Dr. Constanze Lohse
über die besten Strategien
für innere
Ruhe
Dr. Lohse ist Allgemeinärztin mit Schwerpunkt Prävention. Sie erklärt,
wie Sie Ihr Nervenkostüm mit der richtigen Ernährung stärken, Cortisol
abbauen und auch in hektischen Zeiten die Kontrolle behalten.
Stress beginnt im Kopf, aber er endet im Körper. Diese 20 Regeln
helfen Ihnen, die biologische Stressreaktion zu stoppen und Ihre
Resilienz nachhaltig aufzubauen.
1
Das Salz der Ruhe:
Magnesium blockiert Stress
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Das Salz der Ruhe:Magnesium blockiert Stress
Warum: Magnesium ist der
Gegenspieler von Stresshormonen. Es dämpft die Erregbarkeit
der Nerven und verhindert, dass zu viel Cortisol ausgeschüttet
wird. Wer gestresst ist, verliert massiv Magnesium über den
Urin und gerät in einen Teufelskreis aus Anspannung und
Mangel.
Wie: Essen Sie täglich
Bananen, Nüsse (besonders Mandeln), Vollkornprodukte oder
dunkle Schokolade.
KONKRET
Ein Stück dunkle Schokolade (mind. 70% Kakao) und eine
Handvoll Walnüsse sind der perfekte "Anti-Stress-Snack" am
Nachmittag. Sie liefern Magnesium und gesunde Fette für das
Gehirn.
2
Gelassenheit essen:
Komplexe Kohlenhydrate
helfen
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Gelassenheit essen:Komplexe Kohlenhydrate helfen
Warum: Kohlenhydrate helfen
dem Körper, die Aminosäure Tryptophan ins Gehirn zu
transportieren. Dort wird sie zu Serotonin umgewandelt –
unserem "Wohlfühl-Hormon". Low-Carb-Diäten machen bei Stress
oft dünnhäutig und gereizt.
Wie: Setzen Sie auf
Haferflocken, Quinoa, Süßkartoffeln oder Vollkornreis.
KONKRET
Ein warmes Porridge (Haferbrei) am Morgen mit einer Banane
sorgt für einen stabilen Blutzucker und eine gute
Serotonin-Basis für den Tag.
3
Futter für die Nebennieren:
Vitamin C ist
Pflicht
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Futter für die Nebennieren:Vitamin C ist Pflicht
Warum: Die Nebennieren
produzieren unsere Stresshormone (Cortisol, Adrenalin). Sie
haben die höchste Vitamin-C-Konzentration im ganzen Körper.
Bei Dauerstress werden diese Speicher blitzschnell geleert,
was zu Erschöpfung führt.
Wie: Paprika, Kiwi, Brokkoli
oder Zitrusfrüchte.
KONKRET
Essen Sie bei Stress täglich eine rote Paprika roh als Snack.
Sie enthält dreimal so viel Vitamin C wie eine Orange und
belastet den Blutzucker nicht.
4
Entzündungs-Bremse:
Omega-3 schützt das Hirn
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Entzündungs-Bremse:Omega-3 schützt das Hirn
Warum: Stress fördert stille
Entzündungen im Körper und im Gehirn. Omega-3-Fettsäuren (EPA
und DHA) wirken stark entzündungshemmend und machen
stressresistenter.
Wie: Fetter Seefisch (Lachs,
Hering), Walnüsse oder Algenöl.
KONKRET
Geben Sie täglich einen Esslöffel hochwertiges Algenöl (oder
Leinöl, aber Algenöl ist direkter wirksam) über Ihr kaltes
Essen. Niemals damit braten!
5
Darm-Hirn-Achse:
Probiotika für die Psyche
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Darm-Hirn-Achse:Probiotika für die Psyche
Warum: 90% unseres Serotonins
werden im Darm gebildet. Stress schlägt auf den Magen und
verändert die Darmflora negativ. Gute Bakterien (Probiotika)
senden Beruhigungssignale an das Gehirn.
Wie: Essen Sie täglich
Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi.
KONKRET
Mischen Sie einen Löffel geschrotete Leinsamen in Ihren
Joghurt. Die Schleimstoffe beruhigen den gestressten Darm
zusätzlich und füttern die guten Bakterien.
6
Flüssige Beruhigung:
Kamille und Melisse
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Flüssige Beruhigung:Kamille und Melisse
Warum: Kamille enthält
Apigenin, einen Stoff, der an die gleichen Rezeptoren im
Gehirn andockt wie leichte Beruhigungsmittel
(GABA-Rezeptoren), aber ohne Nebenwirkungen.
Wie: Trinken Sie über den Tag
verteilt Kamillen- oder Melissentee, statt immer nur Kaffee.
KONKRET
Lassen Sie den Tee unbedingt 10 Minuten abgedeckt ziehen
(Untertasse drauf!). So bleiben die wertvollen ätherischen Öle
im Tee und verdampfen nicht in die Zimmerluft.
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Nerven-Isolierung:
B-Vitamine gegen Reizbarkeit
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Nerven-Isolierung:B-Vitamine gegen Reizbarkeit
Warum: B-Vitamine (B1, B6,
B12) sind essenziell für die Bildung von Neurotransmittern und
die Schutzhülle unserer Nervenbahnen. Bei einem Mangel liegen
die Nerven buchstäblich "blank".
Wie: Hülsenfrüchte,
Vollkornprodukte, Eier, Nüsse und grünes Gemüse.
KONKRET
Nutzen Sie Hefeflocken ("Nährhefe") als Würzmittel über Pasta
oder Salat. Sie sind eine natürliche B-Vitamin-Bombe und
schmecken angenehm käsig-würzig.
8
Blutdruck senken:
Kalium entspannt die Gefäße
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Blutdruck senken:Kalium entspannt die Gefäße
Warum: Stress treibt den
Blutdruck hoch. Kalium ist der natürliche Gegenspieler zu
Natrium (Salz) und hilft, den Blutdruck zu senken und die
Gefäße zu entspannen.
Wie: Bananen, Aprikosen,
Kartoffeln und Avocados sind reich an Kalium.
KONKRET
Ein Avocado-Toast (Vollkornbrot) ist das ideale
Anti-Stress-Frühstück. Es liefert Kalium, gesunde Fette und
komplexe Kohlenhydrate gleichzeitig.
9
Immunsystem stützen:
Zink in stressigen Zeiten
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Immunsystem stützen:Zink in stressigen Zeiten
Warum: Stress unterdrückt das
Immunsystem (deshalb werden wir nach Prüfungen oft krank).
Zink ist entscheidend für die Immunabwehr und die psychische
Stabilität.
Wie: Kürbiskerne,
Haferflocken, Linsen und Rindfleisch.
KONKRET
Rösten Sie Kürbiskerne kurz in der Pfanne an und geben Sie sie
über jede Suppe oder jeden Salat. So integrieren Sie Zink ganz
einfach täglich.
10
Motor kühlen:
Wasser gegen den Hitzkopf
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Motor kühlen:Wasser gegen den Hitzkopf
Warum: Dehydration versetzt
den Körper in Alarmbereitschaft und erhöht die Ausschüttung
von Cortisol. Wenn wir gestresst sind, vergessen wir oft zu
trinken, was den Stress noch verstärkt.
Wie: Trinken Sie Wasser, bevor
Sie die Aufgabe angehen.
KONKRET
Wenn Sie merken, dass der Stresspegel steigt: Stopp! Trinken
Sie ein großes Glas Wasser auf Ex. Das kühlt symbolisch und
physiologisch den "überhitzten Motor" ab.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
1
Der Navy-SEAL-Trick:
Box Breathing für sofortige
Ruhe
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Der Navy-SEAL-Trick:Box Breathing für sofortige Ruhe
Warum: Unter Stress atmen
wir flach und schnell. Das signalisiert dem Gehirn
"Gefahr!". Kontrolliertes Atmen aktiviert sofort den
Parasympathikus (den "Ruhenerv") und senkt Puls und
Blutdruck innerhalb von Minuten.
Wie: Nutzen Sie die 4-4-4-4
Technik (Box Breathing).
KONKRET
Atmen Sie 4 Sekunden ein, halten Sie die Luft 4 Sekunden an,
atmen Sie 4 Sekunden aus, halten Sie 4 Sekunden leer. Machen
Sie das 4 Mal hintereinander, bevor Sie auf eine ärgerliche
E-Mail antworten.
2
Stress abschütteln:
Die tierische Lösung
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Stress abschütteln:Die tierische Lösung
Warum: Stress bereitet den
Körper auf "Kampf oder Flucht" vor. Die Muskeln spannen sich
an. Wenn wir sitzen bleiben, staut sich diese Energie. Tiere
schütteln sich nach Gefahr, um die Spannung loszuwerden. Wir
sollten das auch tun.
Wie: Bewegen Sie sich
intensiv für kurze Zeit.
KONKRET
Stellen Sie sich hin und schütteln Sie 1 Minute lang Arme,
Beine und den ganzen Körper aus. Hüpfen Sie dabei leicht. Es
sieht albern aus, aber es löst die körperliche Starre
sofort.
3
Grüne Therapie:
Warum Natur den Cortisolspiegel
senkt
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Grüne Therapie:Warum Natur den Cortisolspiegel senkt
Warum: Studien zeigen, dass
allein der Anblick von Bäumen den Blutdruck und das
Stresshormon Cortisol senkt (Biophilia-Effekt). Unser Gehirn
assoziiert Natur evolutionär mit "Ressourcen" und
"Sicherheit".
Wie: Gehen Sie in der
Mittagspause in den Park oder Wald.
KONKRET
Lassen Sie das Handy im Büro oder in der Tasche. Schauen Sie
beim Gehen bewusst nach oben in die Baumkronen. Dieser
Blickwinkel ("Panorama-Blick") entspannt die Augenmuskeln
und das Gehirn.
4
Muskeln loslassen:
Progressive Muskelentspannung
(PMR)
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Muskeln loslassen:Progressive Muskelentspannung (PMR)
Warum: Unter Stress ziehen
wir unbewusst die Schultern hoch und beißen die Zähne
zusammen. Durch bewusstes, starkes Anspannen und abruptes
Loslassen lernt der Muskel, wieder lockerzulassen
(Feedback-Schleife ans Gehirn).
Wie: PMR nach Jacobson, aber
als Mini-Version.
KONKRET
Ziehen Sie die Schultern so fest es geht zu den Ohren,
ballen Sie die Fäuste, kneifen Sie die Augen zusammen.
Halten Sie das 5 Sekunden. Dann schlagartig alles fallen
lassen und ausatmen.
5
Dopamin-Fasten:
Digital Detox am Abend
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Dopamin-Fasten:Digital Detox am Abend
Warum: Jedes "Ping" und jede
neue Nachricht versetzt das Gehirn in Alarmbereitschaft.
Diese ständige Erreichbarkeit verhindert, dass das
Stresssystem jemals komplett runterfährt.
Wie: Schaffen Sie handyfreie
Zonen und Zeiten.
KONKRET
Legen Sie das Handy ab 20:00 Uhr in eine Schublade oder in
einen anderen Raum. Kaufen Sie sich einen klassischen
Wecker, damit das Smartphone nicht das Erste und Letzte ist,
was Sie am Tag sehen.
6
Kopf entleeren:
Sorgen aufschreiben
(Journaling)
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Kopf entleeren:Sorgen aufschreiben (Journaling)
Warum: Gedanken, die im Kopf
kreisen ("Gedankenkarussell"), halten die Amygdala
(Angstzentrum) aktiv. Das Aufschreiben verlagert das Problem
in den präfrontalen Kortex (Logikzentrum) und signalisiert
dem Gehirn: "Es ist notiert, ich muss nicht mehr daran
denken."
Wie: Führen Sie ein
Sorgen-Tagebuch oder "Brain Dump".
KONKRET
Nehmen Sie sich abends 5 Minuten. Schreiben Sie alles auf,
was Sie belastet oder was Sie morgen erledigen müssen.
Klappen Sie das Buch zu. Der Arbeitstag ist damit symbolisch
beendet.
7
Gehirn umprogrammieren:
Das
Dankbarkeits-Ritual
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Gehirn umprogrammieren:Das Dankbarkeits-Ritual
Warum: Man kann nicht
gleichzeitig Angst haben und dankbar sein – das sind
neurologisch inkompatible Zustände. Dankbarkeit senkt den
Cortisolspiegel nachweislich um bis zu 23%.
Wie: Fokussieren Sie sich
auf das Positive, egal wie klein.
KONKRET
Machen Sie es zum Ritual beim Abendessen oder Zähneputzen:
Nennen Sie 3 Dinge, die heute gut waren (z.B. "Die Sonne
schien", "Der Kaffee war lecker", "Ein Kollege hat
gelacht").
8
Cortisol abbauen:
Schlaf als Stress-Killer
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Cortisol abbauen:Schlaf als Stress-Killer
Warum: Schlafmangel wird vom
Körper als massiver Stressor interpretiert. Wenn Sie zu
wenig schlafen, ist Ihr Cortisolspiegel am nächsten Abend
immer noch erhöht. Schlaf baut Stresshormone ab.
Wie: Priorisieren Sie 7-8
Stunden Schlaf, besonders in stressigen Phasen.
KONKRET
Gehen Sie 30 Minuten früher ins Bett als sonst. Verzicht auf
TV und Handy in der letzten Stunde hilft dem Nervensystem,
runterzufahren.
9
Der Umarmungs-Effekt:
Oxytocin gegen Stress
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Der Umarmungs-Effekt:Oxytocin gegen Stress
Warum: Körperkontakt setzt
Oxytocin frei. Dieses "Kuschelhormon" ist der direkte
Gegenspieler von Cortisol. Es senkt den Blutdruck und
vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.
Wie: Umarmen Sie Ihren
Partner, Ihre Kinder oder streicheln Sie Ihr Haustier.
KONKRET
Eine flüchtige Begrüßung reicht nicht. Eine Umarmung muss
mindestens 20 Sekunden dauern, damit das Oxytocin in
relevanter Menge ausgeschüttet wird.
10
Grenzen setzen:
Die Kunst des Nein-Sagens
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Grenzen setzen:Die Kunst des Nein-Sagens
Warum: Überengagement ist
eine Hauptursache für Burnout. Wer immer "Ja" sagt, sagt
"Nein" zu seiner eigenen Gesundheit. Grenzen zu setzen ist
Selbstfürsorge, kein Egoismus.
Wie: Lernen Sie, freundlich
aber bestimmt abzulehnen.
KONKRET
Sagen Sie bei Anfragen nie sofort zu. Nutzen Sie den Satz:
"Ich muss erst in meinen Kalender schauen / darüber
nachdenken. Ich gebe dir morgen Bescheid." Das verschafft
Ihnen Zeit, um zu prüfen, ob Sie wirklich Kapazitäten haben.
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Der Brandbeschleuniger:
Warum Kaffee Stress
verstärkt
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Der Brandbeschleuniger:Warum Kaffee Stress verstärkt
Das Problem: Koffein
stimuliert die Nebennieren zur Adrenalinausschüttung. Wer eh
schon gestresst ist, gießt mit Kaffee Öl ins Feuer. Das
führt zu Herzrasen, innerer Unruhe und schlechtem Schlaf.
Die Lösung: Kein Kaffee nach
14 Uhr.
KONKRET
Trinken Sie in stressigen Phasen lieber grünen Tee (das
enthaltene L-Theanin beruhigt) oder Kräutertees. Reduzieren
Sie Kaffee langsam, um Kopfschmerzen zu vermeiden.
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Falsche Entspannung:
Warum Alkohol nicht hilft
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Falsche Entspannung:Warum Alkohol nicht hilft
Das Problem: Das
"Feierabendbier" zum Runterkommen wirkt nur kurzfristig.
Wenn der Alkohol abgebaut wird, schüttet der Körper
Stresshormone aus ("Rebound-Effekt"). Zudem zerstört Alkohol
die erholsamen REM-Schlafphasen.
Die Lösung: Alkohol ist kein
Stressbewältiger.
KONKRET
Nutzen Sie andere Rituale zum "Runterkommen": Eine heiße
Dusche, ein Spaziergang oder eine Tasse Tee. Trinken Sie
Alkohol nur, wenn Sie sich gut fühlen, nicht um sich besser
zu fühlen.
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Die Blutzucker-Achterbahn:
Zucker macht
dünnhäutig
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Die Blutzucker-Achterbahn:Zucker macht dünnhäutig
Das Problem: Bei Stress
greifen wir zu Süßem ("Nervennahrung"). Der Zucker-Crash
danach zwingt den Körper jedoch, Adrenalin auszuschütten, um
den Blutzucker wieder zu heben. Das ist interner
physiologischer Stress.
Die Lösung: Nüsse statt
Gummibärchen.
KONKRET
Wenn Sie Stress-Essen brauchen, kauen Sie etwas Hartes
(Möhre, Nüsse). Das Kauen baut Kieferverspannungen ab und
Aggressionen ab.
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Dauer-Jammern:
Warum "Dampf ablassen" schadet
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Dauer-Jammern:Warum "Dampf ablassen" schadet
Das Problem: Sich ständig
bei Kollegen über den Stress aufzuregen ("Co-Rumination"),
baut ihn nicht ab, sondern verfestigt ihn. Das Gehirn erlebt
die stressige Situation beim Erzählen erneut und schüttet
wieder Cortisol aus.
Die Lösung: Konstruktiv
bleiben oder ablenken.
KONKRET
Setzen Sie sich ein "Jammer-Limit" von 2 Minuten. Danach
muss das Thema gewechselt werden oder es muss um eine Lösung
gehen.
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Multitasking-Lüge:
Gehirn im Alarmzustand
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Multitasking-Lüge:Gehirn im Alarmzustand
Das Problem: Alles
gleichzeitig machen zu wollen, überfordert das Gehirn. Es
muss ständig umschalten, was extrem viel Energie kostet und
das Gefühl von "Ich schaffe das nicht" (Kontrollverlust)
verstärkt.
Die Lösung: Eins nach dem
anderen (Single-Tasking).
KONKRET
Schreiben Sie eine Liste. Decken Sie alles bis auf den
obersten Punkt mit einem Blatt Papier ab. Arbeiten Sie nur
diesen Punkt ab. Das gibt dem Gehirn Fokus und Ruhe.
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Urinstinkt Hunger:
Mahlzeiten ausfallen lassen
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Urinstinkt Hunger:Mahlzeiten ausfallen lassen
Das Problem: "Ich habe keine
Zeit zum Essen." Ein fataler Fehler. Sinkt der Blutzucker zu
stark ab, interpretiert das der Körper als lebensbedrohliche
Hungersnot und flutet das System mit Stresshormonen.
Die Lösung: Essen Sie
regelmäßig, auch wenn es stressig ist.
KONKRET
Lieber eine Handvoll Nüsse oder einen Shake am Schreibtisch
als gar nichts. Ein satter Körper ist stressresistenter als
ein hungriger.
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Doomscrolling:
Weltuntergang zum Frühstück
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Doomscrolling:Weltuntergang zum Frühstück
Das Problem: Wer morgens als
Erstes Nachrichten liest oder durch negative
Social-Media-Feeds scrollt, startet den Tag mit Angst und
Sorgen. Der Stresspegel ist schon hoch, bevor Sie
aufgestanden sind.
Die Lösung:
Nachrichten-Diät.
KONKRET
Die erste Stunde des Tages gehört Ihnen, nicht dem
Weltgeschehen. Checken Sie Nachrichten erst, wenn Sie im
Büro sind oder mittags.
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Perfektionismus:
Der innere Antreiber
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Perfektionismus:Der innere Antreiber
Das Problem: Der Anspruch,
alles zu 100% perfekt zu machen, erzeugt permanenten Druck.
Man wird nie fertig und ist nie zufrieden. "Gut genug" ist
der neue Perfektionismus.
Die Lösung: Das
Pareto-Prinzip (80/20).
KONKRET
Fragen Sie sich: "Ist das Ergebnis gut genug, um
weiterzumachen?" Die letzten 20% Perfektion kosten 80% der
Energie und sind oft unnötig.
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Starre Haltung:
Den Stress einfrieren
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Starre Haltung:Den Stress einfrieren
Das Problem: Bei Stress
erstarren wir oft körperlich (Schultern hoch, Nacken fest).
Wenn wir diese Energie nicht körperlich abarbeiten, bleiben
die Stresshormone im Blut zirkulieren und schädigen die
Organe.
Die Lösung: Bewegung baut
Stresshormone ab.
KONKRET
Gehen Sie nach einem stressigen Tag nicht direkt aufs Sofa.
Machen Sie erst einen 10-minütigen schnellen Spaziergang, um
das Adrenalin abzubauen.
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Brustatmung:
Das Signal für Panik
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Brustatmung:Das Signal für Panik
Das Problem: Flache Atmung
in den oberen Brustkorb signalisiert dem Stammhirn: "Wir
sind in Gefahr, wir müssen fliehen!". Das hält den
Stresskreislauf am Laufen, auch wenn gar keine Gefahr da
ist.
Die Lösung: Bauch anstatt
Brust.
KONKRET
Legen Sie eine Hand auf den Bauchnabel. Atmen Sie so ein,
dass sich nur diese Hand hebt, nicht die Schultern. 3 tiefe
Bauchatmungen reichen für einen Reset.