10
Phase 1 (Woche 1): Kalorien zählen
Warum: Die Sirtfood-Diät startet mit einer strengen Woche, um die Gene zu "schocken". Kalorienrestriktion verstärkt den Effekt der Sirtuine massiv.
Wie: Tag 1-3: 1000 kcal (3 Säfte, 1 Mahlzeit). Tag 4-7: 1500 kcal (2 Säfte, 2 Mahlzeiten).
KONKRET
Halten Sie sich in Woche 1 strikt an den Plan. Das ist der Turbo-Start. Danach (Phase 2) zählen Sie keine Kalorien mehr, sondern essen einfach viele Sirtfoods.
1
Rotwein: Ja, aber in Maßen
Warum: Rotwein enthält Resveratrol, ein sehr starkes Sirtuin. Pinot Noir (Spätburgunder) hat den höchsten Gehalt.
Wie: 2-3 Mal pro Woche ein kleines Glas.
KONKRET
Sehen Sie Wein als "Medizin", nicht zum Betrinken. Alkohol stoppt die Fettverbrennung, Resveratrol fördert sie. Die Dosis macht das Gift.
2
Intervallfasten: Doppelte Kraft
Warum: Sirtuine reagieren auf Nahrungsknappheit. Wenn Sie Sirtfoods essen UND Essenspausen machen, verstärkt sich der Effekt.
Wie: 16 Stunden Pause über Nacht.
KONKRET
Trinken Sie den ersten grünen Saft erst um 10 oder 11 Uhr. Essen Sie vor 19 Uhr zu Abend.
3
Schlaf: Sirtuine arbeiten nachts
Warum: Die Zellreparatur und Sirtuin-Aktivität ist an den zirkadianen Rhythmus gekoppelt. Schlafmangel stört diesen Prozess.
Wie: Dunkles Zimmer, 7-8 Stunden.
KONKRET
Vermeiden Sie blaues Licht (Handy) vor dem Schlafen, um das Schlafhormon Melatonin nicht zu stören.
4
Bewegung: Muskeln aktivieren
Warum: Sport aktiviert Sirtuine in den Muskelzellen. In Kombination mit der Ernährung ist das ein doppelter Reiz.
Wie: Moderate Aktivität, 30 Min. täglich.
KONKRET
In Phase 1 (wenig Kalorien) nur Spazieren oder Yoga. Ab Phase 2 auch Krafttraining und Joggen.
5
Kältereize: Thermogenese
Warum: Kälte aktiviert braunes Fettgewebe und Sirtuine. Es ist ein ähnlicher Stressreiz für den Körper wie Fasten.
Wie: Kalt duschen.
KONKRET
Duschen Sie morgens 30 Sekunden kalt ab. Das macht wach und schlank.
6
Planung: Saft braucht Zeit
Warum: Den grünen Saft zuzubereiten dauert. Wer morgens keine Zeit hat, scheitert oft.
Wie: Abends vorbereiten.
KONKRET
Waschen und schneiden Sie das Gemüse am Vorabend. Morgens muss es nur noch in den Entsafter.
7
Dranbleiben (Phase 2): Der Alltag
Warum: Sirtfood ist keine 1-Wochen-Kur. Die Lebensmittel sollen fester Bestandteil des Lebens werden.
Wie: Sirtfoods in jedes Essen schmuggeln.
KONKRET
Essen Sie auch nach der Diät weiterhin viel Rucola, Walnüsse und Chili. Trinken Sie 1x täglich den grünen Saft, wenn möglich.
8
Stressmanagement: Cortisol hemmt Sirtuine
Warum: Chronischer Stress setzt Prozesse in Gang, die den Verjüngungseffekt der Sirtuine blockieren.
Wie: Entspannung suchen.
KONKRET
5 Minuten Meditation am Tag oder ein Spaziergang ohne Handy helfen dem Körper, in den Reparaturmodus zu schalten.
9
Einkaufen: Qualität zählt
Warum: Sirtuine reagieren auf sekundäre Pflanzenstoffe. Bio-Gemüse hat oft höhere Werte, da die Pflanze sich selbst schützen musste (ohne Pestizide).
Wie: Bio bei Blattgemüse und Beeren.
KONKRET
Investieren Sie bei Grünkohl und Sellerie in Bio-Qualität, auch um Pestizide im Saft zu vermeiden.
10
Genuss: Nicht kasteien
Warum: Sirtfood erlaubt Rotwein und Schokolade. Das macht es leichter durchzuhalten als strikte Diäten.
Wie: Zelebrieren Sie die "Sünden".
KONKRET
Genießen Sie Ihr Stück Schokolade bewusst. Es ist Teil des Plans, kein Schummeln.
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Den Saft weglassen: Kernfehler
Das Problem: Der grüne Saft liefert die konzentrierte Power. Wer nur Sirtfood-Mahlzeiten isst, aber den Saft weglässt, verliert 50% der Wirkung.
Die Lösung: Entsafter kaufen.
KONKRET
Trinken Sie den Saft wirklich. Smoothies sind Notlösungen (zu viel Faser, weniger Nährstoffdichte pro Schluck).
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Rotwein als Ausrede: Alkoholproblem
Das Problem: "Rotwein ist Sirtfood" führt dazu, dass manche täglich eine halbe Flasche trinken. Alkohol ist und bleibt ein Zellgift.
Die Lösung: Ein kleines Glas.
KONKRET
Maximal 1 Glas (150ml) an 2-3 Tagen pro Woche. Oder alkoholfreien Extrakt nutzen.
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Milchschokolade essen: Zuckerbombe
Das Problem: Nur Kakao ist Sirtfood. Zucker und Milch hemmen die Wirkung. Alpenmilchschokolade gilt nicht.
Die Lösung: 85%+.
KONKRET
Gewöhnen Sie sich an den bitteren Geschmack von 85% oder 90% Schokolade.
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Phase 1 Kalorien ignorieren: Zu viel
Das Problem: In Woche 1 ist das Kaloriendefizit (1000 kcal) entscheidend für den Startschuss. Wer hier schummelt, verpasst den Effekt.
Die Lösung: 3 Tage Disziplin.
KONKRET
Halten Sie sich 3 Tage strikt an die 1000 kcal. Es sind nur 3 Tage!
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Eiweiß vergessen: Muskelabbau
Das Problem: Sirtfood ist oft pflanzenbasiert, aber Protein ist wichtig für die Sättigung.
Die Lösung: Hähnchen, Tofu, Garnelen.
KONKRET
Ergänzen Sie die Sirtfood-Salate mit einer Proteinquelle (ca. 100-150g).
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Zu wenig trinken: Kopfschmerzen
Das Problem: Der grüne Saft ersetzt kein Wasser. Die Entgiftung braucht Flüssigkeit.
Die Lösung: Wasser & Tee.
KONKRET
Trinken Sie zusätzlich zu den Säften 2 Liter Wasser.
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Einseitigkeit: Nur Grünkohl
Das Problem: Jeden Tag das gleiche essen wird langweilig. Die Liste der Sirtfoods ist lang (Buchweizen, Walnüsse, Kapern, Soja).
Die Lösung: Variieren.
KONKRET
Nutzen Sie die Vielfalt der Top 20 Sirtfoods. Kochen Sie asiatisch mit Buchweizennudeln oder mediterran mit Kapern.
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Süße Getränke: Der Feind
Das Problem: Zuckerhaltige Limonaden oder gesüßter Kaffee heben das Insulin und blockieren die Fettverbrennung, auch wenn Sie Sirtfoods essen.
Die Lösung: Weglassen.
KONKRET
Trinken Sie grünen Tee oder Kaffee schwarz.
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Zu spät essen: Schlafstörung
Das Problem: Eine schwere Sirtfood-Mahlzeit um 22 Uhr belastet den Körper. Sirtuine arbeiten nachts am besten, wenn der Magen leer ist.
Die Lösung: Vor 19 Uhr essen.
KONKRET
Geben Sie dem Körper eine nächtliche Pause von 12-14 Stunden.
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Nach Woche 3 aufhören: Jojo-Effekt
Das Problem: Sirtfood ist als dauerhafter Lebensstil gedacht, nicht als Crash-Diät. Wer danach wieder Fast Food isst, nimmt zu.
Die Lösung: Integration.
KONKRET
Integrieren Sie grüne Säfte und Sirtfoods dauerhaft in Ihren Alltag.