Dr. Constanze Lohse
über gesundes
veganes Essen
Dr. Lohse ist praktizierende Allgemeinärztin in Norderstedt bei
Hamburg und auf Prävention spezialisiert. Sie ist als TV-Ärztin und
Buchautorin bekannt. Sie erklärt, wie Sie sich rein pflanzlich
ernähren können, ohne Mangelerscheinungen zu riskieren, und worauf Sie
besonders achten müssen.
Vegan zu leben bedeutet mehr als nur Fleisch wegzulassen. Es
erfordert Wissen. Diese 20 Regeln zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Körper
mit allen Nährstoffen versorgen und dabei fit und vital bleiben.
1
Der Protein-Baukasten:
Richtig kombinieren ist
alles
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Der Protein-Baukasten:Richtig kombinieren ist alles
Warum: Tierisches Eiweiß ist
"vollständig", pflanzliches oft nicht – es fehlen manchmal
bestimmte Bausteine (Aminosäuren). Um Ihren Körper perfekt zu
versorgen, müssen Sie verschiedene Pflanzenproteine
kombinieren. Nur so entsteht ein komplettes Eiweißprofil für
den Muskelaufbau.
Wie: Die Zauberformel lautet:
Getreide plus Hülsenfrüchte. Sie müssen das nicht in einer
Mahlzeit essen, aber über den Tag verteilt.
KONKRET
Klassische Power-Paare: Reis mit Bohnen (Chili sin Carne),
Brot mit Hummus (Kichererbsen), Linsensuppe mit Brot oder
Nudeln mit Linsenbolognese. Das macht das Eiweiß so wertvoll
wie Fleisch.
2
Das kritische Vitamin:
B12 muss ergänzt werden
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Das kritische Vitamin:B12 muss ergänzt werden
Warum: Vitamin B12 wird von
Bakterien hergestellt und reichert sich fast nur in tierischen
Produkten an. Pflanzen enthalten kein aktives B12. Ein Mangel
ist gefährlich und kann zu irreversiblen Nervenschäden und
Blutarmut führen. Es gibt keine natürliche pflanzliche Quelle!
Wie: Wer sich vegan ernährt,
muss B12 über Nahrungsergänzungsmittel zuführen. Verlassen Sie
sich nicht auf Algen oder Sauerkraut (enthalten oft unwirksame
Analog-Stoffe).
KONKRET
Nehmen Sie täglich ein B12-Präparat (Tropfen, Spray oder
Lutschtablette). Zahncremes mit B12 sind eine gute Ergänzung,
reichen aber oft nicht als alleinige Quelle aus.
3
Eisenaufnahme boosten:
Der Vitamin-C-Trick
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Eisenaufnahme boosten:Der Vitamin-C-Trick
Warum: Pflanzliches Eisen (aus
Linsen, Spinat) kann der Körper viel schlechter aufnehmen als
Eisen aus Fleisch. Man nennt das "schlechte Bioverfügbarkeit".
Wenn Sie einfach nur Eisen essen, kommt wenig im Blut an.
Wie: Vitamin C verwandelt
pflanzliches Eisen in eine Form, die der Körper gut aufnehmen
kann. Es ist der Schlüssel zur Eisenversorgung.
KONKRET
Kombinieren Sie eisenhaltige Lebensmittel immer mit Vitamin C.
Trinken Sie ein Glas Orangensaft zum Müsli (Haferflocken) oder
geben Sie frische Paprika und Zitronensaft zum Linsengericht.
4
Calcium ohne Kuh:
Grünzeug und Sesam
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Calcium ohne Kuh:Grünzeug und Sesam
Warum: Wenn Milchprodukte
wegfallen, fehlt die Hauptquelle für Calcium, das wir für
starke Knochen brauchen. Ohne Ersatz holt sich der Körper das
Calcium aus den Knochen – Osteoporose droht.
Wie: Setzen Sie auf
dunkelgrünes Gemüse (Grünkohl, Rucola, Brokkoli),
calciumreiches Mineralwasser und Sesam.
KONKRET
Achten Sie beim Kauf von Pflanzenmilch (Hafer, Soja) darauf,
dass sie mit Calcium angereichert ist ("mit Calcium" auf der
Packung). Tahini (Sesammus) ist ebenfalls eine Calcium-Bombe.
5
Omega-3 direkt aus dem Meer:
Algen statt Fisch
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Omega-3 direkt aus dem Meer:Algen statt Fisch
Warum: Leinöl und Walnüsse
sind gesund, enthalten aber nur die Vorstufe (ALA) von
Omega-3. Der Körper kann diese nur sehr schlecht in die
wichtigen Formen (EPA und DHA) umwandeln, die Herz und Hirn
brauchen. Fische haben EPA/DHA, weil sie Algen fressen.
Wie: Gehen Sie direkt zur
Quelle und nutzen Sie Mikroalgen-Öl. Das ist vegan und genauso
wirksam wie Fischöl.
KONKRET
Nehmen Sie täglich einen Teelöffel Algenöl (oder Kapseln). Es
gibt mittlerweile geschmacksneutrale Öle, die nicht nach Meer
schmecken. Leinöl allein reicht oft nicht.
6
Schilddrüse schützen:
Jod nicht vergessen
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Schilddrüse schützen:Jod nicht vergessen
Warum: In Deutschland nehmen
viele Menschen Jod über Milchprodukte und Fisch auf. Veganer
haben hier oft eine Lücke. Jod ist aber essenziell für die
Schilddrüse und den Stoffwechsel.
Wie: Nutzen Sie im Haushalt
ausschließlich jodiertes Speisesalz. Algen (Nori, Wakame) sind
ebenfalls gute Quellen.
KONKRET
Nori-Blätter (bekannt vom Sushi) sind ein toller Snack oder
ein Topping für Salate. Seien Sie bei Algen aber vorsichtig
mit der Dosierung, der Jodgehalt kann extrem schwanken.
7
Nährstoffe freischalten:
Einweichen und Keimen
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Nährstoffe freischalten:Einweichen und Keimen
Warum: Vollkorn, Hülsenfrüchte
und Nüsse enthalten Phytinsäure. Dieser Stoff bindet
Mineralien wie Zink und Eisen und verhindert, dass der Körper
sie aufnimmt. Veganer essen viel davon und nehmen daher oft
weniger Mineralien auf.
Wie: Durch Einweichen, Keimen
oder Fermentieren wird die Phytinsäure abgebaut.
KONKRET
Weichen Sie Linsen, Bohnen und Haferflocken vor dem Kochen
oder Essen (z.B. über Nacht als "Overnight Oats") in Wasser
ein. Schütten Sie das Einweichwasser weg. Das erhöht die
Zinkaufnahme massiv.
8
Paranuss-Pflicht:
Selen für das Immunsystem
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Paranuss-Pflicht:Selen für das Immunsystem
Warum: Selen ist in
europäischen Böden Mangelware, daher enthalten unsere Pflanzen
kaum Selen. Es ist aber wichtig für die Schilddrüse und die
Entgiftung.
Wie: Die Paranuss ist der
Selen-König unter den Lebensmitteln. Keine andere Pflanze
speichert so viel davon.
KONKRET
Essen Sie jeden Tag exakt 1 bis 2 Paranüsse. Das deckt Ihren
gesamten Tagesbedarf. Essen Sie nicht die ganze Tüte, da zu
viel Selen toxisch wirken kann.
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Würzhefe nutzen:
Das vegane Parmesan-Wunder
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Würzhefe nutzen:Das vegane Parmesan-Wunder
Warum: Veganer brauchen
Vitamin B2 (Riboflavin), das sonst in Milch und Eiern steckt.
Ein Mangel zeigt sich oft durch eingerissene Mundwinkel.
Hefeflocken (Würzhefe) sind reich an B-Vitaminen und
Proteinen.
Wie: Nutzen Sie Hefeflocken
als Würzmittel. Sie schmecken käsig-würzig und verleihen
Gerichten Tiefe (Umami).
KONKRET
Streuen Sie Hefeflocken über Pasta statt Parmesan oder rühren
Sie sie in Saucen, um sie sämiger zu machen. Aber nicht
mitkochen, sondern erst am Ende dazugeben, um die Vitamine zu
schonen.
10
Darmflora aufbauen:
Fermentiertes essen
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Darmflora aufbauen:Fermentiertes essen
Warum: Eine pflanzliche
Ernährung ist ballaststoffreich und fordert den Darm. Um
Blähungen zu vermeiden und die Verdauung zu unterstützen,
brauchen Sie gute Darmbakterien. Fermentierte Lebensmittel
liefern diese Probiotika.
Wie: Essen Sie regelmäßig
Sauerkraut (roh!), Kimchi, Miso-Paste oder trinken Sie
Kombucha.
KONKRET
Rühren Sie einen Teelöffel helle Miso-Paste in Salatdressings
oder Suppen (nicht kochen!). Das liefert Enzyme und Bakterien,
die die Verdauung der vielen Pflanzenfasern erleichtern.
TOP 10 TIPPS LIFESTYLE
1
Der Blut-Check:
Wissen statt raten
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Der Blut-Check:Wissen statt raten
Warum: Jeder Körper nimmt
Nährstoffe anders auf. Nur weil Sie Tabletten nehmen, heißt
das nicht, dass die Werte stimmen. Ein Mangel (z.B. B12 oder
Eisen) entwickelt sich schleichend über Jahre.
Wie: Machen Sie einmal im
Jahr ein Blutbild beim Arzt.
KONKRET
Fragen Sie gezielt nach Holo-TC (der bessere B12-Wert),
Ferritin (Eisenspeicher) und Vitamin D. Das kleine
Standard-Blutbild reicht hier nicht aus.
2
Meal Prep rettet:
Die Pommes-Falle vermeiden
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Meal Prep rettet:Die Pommes-Falle vermeiden
Warum: Unterwegs gibt es oft
nur ungesunde vegane Optionen (Pommes, Brezeln). Wer hungrig
und unvorbereitet ist, isst ungesund.
Wie: Bereiten Sie Essen vor
("Meal Prep").
KONKRET
Kochen Sie am Wochenende eine große Portion Quinoa oder
Linsen vor. Mischen Sie diese morgens schnell mit Gemüse und
Nüssen in einer Dose. So haben Sie immer eine
Nährstoff-Bombe dabei.
3
Zutaten lesen:
Versteckte Tierprodukte finden
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Zutaten lesen:Versteckte Tierprodukte finden
Warum: Viele Produkte wirken
vegan, sind es aber nicht. Gelatine in Säften (zur Klärung),
Karmin (Läuseblut) als roter Farbstoff oder Milchpulver in
Chips.
Wie: Machen Sie es sich zur
Gewohnheit, die Zutatenliste zu scannen.
KONKRET
Achten Sie auf das gelbe "V-Label". Es garantiert, dass das
Produkt zu 100% vegan ist. Bei Wein und Säften steht oft
nicht drauf, ob sie mit Gelatine geklärt wurden – hier hilft
das Label.
4
Apps nutzen:
Stressfrei essen gehen
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Apps nutzen:Stressfrei essen gehen
Warum: Im Restaurant nach
veganen Optionen zu fragen, kann anstrengend sein. Oft
landet man beim Beilagensalat. Das frustriert.
Wie: Nutzen Sie Apps wie
"HappyCow".
KONKRET
Suchen Sie vor Verabredungen Restaurants heraus, die gute
vegane Optionen haben. Schlagen Sie diese Ihren Freunden
vor. So wird Essen gehen wieder zum Genuss, nicht zum
Verzicht.
5
Leder und Wolle:
Alternativen finden
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Leder und Wolle:Alternativen finden
Warum: Veganismus endet
nicht auf dem Teller. Leder, Wolle, Seide und Daunen sind
tierische Produkte, für die Tiere leiden.
Wie: Kaufen Sie Kleidung
bewusst.
KONKRET
Es gibt heute fantastische Alternativen wie Ananas-Leder
(Piñatex), Kork oder Bio-Baumwolle. Sie müssen Ihre alten
Lederschuhe nicht wegwerfen, aber kaufen Sie zukünftig
bewusst neu.
6
Tierversuchsfreie Kosmetik:
Schönheit ohne
Leid
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Tierversuchsfreie Kosmetik:Schönheit ohne Leid
Warum: Viele Kosmetika
enthalten Bienenwachs, Karmin oder Lanolin (Wollfett). Zudem
werden Inhaltsstoffe teils an Tieren getestet (auch wenn in
der EU verboten, gibt es Schlupflöcher).
Wie: Achten Sie auf die
Vegan-Blume oder den Hasen ("Cruelty Free").
KONKRET
Naturkosmetik ist nicht automatisch vegan (wegen
Bienenwachs/Honig). Prüfen Sie das Label genau.
Drogerie-Eigenmarken haben oft günstige, vegane
Alternativen.
7
Sport und Regeneration:
Schneller fit ohne
Fleisch
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Sport und Regeneration:Schneller fit ohne Fleisch
Warum: Viele Sportler
berichten, dass sie vegan schneller regenerieren. Tierische
Produkte fördern Entzündungen im Körper, Pflanzen hemmen
sie. Weniger Entzündung bedeutet weniger Muskelkater.
Wie: Nutzen Sie die
antioxidative Power von Pflanzen nach dem Sport.
KONKRET
Trinken Sie nach dem Training einen Shake mit Erbsenprotein
und Beeren. Das liefert Eiweiß für den Muskel und
Antioxidantien gegen den Trainingsstress.
8
Die richtige Ausrüstung:
Der
Hochleistungsmixer
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Die richtige Ausrüstung:Der Hochleistungsmixer
Warum: Vegan kochen bedeutet
oft, Nüsse zu Mus zu verarbeiten, Hummus selbst zu machen
oder cremige Saucen aus Cashews zu zaubern. Ein schwacher
Pürierstab schafft das nicht.
Wie: Investieren Sie in
einen guten Standmixer oder Food Processor.
KONKRET
Ein guter Mixer macht aus eingeweichten Cashewkernen und
Wasser in Sekunden eine Sahne-Alternative, die Sie für
Saucen, Desserts und Suppen nutzen können. Das spart Geld
und ist gesünder als gekaufte Sahne.
9
Sanfter Übergang:
Nicht alles auf einmal
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Sanfter Übergang:Nicht alles auf einmal
Warum: Wer von heute auf
morgen von "Fleisch & Kartoffeln" auf "Bohnen & Vollkorn"
umstellt, überfordert seinen Darm. Die Bakterien brauchen
Zeit, um sich an die vielen Ballaststoffe zu gewöhnen.
Wie: Erhöhen Sie den
Ballaststoffanteil langsam.
KONKRET
Beginnen Sie mit geschälten Linsen (rote Linsen), die sind
leichter verdaulich. Tasten Sie sich langsam an Bohnen und
Kichererbsen heran. Kauen Sie sehr gut!
10
Mindset:
Intention statt Perfektion
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Mindset:Intention statt Perfektion
Warum: Viele scheitern, weil
sie zu streng zu sich sind. Wenn man versehentlich etwas mit
Milchpulver isst, fühlt man sich gescheitert und gibt auf.
Wie: Seien Sie gnädig mit
sich selbst. Jeder Schritt zählt.
KONKRET
Wenn Sie bei Oma den Kuchen essen, der ein Ei enthält, ist
das kein Weltuntergang. Machen Sie einfach bei der nächsten
Mahlzeit vegan weiter. Es geht um die dauerhafte
Veränderung, nicht um 100%ige Reinheit ab Tag 1.
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Der Pudding-Veganer:
Nur Pasta und Süßes
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Der Pudding-Veganer:Nur Pasta und Süßes
Das Problem: Vegan heißt
nicht automatisch gesund. Cola, Pommes und Oreos sind vegan.
Wer nur Kohlenhydrate und Zucker isst ("Pudding-Veganer"),
wird zunehmen und Nährstoffmängel entwickeln.
Die Lösung: "Whole Food
Plant Based".
KONKRET
Bauen Sie Ihre Mahlzeit immer um Gemüse und Proteine
(Linsen, Tofu) herum, nicht um Nudeln oder Brot.
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Zu viel Rohkost:
Der Blähbauch-Effekt
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Zu viel Rohkost:Der Blähbauch-Effekt
Das Problem: Viele denken,
vegan bedeutet "nur Salat". Aber riesige Mengen Rohkost sind
schwer verdaulich und führen oft zu schmerzhaften Blähungen
und Verdauungsproblemen.
Die Lösung: Garen Sie Ihr
Gemüse.
KONKRET
Dünsten, dämpfen oder backen Sie Gemüse. Das bricht die
Zellstrukturen auf und macht die Nährstoffe für den Körper
leichter zugänglich und bekömmlicher.
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Ersatzprodukte-Falle:
Hochverarbeiteter Müll
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Ersatzprodukte-Falle:Hochverarbeiteter Müll
Das Problem: Vegane Wurst
und Käse stecken oft voller Zusatzstoffe, gesättigter Fette
(Kokosfett), Salz und Geschmacksverstärker. Sie sind
ernährungsphysiologisch oft schlechter als das Original.
Die Lösung: Nutzen Sie
natürliche Proteine.
KONKRET
Nutzen Sie Räuchertofu oder Tempeh statt hochverarbeiteter
"Fake-Wurst". Diese Produkte sind natürlich, fermentiert und
gesund.
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Eisen-Blocker:
Kaffee zum Essen
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Eisen-Blocker:Kaffee zum Essen
Das Problem: Pflanzliches
Eisen ist empfindlich. Wer Kaffee, Schwarztee oder Grüntee
direkt zum Essen trinkt, blockiert die Eisenaufnahme durch
die enthaltenen Gerbstoffe fast vollständig.
Die Lösung: Zeitabstand
halten.
KONKRET
Warten Sie mindestens 30 bis 60 Minuten nach dem Essen,
bevor Sie Ihren Kaffee trinken. Trinken Sie zum Essen lieber
Wasser mit Zitrone (Vitamin C fördert Eisen).
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Zu wenig Kalorien:
Ständiger Hunger
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Zu wenig Kalorien:Ständiger Hunger
Das Problem: Pflanzen haben
eine geringere Kaloriendichte als Tierprodukte. Wer nur das
Fleisch weglässt und Gemüse isst, wird nicht satt und
verliert zu schnell Energie.
Die Lösung: Volumen erhöhen
und Fette nutzen.
KONKRET
Sie müssen größere Portionen essen als früher! Ergänzen Sie
Nüsse, Avocados und Samen, um auf Ihre Kalorien zu kommen.
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Nur Soja essen:
Einseitigkeit schadet
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Nur Soja essen:Einseitigkeit schadet
Das Problem: Sojajoghurt zum
Frühstück, Tofu zum Mittag, Sojamilch im Kaffee. Soja ist
gesund, aber Einseitigkeit ist nie gut und kann Allergien
begünstigen.
Die Lösung: Variieren Sie
die Proteinquellen.
KONKRET
Wechseln Sie ab: Nutzen Sie Hafermilch statt Sojamilch,
essen Sie Erbsenprotein statt Tofu, kochen Sie mit Linsen
statt Sojagranulat.
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Jod vergessen:
Schilddrüse in Not
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Jod vergessen:Schilddrüse in Not
Das Problem: Jod steckt
hauptsächlich in Meeresfisch und Milchprodukten (durch
Futterzusätze). Veganer entwickeln oft unbemerkt einen
Jodmangel, der die Schilddrüse und den Stoffwechsel bremst.
Die Lösung: Jodsalz und
Algen.
KONKRET
Verwenden Sie zu Hause ausschließlich jodiertes Speisesalz.
Meersalz oder Himalaya-Salz enthalten von Natur aus fast
kein Jod!
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B12 ignorieren:
Das Nervengift
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B12 ignorieren:Das Nervengift
Das Problem: Viele
Einsteiger denken: "Ich esse ja gesund, ich brauche keine
Pillen." Bei B12 ist das ein fataler Irrtum. Der Speicher
leert sich langsam, aber die Schäden am Nervensystem können
irreversibel sein.
Die Lösung: Supplementieren
ab Tag 1.
KONKRET
Diskutieren Sie nicht mit sich selbst. Vitamin B12 ist
Pflicht. Punkt. Nehmen Sie es als Tropfen oder Tablette.
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Hülsenfrüchte nicht spülen:
Bauchweh
vorprogrammiert
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Hülsenfrüchte nicht spülen:Bauchweh vorprogrammiert
Das Problem: Dosenbohnen
oder Kichererbsen enthalten unverdauliche Zucker in der
Flüssigkeit, die starke Blähungen verursachen.
Die Lösung: Gründlich
abspülen.
KONKRET
Spülen Sie Hülsenfrüchte aus der Dose immer so lange unter
fließendem Wasser ab, bis es nicht mehr schäumt. Das wäscht
die blähenden Stoffe weg.
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Bio ist nicht alles:
Gesund ist nicht gleich
Nährstoffreich
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Bio ist nicht alles:Gesund ist nicht gleich Nährstoffreich
Das Problem: Ein Bio-Keks
ist immer noch ein Keks. Bio-Limonade ist immer noch
Zuckerwasser. Das "Bio"-Label sagt nichts über den
Gesundheitswert aus.
Die Lösung: Schauen Sie auf
die Nährwerte, nicht nur auf das Bio-Siegel.
KONKRET
Kaufen Sie Bio wegen der Pestizide, aber essen Sie Gemüse,
Hülsenfrüchte und Nüsse, um gesund zu bleiben – egal ob Bio
oder konventionell.